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„Need for Speed Payback“ Test: Volle Kraft voraus? Leider nicht ganz!

Bereits seit 1994 existiert die beliebte Rennspielserie „Need for Speed“. Nun erscheint mit dem Ableger „Payback“ der mittlerweile 24. Ableger dieser Serie. Nachdem die Entwickler mit dem eher misslungenen Vorgänger die Missgunst ihrer sonst treuen Fans auf sich gezogen hatten, wollen sie nun mit „Payback“ Wiedergutmachung betreiben. So wirkt das Spiel mit einer schier unendlich wirkenden offenen Spielwelt, zahlreichen Missionen und den bisher umfangreichsten Tuningmöglichkeiten auf den ersten Blick extrem attraktiv. Der folgende Testbericht soll klären, inwiefern Electronic Arts die hohen Erwartungen der zahlreichen Anhänger mit dem neuesten Teil der „Need for Speed“-Reihe erfüllen kann.

Selbstverständlich besteht das Spiel nicht bloß aus einer Aneinanderreihung einzelner Rennen. Diese sind in eine interessante Rahmenhandlung rund um Freundschaft, Verrat und die Leidenschaft für schnelle Autos eingebettet. So macht der Spieler zunächst mit einer vier Personen umfassenden Gruppe von Autoenthusiasten Bekanntschaft. Drei dieser Figuren können in der Spielwelt aktiv gesteuert werden. Bei diesem Trio handelt es sich um Tyler Morgan, den Anführer der Gruppe, Sean McAllister, einen leidenschaftlichen Straßenrennfahrer und Jessica Miller, eine Profipilotin, die in Konflikt mit dem Gesetz lebt. Komplettiert wird das Quartett der Protagonisten durch den Automechaniker Rav. Dieser greift jedoch zu keinem Zeitpunkt aktiv in das Geschehen ein. So bleibt er das gesamte Spiel über eher im Hintergrund der Handlung, obwohl er strenggenommen zu den Hauptfiguren zählt.

Die Geschichte ist für ein derartiges Spiel typisch und daher recht schnell erzählt: Nachdem ein Auftrag gewissermaßen „aus dem Ruder läuft“ plant die Gruppe eine Racheaktion, welche jedoch gründlich vermasselt wird. In der Folge wird Tyler als Kopf der Gruppe zur Zielscheibe der durch die misslungenen Aktionen gewonnenen Gegner. Selbstverständlich lässt der Streetracer diese Schmach nicht auf sich sitzen. Er sinnt weiterhin nach Rache und will diese zusammen mit seinen Kumpanen mit allen Mitteln umsetzen.

In der offenen Spielwelt stehen zahlreiche Events zur Wahl, die gemeistert werden müssen, um an die Spitze der Rennszene der Stadt zu gelangen. Je weiter der Spieler kommt, desto höher werden die Ansprüche an seine Fahrkünste. Auch die genutzten Autos müssen in regelmäßigen Abständen an die gestiegenen Ansprüche angepasst werden. Hierzu steht ein, im Vergleich zur Konkurrenz, kleiner Fuhrpark zur Verfügung, aus dem verschiedene Fahrzeuge ausgewählt werden können. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen jedoch auch verschiedenste Tuningmethoden angewendet werden.

Umgesetzte Tuningmaßnahmen machen sich in der Praxis recht deutlich bemerkbar. Im Vergleich mit anderen Teilen der Rennserie schlägt das Tuning überraschend stark zu Buche – die vorgenommenen Veränderungen werden sofort umgesetzt und führen zu einer deutlich gesteigerten Leistungsfähigkeit des Autos.

Negativ fällt jedoch auf, dass einige spektakuläre Extras nur nach überdurchschnittlichem Einsatz zur Verfügung stehen – oder gegen echtes Geld. Vor allem optische Verbesserungen der Rennwagen können nur durch großen Zeitaufwand erreicht werden, wenn kein echtes Geld investiert werden soll.

Die offene Spielwelt

„Need for Speed Payback“ überzeugt zudem durch eine riesige offene Spielwelt. Während die Spielwelt in der Vergangenheit immer recht eng umgrenzt war, stehen dem Spieler nun sehr viele Möglichkeiten offen. Er kann sich innerhalb der fiktiven Stadt vollkommen frei bewegen und stößt nur selten auf Grenzen. Diese deutliche Erweiterung der Spielwelt hat eine gestiegene Spielfreude zur Folge. Durch die vielen Möglichkeiten, die sich innerhalb der Stadt bieten, kann „Payback“ wesentlich länger gespielt werden als vorangegangene Teile.

Der Spielspaß beschränkt sich indes nicht auf das Erkunden der Welt. Hier können zahlreiche Challenges gemeistert und Rekorde aufgestellt werden. So besteht die Möglichkeit, Drift-Challenges, kurze Wettrennen, Sprintstrecken oder Sprünge von Rampen zu meistern.

Darüber hinaus können Pokerchips gesammelt und Plakatwände zerstört werden – beinahe unbegrenzte Möglichkeiten also. Ein besonderes Highlight stellen die an vielen Orten der Stadt abgestellten Schrottautos dar. Diese können eingesammelt und hergerichtet werden. Auf diese Weise gelangen die Spieler beinahe kostenlos an wahre Schmuckstücke.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin und arbeite bei Caseking.

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