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Neues Messtool der Bundesnetzagentur zur Breitbandmessung

Die Bundesnetzagentur hat im Rahmen einer breit angelegten Untersuchung ermittelt, dass mehr als ein Viertel aller Internetanschlüsse in Deutschland langsamer ist, als vom Provider versprochen und somit vom Kunden bezahlt.

Viele Internetnutzer haben das Gefühl, von ihrem Internetprovider nicht die versprochene Leistung zu erhalten. Die Ergebnisse der Untersuchung der Bundesnetzagentur geben einem nicht zu unterschätzenden Teil dieser Kunden nun recht. Erhält der Kunde nur einen Bruchteil der vertraglich vereinbarten Geschwindigkeit, ist er also kein Einzelfall. Doch der subjektive Eindruck einer zu langsamen Internetverbindung eignet sich in der Regel nicht als Grundlage für ein klärendes Gespräch mit dem verantwortlichen Provider.

Die Bundesnetzagentur stellt nun ein Messtool zur Verfügung, mit dem Nutzer die Geschwindigkeit ihrer Internetverbindung messen können. Die im Rahmen dieser Messung ermittelten Daten sind absolut verlässlich und können von getäuschten Kunden eingesetzt werden, um Beschwerden bei ihrem Provider mit belastbaren Fakten zu untermauern.

Das Werkzeug zur Breitbandmessung steht bereits seit längerer Zeit unter breitbandmessung.de zur Verfügung. Nun veröffentlicht die Bundesnetzagentur es auch als Desktopversion für Windows, Mac und Linux. So soll das Programm bekannter und verbreiteter werden. Die Nutzung ist kostenlos.

Wer verlässliche Daten zur Geschwindigkeit seines Internetanschlusses erhalten will, muss zunächst die Voraussetzungen für einen validen Test schaffen. Hierzu müssen zunächst alle relevanten Daten, die die Verbindung betreffen, eingegeben werden. Dazu zählen etwa der Anbieter, der genutzte Tarif und die maximale Datenrate. Die minimale und normale Datenrate müssen zwar nicht zwingend eingegeben werden, sind jedoch ebenfalls hilfreich.

Nachdem all diese Daten, die sich in der Regel im sog. Produktinformationsblatt finden lassen, eingegeben sind, müssen die technischen Voraussetzungen für den Test geschaffen werden. Die Messung ist mit der Desktop-Version nur möglich, wenn der genutzte Computer per Kabel mit dem Router oder Modem verbunden ist. Eine Messung über WLAN ist nicht möglich. Das WLAN-Modul muss während der Messung sogar abgeschaltet werden, um etwaige Störungen zu vermeiden.

Wird die Geschwindigkeit per Notebook gemessen, muss dieses ebenfalls per Kabel mit dem Router oder Modem verbunden sein. Darüber hinaus muss es mit dem Stromnetz verbunden sein. Andere Programme dürfen während der Messung nicht verwendet werden.

Die Bundesnetzagentur empfiehlt, über zwei Tage hinweg ungefähr zwanzig Messungen vorzunehmen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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