Audio Testberichte

Ist eine Creative Sound Blaster Z ein gutes Upgrade für euren PC?

„Wie kann man einen PCI-Slot belegen, ohne eine neue Grafikkarte kaufen zu müssen? Eine Soundkarte kann diesen Job ganz ordentlich erledigen.“ Solche Kommentare sind, angesichts der mittlerweile sehr starken Onboard-Soundchips auf vielen Mainboards, keine Seltenheit. Kann eine Soundkarte, wie die Sound Blaster Z von Creative, unter solchen Voraussetzungen überhaupt noch von ihrem Wert überzeugen?

Lieferumfang

Wie bei den meisten internen Soundkarten fällt auch bei der Sound Blaster Z der Lieferumfang eher klein aus. Enthalten sind lediglich die Soundkarte selbst, ein kleines Mikrofon, die Anleitung und die Treiber-CD. Mehr ist für den Betrieb der Soundkarte auch nicht nötig.

Einbau

Was den Einbau angeht, so macht die Sound Blaster Z absolut keine Probleme. PC auf, Soundkarte in freien PCI-Slot, PC zu, fertig. Hier hat die Soundkarte gegenüber einigen Konkurrenzprodukten den Vorteil nur einen PCI-Slot und nicht zwei zu benötigen, was auf kleinen Motherboards schnell zu Platzmangel führen kann.

Ein großer Vorteil der internen Soundkarte liegt darin, dass sie nicht dauerhaft einen eurer USB-Ports belegt und nicht wie die meisten externen Soundkarten einen Staubfänger auf eurem Schreibtisch darstellt.

Selbst ein absoluter Hardware-Laie sollte damit keine Schwierigkeiten haben. Ihr müsst lediglich vorher sicherstellen, dass in eurem PC ein PCI-Slot frei ist. Die Treiberinstallation geht beinahe genauso leicht von der Hand. Das einzige Problem ist hierbei, dass Creative nur Treiber für Windows stellt, Linux-Nutzer können also mit dieser Soundkarte leider nichts anfangen.

Anschlüsse

In diesem Punkt kann die Sound Blaster Z wirklich gut punkten. Ob nun Mikrofon, Kopfhörer, Stereoanlage von 2.0 bis 5.1 Sound oder die eigene Endstufe, an den fünf Klinkensteckern und zwei optischen Anschlüssen lässt sich so ziemlich alles anschließen. Falls gewünscht, kann man auch den Frontpanel-Audioanschluss des Gehäuses mit der Soundkarte verbinden. Das Einzige, was nicht mit der Soundkarte kompatibel ist, ist ein vierpoliger 3,5 mm Klinkenanschluss, wie ihn viele Headsets verwenden.

Auch der parallele Anschluss mehrerer Geräte ist kein Problem, solange genügend Steckplätze an der Karte frei sind. So lassen sich beispielsweise gleichzeitig Kopfhörer, eine Stereoanlage und ein Mikrofon ohne Probleme anschließen. Über welches Gerät ausgegeben und aufgenommen werden soll, lässt sich im Treiber einstellen.

Treiber

Creatives Sound Blaster Treiber bieten sehr viele Einstellungsmöglichkeiten für Sound und Aufnahme. Dabei ist die Bedienung für Grundeinstellungen sehr einfach und einsteigerfreundlich. Für fortgeschrittene Nutzer bietet der Treiber auch einen Equalizer und einen Mixer, welche viele Optionen eröffnen.

Sehr nützlich ist die CrystalVoice-Funktion, welche Stimmen sehr viel verständlicher macht. Gerade wenn man in TS oder Skype mit Leuten mit schlechten Mikrofonen spricht, gleicht CrystalVoice ziemlich viel aus und macht Leute besser verständlich.

Zusätzlich bieten die Treiber einige kleine Spielereien, wie den Scout Modus, welcher in Shootern Schritte klarer erkennbar machen soll, oder Stimmenverzerrer für das Mikrofon. Diese sind zwar nicht sehr nützlich, der Scout Modus macht einfach nur alles unangenehm laut, aber zumindest in Falle der Stimmenverzerrer ganz witzig.

Was kann die Soundkarte

Die Sound Blaster Z verwendet Creatives hauseigenen Soundchip „Sound Core3D“, welcher in vielen von Creatives Soundkarten zum Einsatz kommt. Dieser ist mit einer zusätzlichen Isolation vom übrigen PC abgekapselt, welche dafür sorgt, dass der Chip nicht dem Stromfluss im PC ausgesetzt ist. Dadurch ist der Chip um einiges weniger störanfällig, als er ohne diese Isolation wäre.

Im Fall der Sound Blaster Z sitzt der D/A Wandler (Digital-Analog-Wandlern) außerhalb des Soundchips. Verbaut ist ein CS4389 von Cirrus Logic mit soliden 120 Dezibel Dynamikumfang und einem 24 Bit Signal mit 192 kHz. Diese Werte liegen ein gutes Stück über dem was durchschnittliche Soundchips von Motherboards leisten können.  Außerdem sind für den Kopfhörer-Ausgang und die analogen Ausgänge die zwei separaten Verstärker JRC-2114 und JRC-4556A verbaut. Beide sind sehr solide Verstärker, welche den meisten Mainboards überlegen sind. Einer der Verstärker ist ein extra Verstärker für den Kopfhörereingang. Dieser sorgt dafür, dass Headsets voll ausgespielt werden können und einiges mehr an Leistung und Lautstärke bringen können, als sie es mit durchschnittlichen Soundchips könnten. Der andere Verstärker versorgt die übrigen analogen Anschlüsse und sorgt auch hier für eine bessere Leistung als die meisten Onboard-Chips bringen können. Dieser Unterschied ist aber nicht so markant wie bei dem Kopfhörerverstärker.

Mikrofon

Das mitgelieferte Mikrofon des Sound Blasters ist relativ klein, bietet aber eine ganze nette Leistung. Zwar kann sich der Sound nicht mit vollwertigen Standmikros messen und etwas leise, für ein kleines Extra ist es aber in Ordnung.

Fazit

Die Sound Blaster Z ist eine solide Soundkarte, welche den Mangel eures Onboard-Chips problemlos und zu einem guten Preis ausgleichen kann. Technisch ist sie auf einem guten Level und lässt keine Wünsche offen, was Anschlüsse angeht. Die dazugehörige Software lässt sich leicht bedienen, läuft sehr stabil und bietet viele Features. Allerdings ist sie nicht auf Linux erhältlich. Alles in allem ist die Sound Blaster Z eine nette Erweiterung für euren PC, falls euch eure Onboard-Soundkarte nicht ausreicht.

bewertung_86

Creative Sound Blaster Z

Anschlüsse
Einbau
Bedienung
Sound
Features

Sound zu gutem Preisleistungsverhältnis

Die Sound Blaster Z ist eine solide Soundkarte, welche den Mangel eures Onboard-Chips problemlos und zu einem guten Preis ausgleichen kann. Technisch ist sie auf einem sehr soliden Level und lässt keine Wünsche offen, was Anschlüsse angeht. Die dazugehörige Software lässt sich leicht bedienen, läuft sehr stabil und bietet viele Features. Allerdings ist sie nicht auf Linux erhältlich. Alles in allem ist die Sound Blaster Z eine nette Erweiterung für euren PC, falls euch eure Onboard-Soundkarte nicht ausreicht.

Tags

Simon Uhl

Zurzeit bin ich noch Schüler eines Baden-Würtenberger Gymnasiums und mache gerade mein Abitur. Als knapp jüngster Vertreter unseres Teams war meine erste Gaming Erfahrung wohl der Gamboy advance mit Pokemon Feuer Rot. Seitdem hab ich mich über den Nintendo DS, die Playsation 2, die Wii und die Playstation 3 bis zum PC durch alle Gaming Generationen Durchgezockt.

Das könnte Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close