Amazfit rollt ein neues Update für gleich drei seiner aktuellen Smartwatches aus. Die Firmware 6.2.104.6 landet auf der Balance 3, der Balance Ultra und der Cheetah 2 Ultra und bringt drei neue Funktionen mit: eine mitdrehende Karten-Ansicht für die Navigation, eine automatische Tauch-Erkennung und einen Bluetooth-Lautsprecher-Modus. Dazu kommen mehrere Detailverbesserungen für Training und Bedienung.
Das Wichtigste in Kürze
- Amazfit verteilt Firmware 6.2.104.6 (rund 20 MB) für Balance 3, Balance Ultra und Cheetah 2 Ultra.
- Neu sind eine mitdrehende Karten-Ansicht („Advance Up“), globale automatische Tauch-Erkennung und ein Bluetooth-Lautsprecher-Modus.
- Der Algorithmus zur Berechnung der Laktatschwelle beim Laufen wurde überarbeitet.
- Alle drei Uhren laufen unter Zepp OS 6 und teilen sich denselben Software-Stand.
Amazfit-Update 6.2.104.6: Diese drei Funktionen sind neu
Die auffälligste Neuerung betrifft die Karten-App. Mit der Ansicht „Advance Up“ richtet sich die Karte künftig so aus, dass deine Blickrichtung nach oben zeigt. Statt einer starr nach Norden orientierten Karte dreht sich die Darstellung also mit dir mit. Beim Laufen, Wandern oder Radfahren muss man die Route dadurch nicht mehr im Kopf umrechnen, was gerade auf den großen Displays der Balance-Modelle gut funktionieren dürfte.
Zweitens gibt es eine globale automatische Tauch-Erkennung für das Tauch-Workout. Bislang musstest du die Aktivität vor jedem Tauchgang von Hand starten. Künftig soll die Uhr selbst merken, wann es ins Wasser geht. Technisch ist das für eine Smartwatch mit Luftdrucksensor gut lösbar: Unter Wasser steigt der gemessene Druck innerhalb weniger Sekunden deutlich an, und das ohne nennenswerte horizontale Bewegung. Wie zuverlässig die Uhr Anfang und Ende eines Tauchgangs in der Praxis trifft, muss sich allerdings erst zeigen.
Die dritte Neuerung macht aus der Smartwatch einen Bluetooth-Lautsprecher. Ist die Uhr per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden, lässt sich die Audiowiedergabe des Handys über den Uhr-Lautsprecher ausgeben. Ob das im Alltag wirklich oft sinnvoll ist, bleibt fraglich, denn die verbauten Lautsprecher liefern naturgemäß keinen großen Klang. Als zusätzliche Option ist es aber ein nettes Extra.
Bessere Laktatschwelle und Feinschliff beim Training
Neben den drei Highlights nennt das Changelog mehrere Optimierungen, die vor allem Sportler betreffen. Amazfit hat den Algorithmus zur Berechnung der Laktatschwelle beim Laufen überarbeitet. Die Laktatschwelle ist für Läufer ein zentraler Parameter, denn sie markiert die Intensität, ab der sich Laktat schneller anhäuft, als der Körper es abbauen kann. Eine genauere Bestimmung hilft direkt bei der Trainingssteuerung. Bis sich zeigt, ob die neuen Schätzwerte tatsächlich abweichen, dürften allerdings ein paar Schwellenläufe nötig sein.
Im Bahnlauf-Modus (Track Run) wurde die Einheiten-Anzeige für Nutzer des imperialen Systems angepasst. Kurioserweise sollen Distanz-Angaben laut Release Notes weiterhin metrisch erscheinen, es handelt sich also nicht um eine vollständige Umstellung auf Meilen. Außerdem hat Amazfit das Daten-Karussell neu sortiert, das nach dem Pausieren eines Workouts erscheint. Das spart im Idealfall etwas Wischen bis zur gewünschten Information. Eine weitere Anpassung betrifft die Oberfläche, die beim Erreichen eines Navigationsziels erscheint. Was genau sich dort optisch geändert hat, verrät der Hersteller nicht im Detail.
Ein gemeinsames Update für drei Amazfit-Smartwatches
Dass Amazfit dasselbe Software-Paket auf Balance 3, Balance Ultra und Cheetah 2 Ultra verteilt, ergibt Sinn. Alle drei Modelle laufen unter Zepp OS 6 und teilen sich einen Großteil der Sport- und Kartenfunktionen, auch wenn der Hersteller sie unterschiedlich positioniert. Die Cheetah 2 Ultra hatte erst im Vormonat größere Neuerungen erhalten, darunter Zepp OS 6 und erweiterte HYROX-Funktionen. Firmware 6.2.104.6 setzt diesen Kurs fort, legt den Schwerpunkt diesmal aber stärker auf Navigation und alltägliche Bedienung.
Die Amazfit Balance 3 (bei Amazon) ist mit einem Startpreis von 369 Euro, einem bis zu 3.000 Nits hellen AMOLED-Display und 64 GB Speicher ohnehin die spannendste der drei Uhren für preisbewusste Käufer. Wer sich generell für helle Displays und Outdoor-Uhren interessiert, findet in unserer Übersicht zu Wearables mit smarten Gesundheitsfunktionen weitere Modelle. Und wie sich eine Amazfit-Uhr im Alltag schlägt, zeigt unser Test der Amazfit GTS.
Übersicht: Was Firmware 6.2.104.6 mitbringt
| Bereich | Änderung |
|---|---|
| Navigation | Neue Karten-Ansicht „Advance Up“ (Blickrichtung nach oben) |
| Tauchen | Globale automatische Tauch-Erkennung im Tauch-Workout |
| Audio | Uhr als Bluetooth-Lautsprecher für Smartphone-Audio nutzbar |
| Laufen | Überarbeiteter Algorithmus für die Laktatschwelle |
| Track Run | Angepasste Einheiten-Anzeige für imperiales System (Distanz bleibt metrisch) |
| Bedienung | Neu sortiertes Daten-Karussell nach Workout-Pause |
| Navigation | Verfeinerte Oberfläche beim Erreichen des Ziels |
| Kompatibilität | Balance 3, Balance Ultra, Cheetah 2 Ultra (alle Zepp OS 6) |
Häufige Fragen zum Amazfit-Update
Welche Amazfit-Smartwatches bekommen Firmware 6.2.104.6?
Das Update ist für die Amazfit Balance 3, die Balance Ultra und die Cheetah 2 Ultra vorgesehen. Alle drei laufen unter Zepp OS 6.
Wie groß ist das Update?
Das Firmware-Paket ist rund 20 MB groß und wird über die Zepp-App verteilt.
Was ist die wichtigste neue Funktion?
Am nützlichsten dürfte für die meisten die mitdrehende Karten-Ansicht „Advance Up“ sein, dazu kommen die automatische Tauch-Erkennung und der Bluetooth-Lautsprecher-Modus.
Kann ich mit der Uhr jetzt Musik abspielen?
Die Uhr lässt sich als Bluetooth-Lautsprecher für die Audiowiedergabe des gekoppelten Smartphones nutzen. Der Klang der kleinen Lautsprecher ist allerdings begrenzt.
Fazit
Das Amazfit-Update 6.2.104.6 ist kein Riesensprung, aber die Mischung stimmt. Die automatische Tauch-Erkennung stärkt das Outdoor-Profil aller drei Uhren, während die mitdrehende Karte und die überarbeitete Laktatschwelle im Alltag und beim Training den größeren Unterschied machen. Der Bluetooth-Lautsprecher ist eher eine Spielerei als ein echtes Argument. Unterm Strich ist es genau die Art von Pflege-Update, die Amazfit zuletzt bei mehreren Modellen konsequent liefert und die eine Smartwatch über die Zeit spürbar besser macht.