Die AMD Radeon RX 9050 kommt – und ausgerechnet in einer Variante mit nur vier Gigabyte Speicher. ASRock hat die neue Einsteiger-Grafikkarte durch ein verfrühtes Listing auf der eigenen Website öffentlich gemacht, lange bevor AMD selbst etwas dazu gesagt hat. Damit bestätigt sich, was viele befürchtet hatten: In der aktuellen Speicherkrise kehren 4-GB-Grafikkarten zurück.
TL;DR
- ASRock hat die Radeon RX 9050 vorzeitig auf seiner Website gelistet – teils wurden die Angaben wieder entfernt.
- Neben einer 8-GB-Version soll es auch eine Variante mit nur 4 GB GDDR6 und 64-Bit-Anbindung geben.
- Die GPU basiert auf RDNA 4, bietet 16 Compute Units und 1.024 Stream-Prozessoren.
- Der kleine Speicher ist eine direkte Reaktion auf die gestiegenen Speicherpreise.
ASRock plaudert die Radeon RX 9050 aus
Offiziell angekündigt hat AMD die Radeon RX 9050 bislang nicht. Trotzdem tauchten kürzlich konkrete Angaben zur Karte auf der Website von ASRock auf. Ein Teil davon verschwand zwar wieder, doch die Produktseite zur ASRock Radeon RX 9050 Challenger blieb erreichbar – und verrät die wichtigsten Details.
Spannend ist vor allem die Speicherausstattung: Neben einem Modell mit acht Gigabyte plant ASRock offenbar auch eine Version mit lediglich vier Gigabyte GDDR6. Das wäre das erste Mal seit 2022, dass wieder eine neue Grafikkarte mit nur 4 GB an den Start geht. Zuletzt waren durchgehend mindestens acht Gigabyte üblich.
Die technischen Daten der Radeon RX 9050
Unter der Haube steckt die RDNA-4-Architektur mit 16 Compute Units und 1.024 Stream-Prozessoren. Beim Takt gibt ASRock eine Game Clock von 1.800 MHz und einen Boost von bis zu 2.600 MHz an. Zur Leistungsaufnahme schweigt der Hersteller, verbaut aber nur einen einzelnen 8-Pin-Anschluss und empfiehlt ein 450-Watt-Netzteil.
| Merkmal | ASRock Radeon RX 9050 Challenger 4GB |
|---|---|
| Architektur | RDNA 4 |
| Compute Units | 16 |
| Stream-Prozessoren | 1.024 |
| Grafikspeicher | 4 GB GDDR6 (auch 8-GB-Variante geplant) |
| Speicheranbindung | 64 Bit |
| Speichergeschwindigkeit | 18 Gbps (≈ 144 GB/s) |
| Game Clock | 1.800 MHz |
| Boost-Takt | bis zu 2.600 MHz |
| Stromanschluss | 1× 8-Pin |
| Empfohlenes Netzteil | 450 Watt |
| Anschlüsse | 2× DisplayPort, 1× HDMI |
| Kühlung | Dual-Fan |
4 GB VRAM: Sparzwang durch die Speicherkrise
Der Grund für den knappen Speicher liegt auf der Hand. Die Preise für Grafikspeicher sind zuletzt kräftig gestiegen und treiben damit auch die Endpreise fertiger Karten nach oben. Statt teureren Speicher zu verbauen, geht AMD den umgekehrten Weg und beschneidet die Kapazität.
Für die Praxis ist das ein zweischneidiges Schwert. Schon die Basismodelle mit 8 GB stehen regelmäßig in der Kritik, weil ihnen bei anspruchsvolleren Spielen der Speicher ausgeht. Mit nur vier Gigabyte dürfte die Radeon RX 9050 in modernen Titeln entsprechend noch schneller an ihre Grenzen stoßen – für ältere Spiele, eSports-Titel oder als schlichtes Display-Upgrade kann die Karte aber durchaus reichen. Wer eine budgetfreundliche Alternative sucht, findet die auch bei Intels aktueller Einsteiger-Riege wie der Intel Arc B580 und B570.
Fazit
Mit der Radeon RX 9050 kehrt die 4-GB-Grafikkarte zurück – weniger aus technischer Überzeugung als aus purer Kostennot. Für Gelegenheitsspieler und ältere Games ist das ein günstiger Einstieg, ambitionierte Gamer sollten aber eher zur 8-GB-Version greifen oder gleich eine Klasse höher schauen. Offizielle Preise und ein Verkaufsstart stehen noch aus. Wer aktuell einen kompletten Rechner plant, wird in unserem Gaming-PC-Guide zur Komponentenauswahl fündig. Und wie die schnelleren RDNA-4-Karten von ASRock aussehen, zeigt die ASRock Radeon RX 9070 XT Taichi White.
Quellen: ASRock,