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Neurovoider: Twinstickshooter meets Indie-RPG

Die Entwickler von „Flying Oak Games“ arbeiteten seit vielen Jahren als Freelancer in der Spielbranche und waren an vielen kleinen Projekten beteiligt. Nun erscheint mit Neurovoider das erste eigene Spiel der zwei Freunde. Nach eigenen Angaben handelt es sich um das bisher größte Projekt der beiden. Die Idee entstand nach eigenen Angaben aufgrund von Pizza.

Neurovoider ist auf den ersten Blick ein normaler Twin-Stick-Shooter, auf den zweiten Blick aber auch ein Rogue-like RPG mit Einflüssen eines klassischen Diablo, mit ein paar Besonderheiten. Gesteuert wird dabei entweder per Maus und Tastatur oder auch per Gamepad. Den Spielern stehen hierbei drei Klassen zur Verfügung, welche sich auf die traditionellen Rollen Tank, DD und Support aufteilen. Zur weiteren Spezialisierung können diese Klassen mit Items und Ausrüstung verbessert werden. Weitere Kosten entstehen für den Spieler hier jedoch nicht. Das Spiel kann aktuell von bis zu vier Spielern an einem Rechner gespielt werden. In Zukunft soll jedoch auch eine Onlinefunktion umgesetzt werden.

image Die Grafik des Spiels besticht durch einen düsteren 8Bit-Stil. Leider geraten die prozedural generierten Kulissen jedoch manchmal etwas zu düster und monoton für unseren Geschmack. Übrigens sind auch alle Gegner zufallsgeneriert und es stehen somit über 8000 Variationen zur Verfügung.

Das Gameplay teilt sich in zwei Phasen auf. Während des eigentlichen Spiels erlebt der Spieler einen schnellen und fordernden Shooter. Der Zugriff auf das Inventar ist hier nicht möglich, um den Spielfluss nicht zu bremsen. Die bereits erwähnten Klassen sind drei verschiedene Mechs, welche der Spieler, dargestellt durch ein herumhüpfendes Gehirn, besteigen kann. Solltet den Spieler nun im Lauf eines Levels der Tod ereilen, verbleibt er in Form des Gehirns, er kann so noch Items aufsammeln und Gegner wegstoßen um seine Kameraden zu unterstützen. Zusätzliche Abwechslung bringen verschiedene Spielumgebungen, wie rutschiges Eis, die sich auf das Gameplay auswirken.

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Ist ein Level geschafft, beginnt die zweite Phase, in welcher Spieler ihre Ausrüstung managen und verkaufen sowie Erfahrungspunkte in neue Fähigkeiten investieren können. Zudem kann in eine der anderen beiden Klassen gewechselt werden. Ist das geschafft, generiert das Spiel ein neues zufälliges Level. Anhand verschiedener Attribute, wie Loot-Menge und Größe, kann der Spieler entscheiden ob er einen Reboot ausführen möchte. Dies ist bis zu 3 mal möglich und bedeutet, dass ein neues Level generiert wird. In seltenen Fällen stößt der Spieler so auf besondere Bosskampf-Level, wobei hier das gesamte Level nur aus Bossgegnern besteht, welche besonders viel Loot versprechen. Im Interview erklärten uns die Entwickler, dass das richtige Loot der einfachste Weg zum Erfolg in Neurovoider ist.

Unser Eindruck von Neurovoider ist gut. Obwohl das Spiel noch als Beta gehandelt wird, wirkt es ausgereift. Die Entwickler sammeln regelmäßig Feedback von einer aktiven Community und setzen diese Anregungen ins Spiel um. Die Hardwareanforderungen von Neurovoider sind so gering, dass praktisch jeder moderne PC ausreichen sollte. Ist das Spiel einmal für knapp 10 € gekauft, sind alle weiteren DLC kostenfrei. Die Entwickler versprechen jedoch auch nach dem endgültigen Release weiter neue Inhalt zu produzieren. Da es sich bei Neurovoider um eine Beta handelt ist das Spiel bisher nur im „Steam Early-Access“ erhältlich.

Pro

+ Soundtrack
+ Spielidee

Contra

– teilweise eintönige Umgebung

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Milan Stuhlsatz

Ich bin Milan und seit Anfang 2015 bei Basic-Tutorials. Wie die meisten hier interessieren mich Technik, Hardware, Software und Gaming. Daher auch meine Entscheidung Informatik zu studieren. Ich bin gebürtiger Kölner, lebe jedoch momentan in Lübeck und genieße das Studentenleben.

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