Apple hat die AirPods 5 vorgestellt, und die größte Neuerung ist schnell erklärt: Die günstigsten AirPods bekommen erstmals aktive Geräuschunterdrückung, obwohl sie offen im Ohr sitzen und nicht abdichten wie die AirPods Pro. Laut Apple filtern sie bis zu 50 Prozent mehr Umgebungsgeräusche heraus als die AirPods 4. Vorbestellungen laufen bereits, ab dem 18. September 2026 liegen die Ohrhörer in mehr als 65 Ländern in den Regalen.
Was an den AirPods 5 neu ist
Bislang war aktive Geräuschunterdrückung den AirPods Pro vorbehalten, die mit Ohrpassstücken die Gehörgänge abdichten. Bei den AirPods 5 setzt Apple auf eine neue akustische Multiport-Architektur, die auch ohne Dichtung nennenswert Umgebungslärm herausrechnen soll. Dazu kommt ein überarbeiteter adaptiver EQ, der den Klang an die jeweilige Ohrform anpasst, sowie ein verbesserter Transparenzmodus für Momente, in denen man die Umgebung bewusst hören will.
Adaptive Audio wechselt je nach Situation automatisch zwischen ANC und Transparenzmodus. Die sogenannte Konversationserkennung senkt zusätzlich die Lautstärke und schaltet den Transparenzmodus dazu, sobald man anfängt zu sprechen. Wer mit Fremdsprachen zu tun hat, bekommt außerdem Live-Übersetzung über Apple Intelligence direkt in die Ohrhörer gespielt.
Zwei Modelle, zwei Preise
Apple verkauft die AirPods 5 in zwei Varianten. Das Standardmodell kostet 149 Euro, für 169 Euro gibt es zusätzlich ein kabelloses Ladecase. Dieses Case bringt einen Drucksensor am Ladeetui mit, über den sich per Streichgeste die Lautstärke regeln lässt, ein Detail, das bislang eher auf den teureren AirPods Pro zu finden war.
Die Akkulaufzeit gibt Apple mit bis zu 5 Stunden pro Ladung bei aktivierter Geräuschunterdrückung an, mit Ladecase kommen die Ohrhörer auf bis zu 22 Stunden. Zum Vergleich: Bei On-Ear-Kopfhörern mit größerem Akku wie dem Marshall Milton A.N.C. sind über 80 Stunden möglich, allerdings in einem ganz anderen Formfaktor.
Technische Daten im Überblick
| Modell | Preis | Akkulaufzeit (ANC) | Ladecase |
|---|---|---|---|
| AirPods 5 | 149 € | bis zu 5 Std. / 22 Std. mit Case | kabelgebunden |
| AirPods 5 mit kabellosem Ladecase | 169 € | bis zu 5 Std. / 22 Std. mit Case | kabellos, mit Drucksensor |
Siri per Kopfgeste und mehr Kontrolle
Neu ist auch die Steuerung per Kopfgeste: Nickt man bei einer Siri-Anfrage, bestätigt man sie, schüttelt man den Kopf, lehnt man ab, ganz ohne die Ohrhörer zu berühren. In Kombination mit der Lautstärkeregelung per Streichgeste am Case wandert damit ein Stück mehr Bedienung von den Stielen weg, ohne dass Apple die aus den AirPods Pro bekannte Force-Sensor-Steuerung an den Stielen selbst verändert hat.
Wer AirPods bereits kennt und etwa unter macOS oder Windows koppeln will: Die grundlegenden Verbindungsschritte unterscheiden sich kaum von den Vorgängermodellen, wir haben sie in unserem Ratgeber zum Verbinden mit dem Laptop zusammengefasst.
Nachhaltigkeit als Verkaufsargument
Apple nennt zu den AirPods 5 auch ein paar Nachhaltigkeitszahlen: Das Ladecase besteht zu 70 Prozent aus recyceltem Kunststoff, die Batterie enthält vollständig recyceltes Kobalt, und über alle Materialien gerechnet kommt Apple auf einen Recyclinganteil von 40 Prozent. Die Fertigung soll zu 35 Prozent mit Ökostrom laufen, die Verpackung besteht komplett aus Fasermaterial statt Plastik.
Einordnung: Reicht das gegen die Konkurrenz?
Ob 50 Prozent bessere Geräuschunterdrückung im Alltag tatsächlich auffällt, lässt sich ohne eigenen Test schwer sagen, zumal Apple die Zahl nicht näher aufschlüsselt. US-Kollegen von Engadget bezeichnen das Update bereits jetzt als moderat: Die großen Neuerungen wie Adaptive Audio oder Konversationserkennung gab es schon bei den AirPods 4, jetzt kommt eben ANC dazu. Für alle, die bislang wegen der fehlenden Geräuschunterdrückung zu den teureren AirPods Pro gegriffen haben, wird die günstigere Variante damit aber deutlich interessanter, vor allem für alle, die mit den Ohrpassstücken der Pro-Modelle ohnehin nicht warm werden.
Wer sich zwischen den AirPods 5 und den AirPods Pro entscheiden muss: Wer aktive Geräuschunterdrückung will und offene Ohrhörer gegenüber abdichtenden Ohrpassstücken bevorzugt, bekommt mit den AirPods 5 jetzt erstmals beides zusammen und spart dabei gegenüber den Pro-Modellen ordentlich Geld.
Quellen: Apple Newsroom
