Acer Googlebook 14: Neues Convertible mit OLED-Display und Gemini-KI ab 1.249 Euro

Philipp Briel
Philipp Briel · 5 Min. Lesezeit
Acer Googlebook 14
Bild: Acer

Das Acer Googlebook 14 ist ab dem 5. Oktober 2026 in Deutschland für 1.249 Euro erhältlich und damit eines der ersten Geräte aus Googles neuer Googlebook-Reihe, die den Chromebook-Nachfolger markiert. Statt auf ChromeOS setzt Acer hier auf ein Android-basiertes System mit tief integrierter Gemini-KI, einem 14 Zoll großen OLED-Touchscreen und einem 360-Grad-Scharnier, das den Laptop zum Tablet macht.

Im Folgenden findet ihr, was hinter dem Namen Googlebook steckt, was das Acer-Modell technisch bietet, was es kostet und für wen sich der Umstieg schon jetzt lohnt.

Was ist ein Googlebook? Der Chromebook-Nachfolger kurz erklärt

Google tauscht mit den Googlebooks das Fundament seiner Notebook-Plattform aus: Statt des webzentrierten ChromeOS läuft auf den neuen Geräten ein Android-Unterbau, der um Desktop-Funktionen wie Fenstermanagement, Maus- und Tastatursupport sowie Multitasking für große Displays erweitert wurde. Google positioniert die Reihe klar als KI-Plattform: Jedes Googlebook ist auf die KI-Assistentin Gemini zugeschnitten und bringt ein Jahr Google AI Pro inklusive Cloud-Speicher mit.

Acer Googlebook 14
Bild: Acer

Zum Marktstart sind neben Acer auch Asus, Dell, HP und Lenovo mit eigenen Googlebook-Modellen vertreten, als Chip-Partner treten Intel, MediaTek und Qualcomm auf. Wie anders sich das Ganze gegenüber den klassischen ChromeOS-Geräten anfühlt, merkt man schnell im Vergleich zu Acers bisheriger Chromebook-Reihe, etwa dem Spin 713 und Spin 311: Android statt Chrome-Browser als Unterbau ist ein echter Bruch, kein Facelift.

Preis und Verfügbarkeit: Was kostet das Acer Googlebook 14?

In Deutschland kostet das Acer Googlebook 14 zum Marktstart 1.249 Euro, aktuell allerdings nur in einer einzigen Konfiguration mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher. Laut Notebookcheck bietet Acer damit in vielen Märkten das preiswerteste Modell der gesamten Googlebook-Reihe an. In Deutschland liegt das Gerät mit 1.249 Euro jedoch knapp über dem HP Googlebook 14, das laut Netzwelt bereits ab 1.199 Euro zu haben ist. Die anderen Launch-Modelle sind noch etwas teurer:

Modell Startpreis (Deutschland)
HP Googlebook 14 ab 1.199 Euro
Acer Googlebook 14 ab 1.249 Euro
Lenovo Googlebook 15 ab 1.379 Euro
Asus Googlebook 14 ab 1.399 Euro

In den USA startet das Acer-Modell günstiger bei 899 US-Dollar, allerdings mit abweichender Basisausstattung und ohne die in Europa übliche Mehrwertsteuer. Verkaufsstart ist der 5. Oktober 2026 in Deutschland, weitere europäische Märkte und Kanada sollen im Laufe des Oktobers folgen, Australien im November. Vorbestellungen sind bereits über den Google Store und ausgewählte Händler möglich.

Technische Daten des Acer Googlebook 14

Herzstück ist ein Intel-Core-Ultra-Prozessor der neuen Panther-Lake-Generation, wahlweise als Core Ultra 5 325 oder Core Ultra 7 355. Zur aktuell erhältlichen Konfiguration gehören 16 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und 512 GB NVMe-Speicher, laut Acer sind Ausbaustufen bis 32 GB RAM technisch vorgesehen, aber noch nicht verkäuflich.

Acer Googlebook 14
Bild: Acer
Ausstattung Details
Prozessor Intel Core Ultra 5 325 / Core Ultra 7 355 (Panther Lake)
Arbeitsspeicher 16 GB LPDDR5X (bis 32 GB vorgesehen)
Speicher 512 GB NVMe SSD
Display 14 Zoll WQXGA+ OLED, 2880 × 1800 Pixel, 120 Hz, 16:10
Akku 71 Wh, bis zu 16 Stunden
Gewicht 1,14 kg
Bauhöhe 13,9 mm
Anschlüsse 3× USB-C (1× Thunderbolt 4), 3,5-mm-Klinke, WLAN 7, Bluetooth

Design: OLED-Convertible mit Stylus-Support

Mit seinem 360-Grad-Scharnier ist das Acer Googlebook 14 laut Hersteller das einzige Convertible der gesamten Googlebook-Startaufstellung. Alle anderen Launch-Modelle sind klassische Clamshell-Notebooks. Das 14 Zoll große OLED-Panel löst mit 2880 × 1800 Pixeln im Seitenverhältnis 16:10 auf, unterstützt 120 Hz und deckt den DCI-P3-Farbraum ab. Dazu kommt Unterstützung für Stifte nach dem USI-2.0-Standard, was das Gerät auch für Notizen und einfache Bildbearbeitung interessant macht. Bei 13,9 Millimetern Bauhöhe und 1,14 Kilogramm Gewicht bleibt das Convertible trotz des drehbaren Displays angenehm handlich.

Akku, Sicherheit und Anschlüsse

Der 71-Wh-Akku soll laut Acer bis zu 16 Stunden im Websurf-Betrieb beziehungsweise 14 Stunden Videowiedergabe durchhalten und lässt sich über eine der drei USB-C-Buchsen schnellladen. Eine davon unterstützt Thunderbolt 4 für externe Displays oder schnellen Datentransfer. Für Sicherheit sorgen ein Fingerabdrucksensor und ein Google-Titan-C2-Sicherheitschip, der Anmeldedaten und Verschlüsselung auf Hardware-Ebene absichert. WLAN 7 und Bluetooth sorgen für zeitgemäße Konnektivität, dazu kommen nach oben ausgerichtete Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Atmos-Unterstützung.

Gemini-KI und Software: Was steckt hinter dem Googlebook-Versprechen?

Google positioniert die komplette Googlebook-Reihe als KI-erstes Notebook-Konzept: Die KI-Assistentin Gemini ist tief ins Betriebssystem integriert und soll unter anderem beim Zusammenfassen von Dokumenten, der Bildbearbeitung und der Steuerung von Android-Apps auf dem großen Bildschirm helfen. Käufer erhalten zwölf Monate Google AI Pro inklusive 5 TB Cloud-Speicher sowie zeitlich begrenzten Zugang zu YouTube Premium und Adobe-Anwendungen. Gemini wandert dabei nicht nur in Notebooks: Auch der kommende Fitbit Charge 7 soll über Wear OS an die KI angebunden werden.

Wer bislang mit klassischen ChromeOS-Geräten zufrieden war, muss sich umstellen: Statt des schlanken Chrome-Browsers als Basis läuft künftig ein vollwertiger Android-Unterbau, was mehr Kompatibilität mit Play-Store-Apps verspricht, aber auch ein anderes Bedienkonzept mitbringt.

Fazit: Lohnt sich das Acer Googlebook 14?

Das Acer Googlebook 14 ist zum Start der neuen Googlebook-Reihe eines der attraktivsten Angebote: OLED-Display, Convertible-Formfaktor, USI-Stift-Support und ein potenter Panther-Lake-Prozessor gibt es bei der Konkurrenz meist nur gegen Aufpreis. Mit 1.249 Euro liegt das Gerät zwar nicht ganz am unteren Ende der Googlebook-Reihe, dafür bekommt man für die 50 Euro Aufpreis gegenüber dem HP-Modell all das gleich mit dazu. Ob sich der Umstieg von einem eingespielten Chromebook oder einem klassischen Windows-Notebook lohnt, ist eine andere Frage: Wer am Android-Unterbau und der Gemini-Integration hängt, wird hier glücklich, wer einfach nur einen zuverlässigen Zweitlaptop will, kann auch erst mal abwarten. Ein wirklich belastbares Urteil gibt es sowieso erst nach dem Marktstart am 5. Oktober, wenn die ersten Testgeräte da sind.