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Life is Strange 2 – Episode 1: Roads im Test

Deine Entscheidungen haben Konsequenzen

Auch in der ersten Episode von Life is Strange 2 machen Entscheidungen und Konsequenzen einen Großteil des Spielerlebnisses aus. Ihr könnt entscheiden, wie Sean bestimmte Probleme oder Situationen löst. Das Spiel weist anfangs daraufhin, dass sich Seans Entscheidungen auf die Welt und seinen Bruder auswirken und das ist alles andere als lose daher gesagt, denn tatsächlich bekommt ihr im Laufe der Episode die Konsequenzen mancher Entscheidungen zu spüren. Das gilt nicht nur für reine Taten, sondern auch in Gesprächen mit anderen Charakteren entscheidet ihr, wie Sean reagiert.

Eine von vielen Entscheidungen

Dadurch werden einige Entscheidungen unfassbar schwer, besonders wenn es um moralisch fragwürdiges Verhalten geht oder es sich bereits erahnen lässt, dass das Resultat im späteren Spielverlauf potenziell unschöne Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Die ganze Tragweite von Seans Aussagen und Taten wird sich vermutlich erst im Laufe der folgenden Episoden offenbaren. Somit werdet ihr nach nahezu jeder Entscheidung mit einem nagenden Gefühl zurückgelassen, ob ihr wirklich das richtige getan habt oder eure Wahl noch bereuen werdet.

Ebenfalls bedacht werden die Geschehnisse aus dem ersten Life ist Strange-Teil. Habt ihr das Abenteuer um Max und Chloe bereits durchgespielt, könnt ihr dies beim Spielstart angeben und gespannt sein, was für Auswirkungen das hat. Neueinsteiger brauchen sich übrigens keine Sorgen machen, man muss nicht zwangsläufig die Vorgänger gespielt haben um „Roads“ in vollem Umfang erleben zu können, empfehlenswert ist es allerdings.

Gameplay, Grafik & Sound

Life is Strange 2 spielt sich ähnlich wie seine Vorgänger. Ihr bewegt Sean in der Third-Person-Perspektive mit Maus und Tastatur oder Controller durch die Welt, erkundet, entdeckt, redet mit anderen Charakteren und trefft kleine und große Entscheidungen. Daniel läuft unabhängig von Sean herum, schaut sich viele Dinge an und kommentiert diese. Dadurch wirken das schlichte Herumlaufen und Erkunden dynamischer, da ihr mit Sean aktiv auf Daniel reagieren könnt. Schaut Daniel sich gerade fasziniert einen Ameisenhaufen an, kann Sean dazukommen und etwas dazu sagen. Ist Daniel hingegen bereits anderweitig beschäftigt, wird Sean euch lediglich seine Gedanken zu den Ameisen mitteilen. Es kann sich also lohnen den kleinen Bruder im Auge zu behalten, was ebenfalls in der Steuerung bedacht wurde, ihr könnt per Tastendruck nach Daniel sehen oder ihn rufen.

Es gibt wieder viel zu entdecken

Sorgfältiges Erkunden wird belohnt. Wer sich aufmerksam genug umsieht findet Souvenirs mit denen Seans Rucksack personalisiert werden kann. Habt ihr ein Fundstück verpasst, ist das kein Problem. Ihr könnt einzelne Abschnitte im „Sammlermodus“ nachspielen um eure Kollektion zu vervollständigen. Des Weiteren bietet euch auch dieser Teil wieder die Möglichkeit an verschiedenen Stellen im Spiel innezuhalten, den Protagonisten seinen Gedanken nachhängen zu lassen, die Musik zu genießen und einfach mal nichts zu tun.

Grafisch bleibt Life is Strange 2 dem Stil der Reihe treu und dabei wirken die Level sogar noch liebevoller und detaillierter als in den vorangegangenen Titeln. Der Soundtrack untermalt dazu die jeweilige Atmosphäre perfekt ohne dabei zu aufdringlich zu sein. Das Spiel beinhaltet eine sehr gelungene englische Sprachausgabe. Bei den Untertiteln stehen neben Deutsch noch sieben weitere Sprachen zur Auswahl.

Sonnenuntergang im Wald

Technisch läuft das Spiel größtenteils reibungslos, lediglich an einigen wenigen Stellen stolpert man eventuell über die Kamerasteuerung. Größere Bugs sind während des Tests ausgeblieben. In einem Dialog hat sich Daniels Charaktermodell in die Kamera geschoben und einmal bewegte sich Sean plötzlich von selbst. Derartige Mängel sind jedoch so marginal, dass sie dem Gesamtspielerlebnis nichts abtun.

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