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IT-Sicherheitsunternehmen aufgrund emulierter iPhones von Apple verklagt

Das IT-Sicherheitsunternehmen Corellium bietet virtuelle iOS-Instanzen an, die beispielsweise dazu genutzt werden können, um eventuelle Schwachstellen in dem mobilen Betriebssystem zu entdecken. Apple hat aus diesem Grund bereits im August eine Klage gegen Corellium eingereicht, die damit begründet wurde, dass das Unternehmen das Urheberrecht des iPhone-Herstellers verletzt. In Cybersecuritykreisen sorgte die Entscheidung von Apple für großen Unmut, weil die virtuellen iOS-Instanzen auch die Arbeit seriöser Sicherheitsforscher deutlich vereinfachen und bereits in der Vergangenheit dazu geführt haben, dass schwerwiegende Sicherheitslücken in Apple Produkten gefunden werden konnten. Schlussendlich kommt die Arbeit der legalen Hacker, die die gefundenen Sicherheitslücken an den Hersteller übermitteln und nicht ausnutzen, also auch den Besitzer von iPhones und iPad zu Gute.

Corellium argumentiert daher im Klagewiderspruch damit, dass ihre Software „die Welt zu einem besseren Ort mache.“ Im Gegensatz zur Fehlersuche an physikalischen iPhones beschleunigen die virtuellen Maschinen die Arbeit der Sicherheitscommunity deutlich.

Als Alternative hat Apple ein Programm eröffnet, das spezielle iPhones an ausgewählte Sicherheitsforscher zur Fehlersuche verteilt. Dies ist laut Corellium aber nicht genug, weil Apple so darüber entscheidet, wer nach Fehlern suchen kann und welche gefundenen Sicherheitsprobleme an die Öffentlichkeit gemeldet werden dürfen. Außerdem argumentiert Corellium damit, dass maximale Sicherheit nur möglich ist, wenn die Hardware, Software und Servicedienstleistungen von einer möglichst großen Anzahl unabhängiger Personen untersucht werden können.

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