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Luftverschmutzungssensor für die Hosentasche: Atmotube lässt auf der IFA durchatmen

20.000 Mal atmen wir pro Tag ein und aus – die wenigsten von uns tun dies jedoch bewusst. Dabei ist die vermeintlich frische Luft oftmals verschmutzter als wir glauben. Gerade Berlin ist von Stickoxid-Belastung nahezu flächendeckend betroffen und weltweit sterben jährlich rund 3,3 Millionen Menschen an den Folgen verschmutzter Luft. Kein Wunder also, dass in China bereits öffentliche Warnungen, Atemmasken und Ausgangssperren eingesetzt werden, um die Bevölkerung zu schützen. Doch auch die heimische Raumluft kann trügerisch sein: Zigarettenqualm, mangelnde Lüftung und Kunststoffe in Baustoffen und Möbeln können ebenfalls krank machen. Die Folge: Kopfschmerzen, Asthma, Allergien und Atemwegserkrankungen sind auf dem Vormarsch.

Smarter Sensor für die Hosentasche

Für dieses Thema sensibilisieren will nun ein smartes Messgerät, das sich in diesem Jahr in zwei neuen Versionen auf der IFA präsentiert. In Halle 26 an Stand 178 stellen die Gründer von Atmotube die zwei neuesten Exemplare ihrer intelligenten Luftverschmutzungssensoren vor. Atmotube Plus und Atmotube Pro sind kleine Zylinder aus Titan, passen bequem auf eine Handfläche und ermitteln automatisch Kohlenmonoxid und über 50 flüchtige, organische Verbindungen, sogenannte VOCs – dazu gehören auch Allergene. In der Pro Variante kann Atmotube auch die Feinstaubbelastung messen. Mittels einer App werden diese Daten in Echtzeit per Bluetooth aufs Smartphone übertragen und visualisiert. Dabei zeigt eine Skala von 0 bis 100 an, wie sauber die Luft ist. In der App sieht der Nutzer zudem eine Karte seiner Stadt und bekommt einen Überblick welche Gegenden besonders verschmutzt sind. Ist die Luftqualität in der unmittelbaren Nähe sehr schlecht, so warnt sogar ein Alarm. Wer kein Smartphone besitzt, kann Atmotube dennoch nutzen: Auf der Vorderseite der Geräte zeigt eine LED-Leuchte per Farbampel die jeweilige Luftqualität an. Bei blau ist die Luft rein, bei rot stark verschmutzt.

Langfristig Leben retten, kurzfristig aufatmen lassen

Bei Atmotube handelt es sich mitnichten um ein reines Lifestyle Gadget. Das vom kalifornischen Start-up „NotAnotherOne” entwickelte Messgerät soll langfristig für das Thema Luftqualität sensibilisieren. Die Idee zu Atmotube kam den Gründern Vera Kozyr und Igor Mikhnenko in einer Zeit, in der sie beruflich und privat viel auf Reisen waren. In einigen der Städte und Orte in denen sie Zeit verbrachten, war das Thema Luftverschmutzung allgegenwärtig, aber beiden fehlte ein Werkzeug, um den tatsächlichen Grad des Problems zu messen und etwaige Gegenmaßnahmen vorzunehmen. „Unsere menschlichen Sinne und Wahrnehmung reichen einfach nicht aus, um Luftverschmutzung realistisch einzuschätzen. Das ist  insofern bedenklich, da wir ihr tagtäglich ausgesetzt sind. Bevor wir anfingen Atmotube zu entwickeln, gab es schlichtweg kein geeignetes Werkzeug um in Echtzeit die Qualität der eigenen Umgebungsluft zu ermitteln”, erklärt Mitgründerin Vera Kozyr. „Uns war klar, dass ein Tool wie Atmotube für jeden geeignet sein muss – das heißt wir mussten ein Gerät entwickeln, das tragbar und stilvoll ist. Daher war uns ergonomisches Design ebenso wichtig wie Belastbarkeit, exzellente Sensorik und einfache Handhabung”, ergänzt Mitgründer Igor Mikhnenko.

Mit der nun möglichen Messung von Luftqualität in Echtzeit wollen die Macher Menschen weltweit dabei helfen, Gesundheitsrisiken durch Luftverschmutzung frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dabei eignet sich das kleine High-Tech-Gerät nicht nur besonders für Asthmatiker, Allergiker und Lungenkranke, sondern auch für Eltern von Kleinkindern sowie für ältere Menschen. Ihnen kann Atmotube sofort dabei helfen aufzuatmen.

Neue Generationen mit integrierter Wetterstation und verbesserter Sensorik

Die erste Atmotube Gerätegeneration wurde 2015 über Crowdfunding finanziert. Drei Jahre später gehen nun zwei neue Versionen an den Start. Atmotube Plus wurde um eine noch genauere Sensorik, eine zusätzliche integrierte Wetterstation (barometrische Druck- und Höhensensoren) und um eine höhere Antennenleistung (bis zu 10 Meter) verbessert. Ebenfalls optimiert wurden Batterielaufzeit und Tragbarkeit des Gerätes. In der Atmotube Pro Variante wurden über diese Verbesserungen hinaus sogar PM1, PM 2.5 und PM10 Sensoren verbaut, um Feinstaub, Pollen, Rußpartikel und Schimmelpilzsporen zuverlässig zu erkennen. Zunächst wird das Start-up beide Geräte am 4. September auf Indiegogo launchen. Interessierte Kunden können mit Rabatten von bis zu 40 Prozent vorbestellen. Nach offiziellen Verkaufsstart werden beide Versionen über die Website für 99 Euro (Atmotube Plus) und 189 Euro (Atmotube Pro) erhältlich sein.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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