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Jagged Alliance: Rage! im Test – Rundum gutes Taktik-Scharmützel?

Taktieren zahlt sich aus

Bei der Spielmechanik von Jagged Alliance: Rage! kommen Taktiker auf ihre Kosten. Zu Beginn einer Mission verschafft ihr euch zunächst einen Überblick und schaut wo sich die Gegner befinden. Bei unserem ersten Zug schicken wir den Söldner ins Dickicht, damit er dort den Feinden auflauern kann. Der zweite Kämpfer soll sich hinter einer Kiste verbarrikadieren.

Ein KI-Recke hat die Aktion bemerkt und eröffnet das Feuer auf unsere Barrikade. Ein kurzer Moment der Sorge. Allerdings völlig unbegründet – keiner der Schüsse trifft uns. Durch die Kisten sind wir unverwundbar. Wir nutzen die Gunst der Stunde und zielen aus unserer Deckung heraus auf den Gegner. Leider verfehlen einige Schüsse das Ziel. Dennoch: Der Lebensbalken des Feindes ist am Minimum. Wir begnügen uns mit dem Gedanken, dass wir ihn in der nächsten Runde ausschalten. Doch das ist nicht nötig: Der Feind winselt um Gnade und stellt jegliche Kampfhandlung ein. Mit kleinen Momenten wie diesen schafft es das Spiel immer wieder von sich zu begeistern. Ähnlich viel Spaß macht es zuzusehen, wenn die Spielfigur aus einer sicheren Deckung den Feind lautlos tötet. Die KI ist allerdings nicht ganz ohne Schwächen. So haben die Gegner in einigen Runden ihre Aussetzer. Sie stellen sich dann etwa grundlos mitten in die Schussbahn. Wenn es dann an das Looten der Leichen geht, schränkt die etwas fummelige Inventarverwaltung den Spielfluss ein.

Mehr Atmo, weniger High-End

Eine Highend-Grafik bekommt ihr bei Jagged Alliance: Rage! nicht geboten. Allerdings wird die Atmosphäre über die Optik durchaus stimmungsvoll rübergebracht. Bei einem Rundentaktik-Game ist es allerdings ohnehin wichtiger die Übersicht zu behalten. An die Kamera mussten wir uns zwar erstmal gewöhnen, nach einer gewissen Zeit ist sie aber durchaus brauchbar.

Kurzer Break

Gut gefallen hat uns, dass es zwischen den Missionen eine Übersichtskarte gibt, auf der ihr eure Söldner über eine Insel bewegt. Nach einem anstrengenden Auftrag genau die richtige Verschnaufpause.
Auf der Karte wählt ihr wohin der Trupp als nächstes aufbrechen soll. Dabei müsst ihr abwägen, ob ihr zur nächsten Mission weiterzieht oder erstmal Rast macht. Durch die Pause wird die Energie der Söldner regeneriert. Nachteil dabei: Eure Feinde sind ebenfalls auf der Übersichtskarte unterwegs und greifen euch an, sobald sie auf dasselbe Feld ziehen wie ihr.

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Daniel Rottinger

Daniel Rottinger studiert an der Hochschule der Medien in Stuttgart Crossmedia/Public Realations. Vor dem Studium hat der gelernte Online-Redakteur für ein Branchenmagazin im Telekommunikationssektor gearbeitet.

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