Hardware Testberichte

Lian Li LANCOOL II – Featuregeladener Midi-Tower mit Kampfpreis

Außeneindruck

Die Frontpartie des LANCOOL II unterscheidet sich im Vergleich durch den fast vollständigen Verzicht auf Aluminium. Mit Ausnahme des Hersteller-Logos besteht das komplette Frontpanel aus Stahl bzw. Kunststoff und verfügt zu besseren Belüftung des Innenraums über große Öffnungen auf beiden Seiten. Zieht man das Frontelement mit einem kräftigem Ruck ab, offenbaren sich dahinter ein variabler Lüfterrahmen für bis zu drei 120-mm-Lüfter und zwei magnetisch angebrachte Staubfilter. Hinter den beiden Staubfiltern verstecken sich zwei digital-adressierbare RGB-Streifen. Um bei der Demontage die Gefahr von abgerissenen Kabeln zu vermeiden, verfügt das Frontpanel über einen Quick-Connect-Anschluss für die Beleuchtung.

Die Deckelpartie des LANCOOL II ähnelt dem Design vieler aktueller Midi-Tower. Ein Großteil der Deckelfläche wird durch eine große Lüfteröffnung dominiert und von einem magnetischen Staubfilter vor Staub geschützt bzw. optisch aufgehübscht. Davor liegt das I/O-Panel. Dieses zeichnet sich durch zwei USB 3.0-Anschlüsse, eine Mikrofon-Kopfhörer-Kombibuchse und insgesamt vier Schalter aus. Die vier Schalter dienen für Power, Reset und zur Steuerung des RGB-Streifens. Zuletzt sei hier noch zu erwähnen, dass das I/O-Panel mit einer Vorbereitung für einen USB 3.1 Typ-C-Port versehen wurde. Das entsprechende Kabel muss aber zusätzlich erworben werden und gehört nicht zum Lieferumfang.

Das linke und rechte Seitenteil des LANCOOL II bestehen aus gehärtetem Glas und sind mit Magneten bzw. Scharnieren am Korpus angebracht. Durch den Wegfall von Rändelschrauben wird die Optik verbessert und zudem die Demontage der Seitenteile erleichtert. Auf den Bildern kann man gut erkennen, dass die Seitenteile nur den oberen Bereich abdecken. Für den Bereich unterhalb der Netzteilabdeckung hat sich Lian Li ein weiteres nettes Feature überlegt. Der Midi-Tower verfügt nämlich beidseitig über zwei magnetische Klappen aus Stahl. Sind diese geöffnet, hat man Zugriff auf den Festplatten-Käfig und kann das Netzteil montieren ohne die kompletten Seitenteile entfernen zu müssen.

Unterseite und Rückseite sind hingegen klassisch gestaltet. Der Midi-Tower steht auf vier soliden und mit Gummistreifen ausgestatteten Füßen aus Kunststoff. Das Netzteil sitzt unten und wird durch einen großen, feinmaschigen Staubfilter vor Verschmutzung geschützt. Außerdem gibt es eine Art Schienensystem, um den Festplattenkäfig bei Bedarf verschieben zu können. An der Rückseite existieren sieben wiederverwendbare PCI-Slotblenden, Belüftungslöcher und ein Montageplatz für einen Lüfter mit einer Rahmenbreite von 120 Millimetern.

Inneneindruck

Die Gestaltung des Innenraums wurde beim LANCOOL II ebenfalls überdacht. Dieser folgt zwar auch dem aktuellen Trend und ist sehr offen bzw. in zwei Kammern unterteilt. Die gummierten Kabelmanagement-Öffnungen mussten aber einer herausstehenden Sichtblende weichen. Das Mainboard, Erweiterungskarten und mögliche Radiatoren werden also, wie so üblich, in der oberen Kammer untergebracht. Neben der Sichtblende auf der rechten Seite des Mainboards gibt es noch weitere Kabelmanagement-Öffnungen in der Netzteilabdeckung und oberhalb des Mainboard-Trays. Durch den Wegfall von HDD-Käfigen in der oberen Kammer, kann der vorinstallierte Lüfter ungehindert kalte Luft ins Innere befördern. Durch den variablen Lüfterrahmen ist es zudem möglich, die Frontlüfter/ Frontradiatoren in vier verschiedenen Positionen zu verbauen.

Die im unteren Bereich angebrachte Netzteilabdeckung verbessert nicht nur die Optik indem sie das Netzteil, Kabel und den Festplattenkäfig verdeckt, sie bietet außerdem Lüftungsschlitze und Bohrungen für zwei Lüfter mit einer Rahmenbreite von 120 Millimetern. Zusätzlich ist die Abdeckung modular aufgebaut. Möchte man in der Front einen dicken Wasserkühlungs-Radiator verbauen, lässt sich mithilfe einer einzige Schrauben eine entsprechende Blende entfernen.

Werfen wir nun ein Blick auf die Rückseite. Ein besonderes Feature dürfte hier jedem sofort auffallen. Um die rechte Seite trotz Verkabelung ordentlich wirken zu lassen, hat Lian Li die Rückseite mit zwei Kabel-Abdeckungen ausgestattet. Was nicht verdeckt wird, sind lediglich die zwei Montageplätze für 2,5″-SSDs. Öffnet man auf der rechten Seite die Klappe des Netzteiltunnels kommen zwei weitere Montageplätze für 2,5″-SSDs zum Vorschein. 3,5″-Festplatten können im LANCOOL II ebenfalls untergebracht werden. Dazu muss man nur auf der linken Seite die untere Klappe öffnen und hat direkten Zugriff auf drei HDD-Rahmen aus Kunststoff. Der HDD-Käfig ist auf einem Schienensystem gelagert und kann verschoben oder zugunsten von einem längeren Netzteil auch komplett ausgebaut werden.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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