Der kostenlose Versand gehört zu den wichtigsten Argumenten beim Online-Shopping. Jetzt sorgt jedoch eine Änderung beim Amazon-Gratisversand für Aufmerksamkeit: In Deutschland hat der Händler einen höheren Mindestbestellwert für die versandkostenfreie Standardlieferung ohne Prime-Abonnement. Statt bisher 39 Euro liegt die Schwelle laut aktuellen Angaben bei 49 Euro. Die Anpassung tauchte zunächst in Nutzerberichten und Screenshots auf und wurde inzwischen auch auf Support-Seiten sichtbar. Mittlerweile ist sogar eine Bestätigung seitens Amazon erfolgt.
- Mindestbestellwert für Amazon-Gratisversand steigt von 39 auf 49 Euro
- Änderung betrifft Bestellungen ohne Amazon Prime
- Versandkosten liegen weiterhin bei 2,99 oder 3,99 Euro je nach Kategorie
Amazon-Gratisversand im Test: Neue Grenze bei 49 Euro
Die aktuelle Anpassung beim Amazon-Gratisversand wurde zunächst durch Hinweise aus der Community bekannt. In sozialen Netzwerken und Blogs tauchten Screenshots auf, die einen neuen Mindestbestellwert von 49 Euro für die kostenlose Standardlieferung zeigen. Kurz darauf wurde derselbe Betrag auch auf einer offiziellen Hilfeseite des Unternehmens aufgeführt.
Bisher lag die Grenze für den kostenlosen Versand ohne Prime-Mitgliedschaft in Deutschland bei 39 Euro. Wer diesen Betrag unterschritt, musste zusätzliche Versandkosten zahlen. Diese betragen weiterhin je nach Produktkategorie entweder 2,99 Euro – etwa für Software, Kleidung oder Amazon-Geräte – oder 3,99 Euro für viele andere Artikel.
Mittlerweile hat der Händler ein Statement veröffentlicht, in dem es heißt: Wir haben die Entscheidung, die Grenze für den kostenlosen Versand anzuheben, nicht leichtfertig getroffen. Wie jedes Unternehmen überprüfen wir jedoch regelmäßig unsere Preisstruktur und passen diese gegebenenfalls an. Wir setzen diese Änderungen unserer Versandgebührenstruktur wegen des allgemeinen Anstiegs von Lieferkosten um. Dadurch stellen wir sicher, dass wir Kunden eine schnelle und qualitativ hochwertige Lieferung anbieten können.
Warum Amazon regelmäßig mit Versandkosten experimentiert
Dass der Online-Händler mit unterschiedlichen Mindestbestellwerten experimentiert, ist kein neues Phänomen. In der Vergangenheit hat Amazon mehrfach sogenannte Live-Tests durchgeführt, bei denen verschiedene Versandbedingungen parallel getestet wurden.
Erst vor einigen Monaten lief ein größerer Versuch, bei dem für bestimmte Nutzer ein Mindestbestellwert von 59 Euro angezeigt wurde. Für den Händler spielen dabei mehrere Faktoren eine Rolle. Versandkosten gehören zu den größten Ausgaben im E-Commerce. Gleichzeitig erwarten viele Kunden mittlerweile eine möglichst günstige oder kostenlose Lieferung. Der richtige Mindestbestellwert muss daher ein Gleichgewicht zwischen Wirtschaftlichkeit und Kundenzufriedenheit schaffen.
Hinzu kommt, dass Amazon mit seinem Prime-Abonnement bereits ein Modell etabliert hat, das unbegrenzten Gratisversand für Mitglieder ermöglicht. Eine höhere Versandgrenze für Nicht-Prime-Kunden könnte deshalb indirekt auch dazu beitragen, das Abo attraktiver erscheinen zu lassen.