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Jahrelanger Betrug mit gefälschten iPhones in der Schweiz

Ein 34-Jähriger und seine Mutter stehen im Schweizer Kanton Aargau vor Gericht, da sie über Jahre hinweg an einem Betrug mit gefälschten iPhones beteiligt gewesen sein sollen: Sie sollen gefälschte iPhones mit Wasserschaden im Rahmen der Care+-Versicherung gegen neue iPhones getauscht haben.

Der seit zwanzig Jahren in der Schweiz lebende Mann stammt ursprünglich aus Hongkong, von wo aus er die gefälschten iPhones bezogen haben soll. Die durch einen Wasserschaden beschädigten Fälschungen sollen außerdem mit gefälschten IMEI-Nummern versehen gewesen sein, die mit der Care+-Versicherung von Apple verknüpft waren. Die Fälschungen wurden zu Apple-Stores und autorisierten Fachläden gebracht, wo sie aufgrund des Wasserschadens nicht geöffnet wurden – aus diesem Grund fiel der Täuschungscharakter nicht auf. Die Geräte konnten bei einem Selbstbehalt von nur 99 Franken problemlos gegen neue iPhones getauscht werden.

Im Laufe der Zeit sollen auf diese Weise rund 1.000 Fälschungen gegen iPhones getauscht worden sein. Die Mutter des Hauptverdächtigen soll rund 100-mal am Austausch beteiligt gewesen sein. Der Mann und seine Mutter geben an, nicht gewusst zu haben, dass es sich bei den iPhones, die sie eingetauscht haben, um Fälschungen handelte – sie geben an, den Austauschaufwand für eine Provision von zehn Franken pro Gerät auf sich genommen zu haben.

Der Betrug fiel letztlich auf, da der Basler Zoll zwei Pakete mit 50 gefälschten iPhones öffnete. Apple tritt im Prozess als Nebenkläger auf. Für den 34-Jährigen Hauptangeklagten geht es aufgrund des restriktiven Schweizer Rechts um viel: Ihm droht bei einer Verurteilung die Ausweisung aus der Schweiz.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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