Hardware Testberichte

Kolink Citadel im Test – schlichter Mini-Tower mit viel Platz

Systembau im Kolink Citadel

Nun kommen wir zum Systemeinbau. Als Hardware verwenden wir einen Intel Xeon 1230v3 auf einem Gigabyte H87M-D3H mit 16GB RAM. Der Xeon wird durch einen LC-Power Cosmo Cool LC-CC-120 gekühlt. Für die Bildausgabe ist eine GTX 1060 6GB von Gigabte AORUS zuständig. Die Stromversorgung erledigt das nichtmodulare be quiet! Pure Power mit 400W. Um die Verkabelung optisch noch etwas aufzuwerten, wurden zudem einzeln gesleevte Kabelverlängerungen von Phanteks verwendet.

Der Einbau und die Verkabelung des Testsystems war durch die guten Platzverhältnisse und die vorinstallierten Abstandshalter schnell erledigt. Auch bei der Auswahl von Komponenten muss man sich als Käufer nahezu fast keine Gedanken machen. Das Citadel unterstützt CPU-Kühler bis 162 mm Höhe und Grafikkarten bis zu einer Länge von 350 mm. Zudem könnte man bei Bedarf auch einen 240-mm-Radiator im Deckel oder der Front platzieren. Ein Radiator in der Front schränkt allerdings die Grafikkartenlänge entsprechend ein.

Auf der Rückseite stehen ca. 20 mm Platz zur Verfügung um zahlreiche Kabel zu verstauen. Im Zusammenspiel mit der Netzteilabdeckung und den sinnvoll platzierten Kabelmanagement-Öffnungen führt das zu einem, zumindest auf der Vorderseite, ordentlichen Endergebnis. Auf die Verwendung von Kabelverlängerungen sollte man in diesem Gehäuse allerdings verzichten. Das Seitenteil lässt sich zwar noch schließen, dafür sind aber alle Bereiche unter der Abdeckung mit Kabeln vollgestopft.

Rückseite – Kabelmanagement

Ein kleiner Kritikpunkt des Kolink Citadel ist die Montage der Datenträger. Zur Montage werden auf der linken Seite des Datenträger zwei spezielle Schrauben mit Gummientkopplern befestigt. Anschließend wird der Festplatte in den Käfig geschoben und auf der rechten Seite mit eine Rändelschraube am Herausfallen gehindert. Trotz der Entkoppler, berührt die HDD auf den rechten Seite direkt den Stahl. Das führt zu einer unangenehmen Übertragung von Schwingungen. Da SSDs für den Käfig zu klein sind, kann die Anbringung nur am Mainboard-Tray erfolgen. Passende Kabelmanagement-Öffnungen sind dafür vorhanden.

Die vorinstallierten Lüfter haben eine Rahmenbreite von 120 mm, drehen mit maximal 1200 rpm und werden per 3-Pin-Anschluss mit dem Mainboard verbunden. Bei voller Umdrehungszahl wird zwar spürbar Luft bewegt, allerdings sind die Lüfter dabei auch hörbar. Man hat zwar keinen Staubsauger unter dem Tisch stehen, Silent-Fans müssen die Lüfter aber aufgrund der Lagergeräusche wohl austauschen.

Zuletzt kommen wir noch zu den Temperaturen, die im Citadel erreicht wurden. Während des Belastungstests wurden bei einer Raumtemperatur von 17 °C 15 Minuten Prime95 und FurMark ausgeführt. Zusätzlich wurde dieser Test in zwei verschiedenen Varianten (mit Frontpanel und ohne Frontpanel) durchgeführt.

Szenario
Temperatur
mit Frontpanel
CPU: 50%
Gehäuse: 100%
CPU: 64
GPU: 66
ohne Frontpanel
CPU: 50%
Gehäuse: 100%
CPU: 57
GPU: 59

Ohne das Frontpanel sinken die Temperaturen für beide Komponenten um 7°C. Das deutet stark darauf hin, dass der Lüfter durch das nur einseitig vorhandene Mesh-Element beschränkt wird und nicht sein volles Potenzial ausschöpfen kann. Ein weiteres Mesh-Element auf der rechten Seite des Frontpanels hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu besseren Ergebnissen geführt.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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