Eine neue Preisanalyse zeigt: Wer PS5-Spiele als physische Disc statt digital im PlayStation Store kauft, spart teilweise bis zu 50 Euro. Angesichts von Sonys Plan, die Disc-Produktion ab 2028 einzustellen, werfen die Zahlen ein ungutes Licht auf die künftige Preisentwicklung.
Datenbank vergleicht 16 preisgekrönte PS5-Titel
Die niederländische Seite Tweakers hat mit ihrer Pricewatch-Datenbank die Preisverläufe von 16 für Auszeichnungen nominierten PS5-Spielen ausgewertet – sowohl First- als auch Third-Party-Titel, die jeweils als Disc und als Download erhältlich sind. Das Ergebnis: Der PlayStation Store bietet insgesamt seltener Rabatte an, und wenn doch, meist nur für kurze Zeit. Physische Exemplare hingegen werden im Handel oft dauerhaft günstiger, sobald die Nachfrage nachlässt.
God of War Ragnarök als Paradebeispiel
Besonders deutlich fällt der Unterschied bei älteren First-Party-Titeln wie God of War Ragnarök aus: Im PlayStation Store bewegt sich der Preis meist nah am ursprünglichen Verkaufspreis, während große Händler wie Amazon das Spiel regelmäßig mit Rabatten von mindestens 50 Prozent anbieten. Sony selbst gewährt zwar gelegentlich ähnliche Nachlässe auf Exklusivtitel, diese Aktionen sind aber meist nur von kurzer Dauer.
Weniger Konkurrenz durch Disc-Aus?
Noch ist offen, wie sich Sonys schrittweiser Umstieg auf rein digitalen Vertrieb auf den Handel auswirkt. Laut PlayStation Blog sollen Händler künftig Einlösecodes für Neuerscheinungen verkaufen dürfen – digitale PS-Store-Guthaben dürfen sie bereits seit 2019 nicht mehr anbieten. SKUs mit Code in der Verpackung, wie zuletzt bei GTA 6 diskutiert, gelten bei Händlern wie GameStop bislang jedoch als wenig beliebt. Verschwinden physische Spiele komplett, könnten manche Händler den Verkauf ganz einstellen – was den Wettbewerbsdruck auf den PlayStation Store weiter senken würde.
Mit dem Wegfall der Disc verlieren Käufer zudem die Möglichkeit, Spiele weiterzuverkaufen. In den Niederlanden hat eine Verbraucherschutzorganisation bereits Klage gegen Sony eingereicht: Konsolenbesitzer zahlten im Schnitt 47 Prozent mehr für digitale Spiele als für physische Versionen, so die Kläger.
Wie sich Sonys Disc-Aus auf Nutzer auswirkt, diskutieren wir bereits in unseren Artikeln zum gestiegenen Interesse an PS5-Jailbreaks und dazu, warum Nintendo als letzte Bastion physischer Spiele gilt.
Wer noch auf physische Exemplare setzen möchte, findet God of War Ragnarök für die PS5 beispielsweise bei Amazon: God of War Ragnarök (PS5) bei Amazon ansehen.
Hinweis: Angebotspreise bei Händlern können sich kurzfristig ändern und sind zeitlich oder mengenmäßig begrenzt.
