Amazfit Bip Max startet für unter 100 Euro: GPS-Fitnesstracker mit AMOLED-Display und 20 Tagen Akku

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Min. Lesezeit
Amazfit Bip Max
Bild: Amazfit

Amazfit erweitert sein Wearable-Portfolio um die neue Bip Max, die vor wenigen Wochen geleakt war. Der GPS-Fitnesstracker kombiniert ein großes AMOLED-Display, lange Akkulaufzeiten und umfangreiche Fitnessfunktionen zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Besonders interessant ist die Kombination aus Offline-Karten, integriertem Speicher und präziser Herzfrequenzmessung. Damit positioniert sich die Amazfit Bip Max als vielseitige Smartwatch-Alternative für Sport, Alltag und Outdoor-Aktivitäten.

  • 2,07-Zoll-AMOLED-Display mit bis zu 3.000 Nits Helligkeit
  • Bis zu 20 Tage Akkulaufzeit oder 40 Stunden GPS-Nutzung
  • 4 GB Speicher für Offline-Karten sowie Musik und Podcasts
  • Über 150 Sportmodi inklusive Schlaf- und Gesundheitsanalyse

Amazfit Bip Max kombiniert lange Laufzeit mit umfangreichen Fitnessfunktionen

Mit der Bip Max setzt Amazfit auf eine Ausstattung, die in dieser Preisklasse bislang eher selten zu finden ist. Im Mittelpunkt steht das 2,07 Zoll große AMOLED-Display, das mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleiben soll. Gerade bei Outdoor-Sportarten oder längeren Trainingseinheiten ist das ein klarer Vorteil gegenüber günstigeren LCD-Modellen.

Im Inneren arbeitet ein 550-mAh-Akku, der laut Hersteller bis zu 20 Tage durchschnittliche Nutzung ermöglichen soll. Selbst bei dauerhaft aktiviertem GPS werden noch bis zu 40 Stunden Laufzeit angegeben. Diese Werte erscheinen plausibel, da Amazfit bereits bei früheren Modellen auf energieeffiziente Hardware und ein stark optimiertes Betriebssystem gesetzt hat.

Amazfit Bip Max
Bild: Amazfit

Zusätzlich integriert die Bip Max 4 GB internen Speicher. Damit lassen sich Offline-Karten, Musik oder Podcasts direkt auf dem Gerät speichern. Besonders für Läufer oder Radfahrer dürfte das interessant sein, da das Smartphone dadurch nicht ständig mitgeführt werden muss.

Als Betriebssystem kommt Zepp OS 5.0 zum Einsatz. Über die Zepp-App lassen sich zusätzliche Watchfaces und Apps installieren. Außerdem integriert Amazfit den sogenannten Zepp Coach, der individuelle Trainingspläne erstellen kann. Die Kompatibilität mit Plattformen wie Runna oder TrainingPeaks erweitert den Einsatzbereich zusätzlich und macht die Bip Max auch für ambitioniertere Sportler interessant.

Die technische Ausstattung wirkt insgesamt schlüssig. Gerade die Kombination aus großem AMOLED-Display, langer Akkulaufzeit und integriertem GPS passt gut in das aktuelle Marktumfeld günstiger Premium-Fitnesstracker.

GPS, Gesundheitsfunktionen und robustes Design stehen im Fokus

Neben klassischen Fitnessfunktionen legt Amazfit großen Wert auf Gesundheits-Tracking. Die Bip Max nutzt eine 5PD-2LED-Herzfrequenzlösung, die eine möglichst präzise Pulsmessung gewährleisten soll. Ergänzend analysiert das Wearable Schlafdaten, Trainingsintensität und allgemeine Belastungswerte.

Alle wichtigen Fitness- und Gesundheitsdaten bündelt Amazfit in der sogenannten BioCharge-Metrik. Dadurch sollen Nutzer schneller erkennen können, wie sich Belastung, Erholung und Schlafqualität auf den eigenen Fitnesszustand auswirken. Zusätzlich bietet die App detailliertere Gesundheitsberichte mit erweiterten Analysen.

Amazfit Bip Max
Bild: Amazfit

Interessant ist außerdem die Verwaltung von Sportausrüstung. Die Bip Max kann beispielsweise den Verschleiß von Laufschuhen dokumentieren. Grundlage dafür sind allerdings Schätzwerte basierend auf den eigenen Trainingsdaten und Eingaben. Eine echte Sensorerkennung für Ausrüstung gibt es nicht.

Mit über 150 unterstützten Sportmodi deckt das Wearable praktisch alle gängigen Aktivitäten ab – von Laufen und Schwimmen bis hin zu Krafttraining oder Indoor-Cycling. Der Rahmen aus Aluminiumlegierung soll zusätzlich für mehr Stabilität und ein hochwertigeres Gefühl sorgen.

Preislich positioniert sich Amazfit aggressiv und deutlich unterhalb der Cheetah 2 Pro (unser Test). Für unter 100 Euro bietet die Bip Max Funktionen, die sonst häufig erst in deutlich teureren Smartwatches zu finden sind. Einschränkungen dürfte es vor allem bei erweiterten Smartwatch-Funktionen oder Drittanbieter-Apps geben, da Zepp OS weiterhin stärker auf Fitness als auf ein vollwertiges App-Ökosystem ausgelegt ist.

Fazit

Die Amazfit Bip Max bietet ein starkes Gesamtpaket aus großem AMOLED-Display, langer Akkulaufzeit und umfangreichen Fitnessfunktionen zu einem attraktiven Preis. Besonders GPS-Nutzung, Offline-Karten und die hohe Displayhelligkeit machen das Wearable interessant für aktive Nutzer und Outdoor-Sportler. Die Smartwatch ist ab sofort für 99,90 Euro erhältlich, zunächst in Silber, später auch in Dunkelblau und Carbon-Grau.