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Laptop-Versicherung: Nützlich oder nutzlos?

Das mobile Arbeiten hat sich in den letzten Jahren immer mehr etabliert. Nicht nur Freiberufler im Homeoffice können auf ihren Laptop nicht mehr verzichten. Wer auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn noch schnell ein paar Folien für die anstehende Präsentation überarbeiten muss oder abends auf der Couch in Ruhe die letzten Mails abarbeiten will, der weiß, welche Vorteile ein Laptop besitzt. Doch auch in der privaten Nutzung nimmt der Laptop einen immer höheren Stellenwert ein. Die Gründe, die mobilen Rechner angemessen abzusichern, überwiegen deutlich.

Musik abspielen und Videokonferenzen abhalten, mit Freunden chatten und Videogames spielen: Der Laptop ist für die meisten Menschen das Tor zur Welt geworden. Ortsungebunden kann auf die mediale und digitale Vielfalt hürdenfrei zugegriffen werden. Durch die kostenfreie Bereitstellung von WiFi in Cafés und Hotels verwandelt sich jeder Ort zum Arbeits- und Entertainmentplatz.

Kein Wunder, dass viele Notebook-Besitzer immer mehr Wert auf Qualität in Sachen Grafik- und Soundkarte, Design und Speicherkapazität legen. Qualität hat meist auch ihren Preis, weshalb der Laptop ohne Frage zu den teuersten und wichtigsten Technologien gehört, die man tagtäglich mit sich trägt. Wenn dieses Gerät beispielsweise durch Diebstahl abhandenkommt, ist die Katastrophe meist groß.

Nicht nur hochwertige Technik, sondern auch gespeicherte Daten sind dann verloren. Vor dem Hintergrund, dass ein Laptop durch den häufigen Transport einer größeren Unfallgefahr als der PC zu Hause ausgesetzt wird, ist eine gute Laptop-Versicherung eine Überlegung wert. Aber welche Faktoren gibt es beim Abschluss zu beachten?

  • Was kann eine Laptop-Versicherung?

Einmal den empfindlichen Bildschirm beim Anheben versehentlich zu fest angepackt oder den morgendlichen Kaffee mit Schwung über die Tastatur verteilt? So praktisch der Laptop ist, so schnell ist auch schon ein kleines Unglück geschehen. Das wissen auch die Versicherer, die mit verschiedenen Paketen nahezu alle möglichen Schäden am Laptop abdecken.

Sollte der Laptop unterwegs in der Bahn oder bei der Arbeit im Café gestohlen werden, greift die Versicherung, sofern kein fahrlässiges Verhalten dem Besitzer nachgewiesen werden kann. Seinen Laptop unbeaufsichtigt stehen lassen, sollte man in keinem Fall. Gut zu wissen: Der Begriff der Fahrlässigkeit ist immer Auslegungssache und wird je nach Versicherung verschieden definiert. Die Definitionen umfassen verschiedene Szenarien, die vor Abschluss genau geprüft werden sollten. Hier ist stets auf die genau ausgewiesenen Bedingungen des Versicherers zu achten. Schäden durch Herunterfallen des Laptops, Stoßschäden sowie Überspannung und Blitzschlag sind jedoch immer Bestandteil der Laptop-Versicherung.

  • Privat oder Business: Wer haftet?

Verliert man den privat angeschafften Laptop und die darauf gespeicherten persönlichen Informationen, hat man den Schaden finanziell selbst zu tragen. Wer haftet jedoch für den Schaden, wenn es sich um einen Laptop des Arbeitgebers handelt? Wurde der Laptop durch den Arbeitgeber bereitgestellt, kann die Sachlage unter Umständen ähnlich sein. Denn auch beim Verlust des Arbeitsgeräts ist es möglich, dass die Kosten beim Arbeitnehmer liegen. Hier kommt es stets darauf an, ob der Schaden auf eigenes Verschulden zurückzuführen ist. Versicherungsanbieter Lemonade hat hierzu noch weitere Tipps parat. Es lohnt sich, direkt bei der Übergabe und Ausgabe des firmeneigenen Gerätes zu klären, wer und wann im Schadensfall Verantwortung und Kosten tragen muss.

Bild von andreas160578 auf Pixabay
  • Wo greift die Hausratversicherung?

Die Hausratversicherung ist das Ass im Ärmel, wenn es um Schäden in den eigenen vier Wänden geht. Alle beweglichen Gegenstände wie Mobiliar, Kunst und nicht zuletzt technische Geräte sind in einer Hausratversicherung inkludiert. Dies gilt auch für den Laptop. Sollte das Gerät zum Beispiel durch Feuer- oder Wasserschäden unbrauchbar oder bei einem Einbruch gestohlen werden, kommt die klassische Hausratversicherung für den Schaden auf. Ein rechtzeitiger Abschluss kann flächendeckende Schäden verhindern.

Trifft der Verlust oder die Beschädigung einen brandneuen Laptop, kann es zu einer gesonderten Prüfung seitens der Versicherung kommen. Nachweise oder Belege werden in diesen Fällen verstärkt gefordert, um gezielten Versicherungsbetrug auszuschließen.

  • Was passiert beim Fremdverschulden?

Auch wer sein multimediales Arbeitsgerät immer pfleglich behandelt und mit Bedacht transportiert, ist vor Schaden nicht gefeit. Wenn eine andere Person den Laptop beschädigt oder zerstört, ist guter Rat teuer. Wenn es sich jedoch um mutwillige Sabotage oder Vandalismus handelt, ist der Schaden durch die Laptop-Versicherung zuverlässig abgedeckt. Die Klärung solcher Fälle geschieht meistens in Absprache mit der Versicherung des Verursachers.

Tatsache ist: Aufgrund der Wichtigkeit beruflicher Daten als auch der emotionale Wert von privaten Bildern und Videos, die auf den Geräten gespeichert sind, sollte eine Versicherung des Laptops nicht grundsätzlich abgelehnt werden. Jedoch wird eine Laptop-Versicherung von den meisten Benutzern abgelehnt. Das liegt daran, dass der Laptop bereits als Teil des Hausrats in der Hausratversicherung miteingeschlossen ist und sich so Kosten sparen. Zusätzliche Policen, wie ein weltweiter Anti-Diebstahl-Schutz und weitere Konditionen lassen sich zudem mit dem Versicherer oft verhandeln.

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