Hardware Testberichte

Lian Li PC-O11DX Dynamic Midi-Tower mit Zwei-Kammer-Design im Test

In Zusammenarbeit mit Profi-Übertakter Roman "der8auer" Hartung!

Design

Kommen wir zum Design des Lian Li PC-O11 Dynamic. Die linke Seite sowie die Front bestehen aus Echtglas, währenddessen der Rest hauptsächlich aus Stahl gefertigt wurde. Lediglich die Zierleiste an der Front, die auch das I/O-Panel enthält, wurde aus Aluminium gefertigt. Im Gesamteindruck wirkt das Gehäuse sehr robust und stabil, bringt durch die gewählten Materialien allerdings auch knapp über 10 kg auf die Waage.

Die Glasscheiben verfügen über schwarze Rahmen und werden durch unsichtbare Montagehaken auf der Rückseite lediglich in das Gehäuse eingehängt. Sehr gelungene Lösung wie wir finden, da keine Werkzeuge benötigt werden und der cleane Eindruck nicht durch hässliche Schrauben verunstaltet wird. Das I/O-Panel des Lian Li PC-O11 Dynamic ist mit einem USB 3.1 Typ-C Port, zwei USB 3.0 Ports und den üblichen Audioanschlüssen ausgestattet.

Da das Gehäuse im Zwei-Kammer-Design daherkommt, sieht es auf der Rückseite zunächst anders aus, als man es erwartet. Der Schacht für das Netzteil liegt quasi neben den Slots für die Erweiterungskarten des Mainboards. Direkt darüber befindet sich ein weiterer Schacht, der entweder für zwei 3,5-Zoll-Laufwerke oder alternativ für ein weiteres Netzteil genutzt werden kann. Ein zweites Netzteil könnte vor allem für Übertakter oder sehr aufwendige Custom-Wasserkühlungen interessant sein.

Der Deckel des Lian Li PC-O11 Dynamic lässt sich sehr einfach demontieren indem zwei Schrauben werkzeuglos entfernt werden. Darunter kommt ein magnetischer Staubfilter zum Vorschein, der über den Montageslots liegt, die entweder drei 120-mm-Lüfter, zwei 140-mm-Lüfter oder Radiatoren bis zu 360 mm aufnehmen können. An der Unterseite des Gehäuses befindet sich ein sehr ähnlicher Ausschnitt samt Staubfilter, der natürlich für die gleiche Anzahl von Lüftern oder Radiatoren gedacht ist.

Kommen wir zum Innenraum des Lian Li PC-O11 Dynamic. Um zu diesem zu gelangen, muss zunächst der Deckel entfernt werden, der lediglich mit zwei Rändelschrauben befestigt ist. Anschließend können das Seitenpanel auf der Rückseite sowie die Scheiben an der Front und der linken Seite nach oben hin herausgehoben werden. Schon hat man Zugang zu allen Seiten des Gehäuses. Aufgrund des Zwei-Kammer-Aufbaus ist die Hauptkammer ohne System recht leer, denn hier sollen auch nur die optisch eindrucksvollen Hauptkomponenten wie Mainboard, Grafikkarte, Kühlung und bei Bedarf zwei SSDs zu sehen sein.

Dreht man das Gehäuse um, erhält man Einblick auf den Netzteilschacht und weitere Möglichkeiten, um Datenträger zu verbauen. Die in der Mitte befindliche Abdeckung hat direkt mehrere Funktionen. Einerseits lassen sich dahinter sehr gut alle möglichen Kabel verstauen und andererseits kann es einen weiteren 3,5″- oder 2,5″-Datenträger aufnehmen. Diese Abdeckung ist unten etwas schmaler geschnitten, damit das Hauptnetzteil ausreichend Platz hat und entsprechend dimensioniert sein kann. Hier merkt man, dass Lian Li bzw. der8auer sich durchaus Gedanken gemacht haben und jeden Zentimeter optimal nutzen wollten.

Eine Besonderheit des Lian Li PC-O11 Dynamic ist die versetzte Montageposition für Kühler an der Seite des Gehäuses. Dadurch soll der Platz erneut optimal genutzt werden. Durch den Versatz passen nämlich insgesamt drei 360-mm-Radiatoren in das Gehäuse. Normalerweise behindern sich solche oftmals an den Ecken, was hier jedoch nicht der Fall sein soll. Außerdem können weiterhin große bzw. lange Grafikkarten verbaut werden, da diese nicht von Radiatoren etc. in der Front gestört werden.

In der Hauptkammer sind die acht Steckplätze für Mainboard-Erweiterungskarten durch wiederverwendbare Abdeckungen geschützt. Direkt darüber befindet sich das einzige offensichtliche Lian Li Branding innerhalb des Gehäuses, was in Form einer silbernen Aluminiumplakette daherkommt. Da Roman „der8auer“ Hartung beim Design-Prozess ja ordentlich mitgeholfen hat, wird sein Markenzeichen an dieser Stelle natürlich ebenfalls präsentiert. Noch ein Stück höher können bei vielen Gehäusen weitere Lüfter verbaut werden. Hier ist das jedoch nicht der Fall, denn Lian Li lässt auch hier Platz für eventuelle Ausgleichsbehälter einer Wasserkühlung. Alternativ lassen sich evtl. doch 80- oder 90-mm-Lüfter verbauen. Dies konnten wir jedoch leider nicht testen, da uns ein solcher Lüfter aktuell nicht zur Verfügung steht.

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Roman

Gebürtiger Berliner mit großem Interesse an Technik & Gadgets, der auch gerne mal 1-2 Runden zockt. :)

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