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Linksys WRT32X: Gaming-Router mit Killer-Engine im Test

Benutzeroberfläche des Linksys WRT32X

Bevor der Router genutzt werden kann, muss er zunächst eingerichtet werden. Hierzu steht eine in deutscher Sprache verfügbare Benutzeroberfläche zur Verfügung, die übersichtlich gestaltet ist, durch die Installation führt und im Anschluss viele mehr oder minder relevante Informationen zur Verfügung stellt.

Zunächst muss ein Netzwerk eingerichtet werden, dem ein individueller Name sowie ein Passwort zugeteilt werden. Im Anschluss wird ein Administrationszugang eingerichtet, über den die bereits erwähnten Informationen abgerufen sowie diverse Einstellungen vorgenommen werden können.

Ist die Einrichtung erfolgt, gelangt der Nutzer ins Dashboard, das die Verwaltungszentrale des Netzwerks darstellt. Hier werden grafisch aufbereitet Informationen über die aktuelle Up- und Downloadgeschwindigkeit, sowie über die verbundenen Geräte zur Verfügung gestellt. Der Nutzer kann zudem einen Geschwindigkeitstest durchführen und Auskunft über die Anzahl der killerfähigen sowie über die Anzahl der priorisierten Geräte erhalten.

Unter dem Reiter “WLAN-Einstellungen“ können – wenig überraschend – Einstellungen vorgenommen werden. Hier besteht für versierte Nutzer beispielsweise die Möglichkeit, die Standardeinstellungen bezüglich des Sicherheitstyps, der WLAN-Kanäle, der Frequenzbänder und des WLAN-Modus zu verändern. Außerdem kann ein separater Gastzugang mit eigenem Nutzernamen und Kennwort angelegt werden.

Mit einem Klick auf den Reiter “Geräte“ gelangt der Anwender in eine Übersicht aller verbundenen Geräte. Hinter “Priorisierung“ verbirgt sich die spannendste Funktion des Gaming-Routers, die ihn einzigartig machen soll. Hier lässt sich herausfinden, wie viele killerfähige Geräte mit dem Netzwerk verbunden sind. Darüber hinaus lässt sich der Datenverkehr einzelner Geräte manuelle priorisieren. Diese manuelle Priorisierung ermöglicht es, auch Geräte, die nicht killerfähig sind, zu priorisieren und stellt somit einen großen Pluspunkt des Routers dar. Die Priorisierung erfolgt letztendlich auf simplem Wege: Die einzelne Geräte werden mit der Maus angeklickt und in das „Higher priority“-Feld gezogen.

Weiterhin können über die Benutzeroberfläche erweiterte Einstellungen vorgenommen werden. Hier bieten sich beispielsweise Möglichkeiten, statische IP-Adressen zu vergeben, eine Port-Weiterleitung einzurichten, einen VPN-Klienten zu verbinden oder auf externen Speicher zuzugreifen.

Insgesamt ist die Benutzeroberfläche sehr nutzerfreundlich gestaltet. Die meisten Funktionen sind selbsterklärend. Kleinere Texte und Hinweise erleichtern die Bedienungen und geben Hilfe bei Unklarheiten. Die gesamte Oberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet, gut strukturiert und bietet dem Nutzer zahlreiche Möglichkeiten. Sowohl Laien als auch versierte Anwender dürften sich ob des sinnvollen Aufbaus freuen.

Geschwindigkeit und Ping

Die angegebenen theoretischen WLAN-Geschwindigkeiten sind erwartungsgemäß fernab der tatsächlich erzielten. Dies ist jedoch keine Problematik, die ausschließlich den getesteten Router betrifft. Prinzipiell gilt diese Rüge für beinahe jeden Router. Aus Werbegründen arbeiten die Hersteller mit theoretischen Werten, deren Angabe zwar legitim ist, die in der Praxis jedoch nicht erreicht werden können.

So gibt Linksys eine maximal mögliche Geschwindigkeit “unschlagbaren 3,2 Gbit pro Sekunde“ an. Zunächst einmal ist diese Aussage aufgrund des zuvor genannten Sachverhaltes zu revidieren. Darüber hinaus bemerkt der aufmerksame Leser, dass es sich um eine klassische „bis zu“-Aussage handelt, die somit nicht ausschließt, dass in der Praxis wesentlich niedrigere Geschwindigkeiten erzielt werden – lediglich höhere werden ausgeschlossen.

In Praxistests liegt die maximal erreichte Geschwindigkeit bei etwa 650 Mbit pro Sekunde. Durchschnittlich kann mit einer Geschwindigkeit von ca. 140 Mbit pro Sekunde gerechnet werden. Mit killerfähigen Geräten und entsprechender Priorisierung und auch in allen anderen relevanten Bereichen besten Voraussetzungen lassen sich hingegen wie bereits erwähnt auch deutlich höhere Geschwindigkeiten erzielen. Die erzielten Geschwindigkeiten sind darüber hinaus selbstverständlich von den räumlichen Gegebenheiten abhängig, da es sich um ein WLAN-Signal handelt. Insgesamt sind sie als gut zu bezeichnen.

Hinsichtlich des Pings ist zu sagen, dass Linksys davon spricht, ihn um bis zu 77 Prozent reduzieren zu können. Auch hierfür ist die Killer-Priorization-Engine verantwortlich. In Tests zeigt sich, dass bei passendem Equipment tatsächlich ein deutlich niedrigerer Ping erreicht werden kann als mit anderen Routern. Auch hier müssen jedoch wieder optimale oder zumindest annähernde optimale Bedingungen gegeben sein. Tatsächlich kann der Ping also reduziert werden – um wie viel Prozent diese Reduzierung erfolgt, lässt sich nicht exakt beziffern. Besonders bei gleichzeitigen Downloads, also wenn das Netzwerk ausgelastet ist, ist der Unterschied spürbar. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die in der Werbung verwendeten „bis zu“-Angaben nicht annähernd erreicht werden. Dennoch fällt das Testergebnis erfreulich aus.

Insgesamt handelt es sich also um einen recht schnellen Router mit angenehmen Pingzeiten, der Gamern also durchaus einen Nutzen bringen dürfte. Ob die gegebenen Versprechen als eingehalten betrachtet werden, ist letztendlich eine Frage der Perspektive. Da es sich um Maximalangaben handelt, hält Linksys alle Versprechen rein formal ein. Wer tatsächlich WLAN-Geschwindigkeiten von “unschlagbaren 3,2 Gbit pro Sekunde“ und einen um 77 Prozent reduzierten Ping erwartet, wird jedoch enttäuscht werden. Wer einen schnellen Router erwartet, der die Pingzeit spürbar senkt, kann hingegen unbesorgt zum WRT32X greifen – in diesem findet er einen solchen.

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Linksys WRT32X AC3200 Dual-Band Gaming WLAN Router
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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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