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LTE-Ausbau der Berliner U-Bahn soll staatlich finanziert werden

In einem Interview mit der Berliner Morgenpost erklärte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), dass „Berlinerinnen und Berliner schon viel zu lange auf den Ausbau des Netzes in der U-Bahn durch Telekommunikationsunternehmen“ warten. Aus diesem Grund erfolgt der LTE-Ausbau im gesamten U-Bahn-Netz der Hauptstadt nun mit staatlichen Mitteln. Laut Pop soll der Ausbau dank der Finanzierung aus öffentlichen Mitteln ab Mitte 2019 abgeschlossen sein, so dass alle Fahrgäste der BVG LTE benutzten können, wenn sie mit der U-Bahn unterwegs sind.

Eigentlich sollte der Ausbau laut einer Ankündigung vom Oktober 2017 durch die Netzbetreiber Vodafone, Telefónica Deutschland und die Deutsche Telekom erfolgen. Die drei Unternehmen kündigten vor über einem Jahr an, dass anstatt separater Netze gemeinsam finanzierte BTS-Hotels (BTS – Base Transceiver Station) installiert werden sollen, um die U-Bahn mit schnellem Internet zu versorgen. Der angekündigte Ausbau erfolgte dann aber laut der Berliner Morgenpost aufgrund der enormen Kosten doch nicht.

Derzeit können ausschließlich Telefónica-Kunden LTE in großen Teilen der Berliner U-Bahn nutzen. Vodafone und Telekom stellen in der U-Bahn nur ein GSM-Netz bereit mit dem das Internet nur via GPRS und EDGE genutzt werden kann.

Der Ausbau des LTE-Netz wurde von BVG-Sprecherin Petra Reetz gegenüber der Berliner Morgenpost bestätigt. Dieser soll jedoch nicht bis Mitte 2019, sondern bis Ende 2019 abgeschlossen sein, da eine Bauzeit von rund einem Jahr erwartet wird. Dies liegt vor allem am parallelen U-Bahnbetrieb in den Tunneln, der Bauarbeiten deutlich verzögert.

Die Finanzierung wird auch einem Budget für „Sondervermögen für Investitionen des Landes Berlin“ gestemmt. Der Netzanbieter Telefónica erhält dafür voraussichtlich rund zwei Millionen Euro. Das fertige Netz soll dann auch von Vodafone und Telekom genutzt werden dürfen. Gegenüber der EU-Kommission wurde der staatliche Eingriff mit Marktversagen begründet.

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