Die Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro ist der neue Balkonkraftwerk-Speicher von Anker mit 5.024 Wh LiFePO4-Akku, vier MPPT-Trackern für bis zu 5.000 Watt PV-Eingangsleistung und einem Wechselrichter, der per PluginPower™ 2.0 zwischen 800 und 2.500 Watt AC-Ausgang umschaltet. Vorbestellbar ist die Solarbank 4 Pro ab dem 12. Mai 2026 über die Anker-SOLIX-Website für 1.999 Euro UVP. Wir waren bei der Vorstellung in Berlin vor Ort dabei.
Der Name verrät das Wichtigste schon: E5000 steht für 5 kWh. Damit verdoppelt Anker die Kapazität gegenüber der Solarbank 3 Pro (2,7 kWh) fast – in einem Gehäuse, das nur ein paar Zentimeter gewachsen ist. Was das Modell besonders interessant macht: Mit 5.000 Watt PV-Input zieht Anker an Jackery vorbei, beim On-Grid-Ausgang von 2.500 Watt liegt Anker auf Augenhöhe mit Jackery und vor Zendure und EcoFlow. Dazu kommen 10.000 Ladezyklen, eine TÜV-Sicherheitsprüfung und Abwärtskompatibilität mit den bestehenden Anker-Akkus BP1600 und BP2700 – wer schon ein Solarbank-System hat, kann seine vorhandenen Batterien einfach mitnehmen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Speicher: 5.024 Wh LiFePO4 (Automobilqualität), 314 Ah bei 16 V Nennspannung
- Ladezyklen: 10.000 (branchenführend), 15 Jahre Lebensdauer
- Solar-Input: 4 MPPT-Tracker, je 1.250 W (gesamt 5.000 W), bis zu 12 Module per 3-in-1-Adapter
- AC-Ausgang: 800 W als Balkonkraftwerk, 2.500 W via PluginPower™ 2.0 (TÜV-geprüft, Power-Dock-Anbindung per Update)
- Notstrom: 2.500 W Off-Grid mit USV-Funktion (10 ms Umschaltzeit), Bypass bis 3.600 W
- Erweiterbar: bis zu 5 Zusatzakkus (BP5000, BP2700 oder BP1600 – auch gemischt), max. 30 kWh
- Wärmepumpen-Steuerung: zwei dedizierte Heat-Pump-Anschlüsse direkt am Speicher
- Anschluss-Optionen: Schuko-Steckdose, Wieland-Stecker oder direkt am Hausanschluss
- Smart-Home: PowerOS-Betriebssystem mit KI-Assistent Anka, dynamische Stromtarife (870 Anbieter), Home-Assistant-API
- Schutzart: IP66, zusätzlich C5-Korrosionsschutz (küstentauglich)
- UVP: 1.999 € (Solarbank 4 Pro) / 1.399 € (BP5000-Erweiterungsbatterie)
5 kWh Speicher – fast doppelt so viel wie beim Vorgänger
Das größte Upgrade ist die Kapazität. Die Solarbank 4 E5000 Pro speichert 5.024 Wh, während die Solarbank 3 Pro in unserem Test mit 2,7 kWh noch deutlich darunter lag. Praktisch heißt das: Statt zwei Sommerabenden reicht eine volle Ladung jetzt für einen kompletten Tag inklusive Nacht – vorausgesetzt, der Verbrauch liegt im typischen Haushaltsbereich von 6 bis 8 kWh.
Spannend wird die Einordnung gegenüber der Konkurrenz: Eine EcoFlow Stream Ultra startet bei 1,92 kWh, der Zendure SolarFlow 2400 Pro bringt 2,4 kWh und eine Jackery SolarVault 3 Pro liegt bei 2,52 kWh. Die Solarbank 4 E5000 Pro startet also direkt mit doppelt so viel Kapazität wie alle drei – ohne Zusatzakku. Anker baut damit den Schritt nach, den die anderen Hersteller bislang nur über teure Erweiterungsmodule abdecken können.
Im Inneren arbeiten LiFePO4-Zellen in Automobilqualität mit 314 Ah Nennkapazität. Bemerkenswert: Anker spricht von 10.000 Ladezyklen Lebensdauer – das ist deutlich mehr als bei vergleichbaren Balkonspeichern und entspricht laut Hersteller rund 15 Jahren täglichem Be- und Entladen. Möglich macht das die hauseigene InfiniPower-Technologie mit sieben Schutzschichten gegen Kurzschluss und Brand sowie einem Energieoptimierer, der eine 100-prozentige Tiefentladung erlaubt.
Für Außenaufstellung relevant: Die Schutzart IP66 ist gegenüber der Solarbank 3 Pro (IP65) noch einmal eine Stufe robuster und damit auch gegen stärkere Wasserstrahlen abgedichtet. Zusätzlich ist der Speicher nach C5-Norm korrosionsbeständig – ein Detail, das vor allem Küstenbewohner freuen wird. Zum Vergleich: EcoFlow gibt für die Stream Ultra IP65 an, Zendure den SolarFlow 2400 Pro ebenfalls IP65 – eine C5-Korrosionszertifizierung haben beide nicht offiziell ausgewiesen.
4 MPPT-Tracker mit 5.000 Watt PV-Input – bis zu 12 Module anschließbar
Auf der Solarseite stehen vier MPPT-Tracker bereit. Jeder verkraftet bis zu 1.250 Watt PV-Leistung, in Summe also 5.000 Watt. Der MPP-Spannungsbereich liegt zwischen 16 und 50 Volt, der maximale Eingangsstrom bei 36 Ampere pro Tracker, der maximale Kurzschlussstrom bei 45 Ampere pro Eingang.
Bei der Modul-Anbindung gibt das offizielle Handbuch drei klare Wege vor:
- Direktanschluss: bis zu 4 Module (jeweils 1 pro MPPT)
- Parallel über Y-Adapter: bis zu 8 Module (2 pro MPPT)
- Parallel über 3-in-1-Adapter: bis zu 12 Module (3 pro MPPT)
Anker spricht hier von der „dreifachen Kapazität von Standard-Plug-and-Play-Systemen“. Wer das System voll ausreizt, kommt damit auf zwölf Module mit bis zu 6 kWp installierter Leistung – die der Wechselrichter dann allerdings auf 5 kW gedeckelt verarbeitet. Wichtig: Module dürfen nur parallel angeschlossen werden, niemals in Reihe. Die Eingangsspannung würde sonst die 60-Volt-Grenze sprengen und den Speicher beschädigen.
Auch hier hilft der Konkurrenzblick: Die Solarbank 3 Pro deckt 3.600 Watt PV-Input über 4 MPPTs ab, EcoFlow Stream Ultra bringt es auf 2.000 Watt über 4 MPPTs, Zendure SolarFlow 2400 Pro liegt bei 3.000 Watt über 4 MPPTs. Nur Jackery SolarVault 3 Pro spielt mit 4.000 Watt PV-Input in derselben Liga – die Solarbank 4 setzt mit 5.000 Watt noch einen drauf.
Drei Wege zum Hausnetz: Steckdose, Wieland oder Hausanschluss
Beim AC-Anschluss bietet Anker erstmals drei Optionen, was die Solarbank 4 sehr flexibel macht:
- Schuko-Steckdose: Mit dem mitgelieferten 3-Meter-AC-Kabel direkt in jede haushaltsübliche Steckdose – der klassische Balkonkraftwerk-Anschluss
- Wieland-Stecker: Per separat erhältlichem Wieland-Kit über eine dedizierte Steckdose – laut Anker der Weg zum 2.500-W-PluginPower-2.0-Modus, Installation und Anmeldung durch eine Elektrofachkraft
- Direkt am Hausanschluss: Über eine separat erhältliche AC-Anschlussklemme (AC Connection Terminal) lässt sich die Solarbank festverdrahtet an die Hausverteilung anschließen – Installation durch eine Elektrofachkraft
Die letzten beiden Optionen erfordern eine Installation durch eine Elektrofachkraft. Der 2.500-W-PluginPower™ 2.0-Modus läuft laut Anker über den dedizierten Wieland-Stromkreis – inklusive Online-Registrierung der Anlage.
PluginPower™ 2.0: 2.500 Watt Ausgangsleistung – Power-Dock-Modus folgt per Update
Der Wechselrichter ist die zweite große Neuerung. Anker hat dem 2.500-Watt-Modus den Markennamen PluginPower™ 2.0 gegeben und unterstreicht damit, dass es sich um die zweite Generation des hauseigenen Hochleistungs-Einspeisungskonzepts handelt. Die Funktion ist TÜV-zertifiziert, was für die Installation durch Elektriker:innen ein wichtiges Argument ist. Insgesamt stehen vier Leistungsstufen zur Wahl: 600, 790, 800 oder 2.500 Watt. Die 800-Watt-Stufe ist der bekannte Balkonkraftwerk-Modus, der in Deutschland ohne Anmeldung als steckerfertige Solaranlage betrieben werden darf.
Wichtig zum Marktstart: Das Anker Solix Power Dock, das wir bereits getestet haben, dient der Verkettung mehrerer Solarbanks zu einem gemeinsamen System und ist mit der Solarbank 4 Pro vorerst noch nicht kompatibel. Anker hat aber bestätigt, dass diese Funktion zu einem späteren Zeitpunkt per Software-Update nachgereicht wird. Wer also mehrere Solarbank 4 Pro koppeln möchte, muss sich kurz gedulden – die Hardware ist dafür bereits vorbereitet.
Sobald die Power-Dock-Anbindung freigeschaltet ist, lassen sich bis zu vier Solarbank 4 Pro im Verbund betreiben. Rechnerisch ergeben sich daraus bis zu 10 kW Ausgangsleistung und 20 kWh Speicher – ohne dass eine einzige Zusatzbatterie angeschlossen ist. Wichtig zur Abgrenzung: Das Power Dock ist kein Standalone-Hausanschluss-Adapter, sondern dient ausschließlich dem Verbund mehrerer Solarbanks. Für die feste Einbindung einer einzelnen Solarbank 4 Pro ins Hausnetz mit den vollen 2.500 Watt führt der Weg laut Anker über einen Wieland-Stecker auf dediziertem Stromkreis – installiert und registriert durch eine Elektrofachkraft.
Im Wettbewerbsumfeld bleibt das eine deutliche Ansage. Zendure SolarFlow 2400 Pro liefert maximal 2.400 Watt (nach Freischaltung durch einen Elektriker), EcoFlow Stream Ultra bringt allein 1.200 Watt, im Verbund mit einer zweiten Einheit immerhin 2.300 Watt. Jackery SolarVault 3 Pro Max trifft mit 2.500 Watt punktgenau das Anker-Niveau.
Echte USV: 10 Millisekunden Umschaltzeit bei Stromausfall
Der Off-Grid-Ausgang bekommt ein deutliches Upgrade: 2.500 Watt direkt aus dem Notstrom-Anschluss, dazu ein AC-Bypass-Pfad bis 3.600 Watt. Besonders relevant ist die USV-Funktion mit 10 Millisekunden Umschaltzeit – bei einem Stromausfall übernimmt die Solarbank also so schnell, dass selbst empfindliche Geräte wie Computer, Server oder medizinische Apparate ohne Unterbrechung weiterlaufen. Die 5 kWh Basiskapazität reichen laut Anker, um einen typischen Haushalt komplett über Nacht zu versorgen.
Zendure schafft hier ebenfalls 2.400 Watt Dauer- und 3.600 Watt Spitzenleistung, EcoFlow Stream Ultra liegt mit 1.200 Watt deutlich darunter. Bei der Umschaltzeit gibt Zendure aktuell keine offizielle Spezifikation an, EcoFlow nennt unter 30 ms – Anker liegt mit 10 ms damit auf USV-Profi-Niveau.
Wärmepumpen-Steuerung direkt am Speicher
Ein Detail aus dem offiziellen Handbuch ist im Wettbewerbsumfeld eine echte Besonderheit: Der COM-Port der Solarbank 4 E5000 Pro hat zwei dedizierte Heat-Pump-Steuerausgänge (Pin 1/2 und Pin 4/5). Anker ermöglicht damit, eine oder zwei Wärmepumpen direkt anzusteuern – typischerweise um sie bei Überschussstrom aus der PV-Anlage einzuschalten.
Für alle, die eine Wärmepumpe im Eigenheim haben, ist das ein konkreter Mehrwert: Die Solarbank entscheidet, wann die Pumpe läuft – und maximiert so den Eigenverbrauch über das Warmwasser- oder Heizsystem. Bei der Konkurrenz erfordert das meist ein zusätzliches Energiemanagement-System oder die Anbindung über Smart-Plugs. Ergänzend sitzt ein RS485-Anschluss am COM-Port, über den sich auch Drittanbieter-Geräte ans Anker-Ökosystem koppeln lassen.
PowerOS mit KI-Assistent Anka und dynamischen Stromtarifen
Anker positioniert die Solarbank 4 Pro ausdrücklich als Smart-Home-Komponente. Das Gerät läuft auf dem hauseigenen Betriebssystem PowerOS und bringt einen KI-Sprachassistenten namens Anka mit, der die Energieplanung autonom übernimmt. Konkret heißt das: Echtzeit-Wetterdaten fließen in die Lade- und Entladestrategie ein, und das KI-EMS synchronisiert sich mit Strompreisbörsen-Daten von über 870 Stromanbietern, um von dynamischen Tarifen wie Tibber, Octopus Energy oder aWATTar zu profitieren.
Für Bastler interessant: Anker unterstützt offene APIs und damit die Integration in Home Assistant. Die Datenverarbeitung erfolgt lokal, die Verschlüsselung liegt laut Anker auf „Finanzbranchenniveau“ – ein Punkt, an dem Zendure und EcoFlow regelmäßig kritisiert wurden.
Smart Meter Gen 2: aktiver Überlastschutz für den 2.500-W-Modus
Mit der Solarbank 4 Pro empfiehlt Anker den Einsatz des neuen Smart Meter Gen 2. Es misst den aktuellen Hausverbrauch in Echtzeit und sorgt dafür, dass die Solarbank nur so viel einspeist, wie gerade gebraucht wird – die klassische Nullzielregelung, die den Eigenverbrauch in der Praxis von 30 auf über 60 Prozent treiben kann.
Für den 2.500-W-PluginPower-Modus empfiehlt Anker das Smart Meter Gen 2 explizit. Es übernimmt den aktiven Überlastschutz und drosselt die Solarbank, sobald sich der Stromkreis seinen Grenzen nähert – ein wichtiger Sicherheitsbaustein bei der höheren Einspeiseleistung.
Technische Daten der Solarbank 4 E5000 Pro im Überblick
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Modellbezeichnung | AE1033Z1 (Pro), AE1032Z1 (800-W-Variante) |
| Akkutyp | LiFePO4 (LFP), Automobilqualität |
| Nennenergie | 5.024 Wh |
| Nennkapazität | 314 Ah bei 16 V |
| Ladezyklen | 10.000 |
| MPPT-Tracker | 4× (16–50 V, 36 A) |
| Max. PV-Eingangsleistung | 4× 1.250 W / gesamt 5.000 W |
| Max. PV-Eingangsspannung | 60 V DC |
| Max. Module pro MPPT | 3 (per 3-in-1-Adapter) |
| AC-Ausgang (On-Grid) | 600 / 790 / 800 / 2.500 W (PluginPower™ 2.0) |
| AC-Anschluss | Schuko, Wieland (optional), Hausverteilung (optional) |
| Max. AC-Ladeleistung | 2.500 W |
| AC-Ausgang (Off-Grid) | 2.500 W (Bypass bis 3.600 W) |
| USV-Umschaltzeit | 10 ms |
| Power-Dock-Kompatibilität | folgt per Software-Update |
| Erweiterung | bis zu 5× BP5000/BP2700/BP1600 (max. 30 kWh) |
| Wärmepumpen-Steuerung | 2 dedizierte Anschlüsse |
| Smart Meter Gen 2 | aktiver Überlastschutz (empfohlen für 2.500-W-Modus) |
| Betriebssystem / KI | PowerOS mit Anka-Assistent |
| Smart-Home | Home Assistant via offene API |
| Abmessungen (B×H×T) | 460 × 305 × 355 mm |
| Gewicht | 50 kg |
| Schutzart | IP66 / C5 Korrosionsschutz |
| Sicherheit | TÜV-zertifiziert, 7 Schutzschichten |
| Konnektivität | Bluetooth, Wi-Fi (2,4 GHz), RS485 |
| Betriebstemperatur | −20 bis 55 °C |
| Garantie | 10 Jahre |
| Erwartete Lebensdauer | 15 Jahre |
Vergleich: Solarbank 4 E5000 Pro vs. Vorgänger und Konkurrenz
| Modell | Speicher | PV-Input | AC-Ausgang (max.) | Off-Grid | Max. Erweiterung | Schutzart | Preis (Stand 05/2026) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro | 5,024 kWh | 5.000 W (4 MPPT) | 2.500 W (Power Dock per Update) | 2.500 W | 30 kWh (5 Akkus) | IP66 / C5 | 1.999 € UVP |
| Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro | 2,688 kWh | 3.600 W (4 MPPT) | 1.200 W (mit Power Dock) | 800 W | 16,1 kWh (5 Akkus) | IP65 | ~1.100 € |
| EcoFlow Stream Ultra | 1,92 kWh | 2.000 W (4 MPPT) | 2.300 W (gekoppelt) | 1.200 W | 11,52 kWh | IP65 | ab ~700 € |
| Zendure SolarFlow 2400 Pro | 2,4 kWh | 3.000 W (4 MPPT) | 2.400 W (mit Elektriker) | 2.400 W (3.600 W Spitze) | 16,8 kWh | IP65 | UVP 1.199 €, ab ~920 € |
| Jackery SolarVault 3 Pro Max | 2,52 kWh | 4.000 W (4 MPPT) | 2.500 W | 2.500 W | 15 kWh | IP65 | UVP höher als Pro (Pro ab 699 €) |
Quintessenz aus dem Vergleich: Bei Speicherkapazität ab Werk führt die Solarbank 4 E5000 Pro klar das Feld an, beim Maximalausbau setzt sie mit 30 kWh ein deutliches Ausrufezeichen – fast doppelt so viel wie der bisherige Spitzenwert von Zendure. Beim PV-Input ist sie ebenfalls Spitzenreiter, knapp gefolgt von Jackery. Beim AC-Ausgang spielt sie auf Augenhöhe mit Jackery und Zendure, während EcoFlow im Wechselrichter-Verbund nicht ganz mithalten kann. Beim Notstrom liefern Anker, Zendure und Jackery jeweils 2.500 Watt aufwärts, nur EcoFlow bleibt darunter. Bei der Wärmepumpen-Direktansteuerung am Speicher steht Anker im Vergleichsfeld bislang allein.
Beim Preis liegt die Solarbank 4 Pro mit 1.999 Euro UVP klar in der Premium-Klasse – das sind etwa 800 Euro mehr als die UVP der SolarFlow 2400 Pro (1.199 Euro), allerdings auch für mehr als die doppelte Speicherkapazität. Pro kWh ergibt das rund 398 Euro bei der Solarbank 4 Pro (1.999 € / 5,024 kWh). Zum Vergleich: Solarbank 3 Pro rund 410 Euro/kWh, Zendure SolarFlow 2400 Pro etwa 383 Euro/kWh (Straßenpreis), EcoFlow Stream Ultra rund 365 Euro/kWh. Anker positioniert sich also fast exakt im Marktmittel pro Kilowattstunde – mit dem größeren Featurepaket und den 10.000 Ladezyklen als Aufpreis-Argumente.
Vom Vorgänger zur 4. Generation: Was hat sich konkret verändert?
Wer die Solarbank 3 Pro bereits kennt, dem fallen vor allem acht Sprung-Punkte auf:
- Kapazität verdoppelt: 2,7 kWh → 5 kWh ab Werk
- Ladezyklen erhöht: 6.000 → 10.000 Zyklen
- PV-Input plus 39 Prozent: 3.600 W → 5.000 W (jetzt bis 12 Module per Adapter)
- Wechselrichter verdoppelt: 1.200 W → 2.500 W via PluginPower™ 2.0 (Power-Dock-Modus folgt per Update)
- Off-Grid verdreifacht: 800 W → 2.500 W mit 10 ms USV-Umschaltzeit
- Schutzklasse erhöht: IP65 → IP66 plus C5 Korrosionsschutz
- Wärmepumpen-Direktansteuerung neu: Zwei Heat-Pump-Anschlüsse, zuvor nur über Smart Plugs möglich
Was gleich bleibt: Vier MPPT-Tracker, das modulare Erweiterungskonzept, Wi-Fi und Bluetooth, der LiFePO4-Akku, 10 Jahre Garantie. Auch die Power-Dock-Plattform bleibt erhalten – die Solarbank 4 wird per Software-Update darin integriert, sodass sich bestehende Multisysteme später mit Solarbank-4-Einheiten ergänzen lassen.
Bis zu 30 kWh Speicher – und voll kompatibel mit alten Anker-Akkus
Hier hat sich Anker etwas Cleveres einfallen lassen. Die Solarbank 4 E5000 Pro lässt sich mit bis zu fünf Zusatzakkus erweitern, und kompatibel ist dabei nicht nur der neue BP5000 mit 5.024 Wh, sondern auch die alten BP2700 (2,7 kWh) und BP1600 (1,6 kWh) aus dem bestehenden Solarbank-3-Pro-System. Sogar Mischbestockungen sind möglich.
Wichtig für die Praxis: Werden verschiedene Akku-Modelle kombiniert, gibt das Anker-Handbuch eine klare Stapel-Reihenfolge vor – von unten nach oben BP1600 → BP2700 → BP5000. Nur so wird die maximale Ladekapazität erreicht. Anker liefert die passenden Wandhalterungen je nach Konfiguration mit oder gibt sie als optionales Wall-Mount-Kit dazu. Ein Interlocking-Kit sichert den Stapel mechanisch ab.
Daraus ergeben sich drei interessante Ausbau-Szenarien:
- Maximalausbau mit fünf BP5000: 5 + 25 = 30,1 kWh Gesamtkapazität – das ist Heimspeicher-Territorium für Einfamilienhäuser
- Mit fünf BP2700: 5 + 13,5 = 18,5 kWh – attraktiv für alle, die einen vorhandenen Akku-Vorrat aus dem alten System weiterverwenden wollen
- Mit fünf BP1600: 5 + 8 = 13 kWh – günstigste Aufrüst-Variante, wenn schon BP1600 vorhanden sind
Genauso wichtig ist die Rückwärtskompatibilität in die andere Richtung: Der neue BP5000 funktioniert offiziell an Solarbank 2 Pro, Solarbank 2 AC, Solarbank 2 Plus und Solarbank 3 Pro. Wer also gerade ein älteres Solarbank-System betreibt und mehr Speicher will, muss nicht zwangsläufig auf die SB4 wechseln – ein BP5000 als Erweiterung tut es auch, kostet aber stolze 1.399 Euro UVP pro Stück. Damit positioniert sich Anker klar gegen den Wettbewerb: Zendure liefert ebenfalls bis zu 16,8 kWh über sechs AB3000L-Akkus, Jackery kommt auf 15 kWh, EcoFlow auf 11,52 kWh – aber niemand davon erlaubt die freie Mischung von Akku-Generationen.
Die BP5000-Zusatzbatterie selbst kommt mit 42 Kilogramm Gewicht, ebenfalls IP66-Schutzklasse und den Maßen 460 × 254 × 332,5 Millimetern und damit etwas flacher als die Solarbank selbst.
Was Anker an Einsparungen verspricht
Mit der vollen Ausbaustufe rechnet Anker eine eindrucksvolle Beispielkonfiguration vor: ein Hauptgerät plus drei Erweiterungssets (insgesamt 20 kWh), zwölf 500-Watt-Module (6 kWp) und das 2.500-Watt-PluginPower-Setup mit Elektriker-Registrierung sollen bei einem Jahresverbrauch von 7.000 kWh und 40 Cent Strompreis pro kWh bis zu 2.234 Euro Stromkosten pro Jahr einsparen. Anker veranschlagt die Gesamtkosten für diese Konfiguration mit 6.487 Euro und kommt damit auf eine Amortisationszeit von rund drei Jahren.
In der Praxis hängen diese Werte stark vom individuellen Verbrauchsprofil, dem Standort und der tatsächlichen Sonnenausbeute ab – wir werden in unserem geplanten Hands-on prüfen, wie weit sich diese Modellrechnung in den deutschen Alltag übersetzen lässt.
Für wen lohnt sich die Solarbank 4 E5000 Pro?
Lohnt sich, wenn:
- du ein bestehendes Balkonkraftwerk hast und die erzeugte Energie tagsüber bisher größtenteils verschenkst
- du bereits Anker-Akkus (BP1600/BP2700) im Einsatz hast und sie weiter nutzen willst
- du eine Wärmepumpe besitzt und PV-Überschuss direkt ins Warmwasser stecken willst
- du Wert auf eine USV-fähige Notstrom-Lösung mit 10 ms Umschaltzeit legst
- du genügend PV-Fläche (Balkon, Garten, Garage) für mindestens 1.500–2.000 Wp hast
- du den Speicher später Richtung Heimspeicher mit 20–30 kWh wachsen lassen willst
- du dynamische Stromtarife (Tibber, Octopus, aWATTar) optimal nutzen willst – das KI-EMS übernimmt die Optimierung
- du im Anker-Ökosystem bleiben willst, weil du bereits eine Solarbank oder ein Power Dock besitzt
Lohnt sich eher nicht, wenn:
- du nur 2 Standardmodule am Balkon hängen hast – dann reicht die kleinere Solarbank 3 Pro oder eine EcoFlow Stream Ultra ab rund 700 Euro
- du eine bestehende Dach-PV-Anlage AC-seitig nachrüsten willst – dafür ist die Zendure SolarFlow 2400 AC+ oder der SolarFlow 1600 AC+ zugeschnitten
- du bereits eine Solarbank 2/3 Pro hast und nur mehr Speicher brauchst – dann reicht ein BP5000 als Erweiterung (1.399 € UVP)
- dir der UVP von 1.999 Euro zu hoch ist – die Konkurrenz startet deutlich darunter, allerdings auch mit der Hälfte des Speichers
Preis und Verfügbarkeit
Die Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro kann ab dem 12. Mai 2026 über die Anker-SOLIX-Website zur UVP von 1.999 Euro vorbestellt werden. Offizieller Marktstart ist dann der 12. Juni 2026. Die BP5000-Erweiterungsbatterie startet zeitgleich mit einer UVP von 1.399 Euro. Wie beim Launch der dritten Generation ist davon auszugehen, dass Anker eine Vorbestellerphase mit Rabatt anbietet.
Zur Einordnung der Konkurrenzpreise:
- Anker SOLIX Solarbank 3 Pro (2,7 kWh): rund 1.100 Euro – bei Amazon erhältlich
- Zendure SolarFlow 2400 Pro (2,4 kWh): UVP 1.199 Euro, Straßenpreis ab rund 920 Euro
- Jackery SolarVault 3 Pro (2,5 kWh): ab 699 Euro im Bundle, Pro-Max-Variante mit 2.500 Watt deutlich höher
- EcoFlow Stream Ultra (1,92 kWh): ab rund 700 Euro
- SunEnergyXT 500 (5 kWh, direkter Anker-Konkurrent): 1.299 Euro
Anker bringt die Solarbank 4 E5000 Pro in zwei Varianten: die Pro-Variante AE1033Z1, die mit den vollen 2.500 Watt über PluginPower™ 2.0 läuft, und eine auf 800 Watt gedrosselte Version AE1032Z1 für die einfache Anmeldung als Balkonkraftwerk. Klassische Balkonkraftwerk-Nutzer und ambitionierte Heimspeicher-Bauer bekommen also jeweils ihr Modell. Wer mehrere Solarbank 4 Pro zu einem System koppeln möchte, muss bis zum angekündigten Power-Dock-Update warten.
Zum Marktstart gibts Rabatt!
Anker ist bekannt für seine weitreichenden Vergünstigungen zum Verkaufsstart. Da verwundert es auch nicht, dass es bei der Solarbank 4 E5000 Pro ebenfalls satten Rabatt geben soll. Laut Hersteller spart man beim Kauf in den ersten Verkaufstagen satte 25 Prozent! On top gibt es auch noch ein attraktives Geschenk. Anker legt nämlich kostenlos seinen hauseigenen Smart Meter bei, was die Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten nochmal erweitert.
Fazit
Die Solarbank 4 E5000 Pro ist mehr Generationswechsel als reines Update. 5 kWh ab Werk, 5.000 Watt PV-Input, ein TÜV-zertifizierter Wechselrichter, der per PluginPower™ 2.0 bis 2.500 Watt mitspielt, 10.000 Ladezyklen und ein Ausbau-Pfad bis 30 kWh – das sind Werte, mit denen Anker das Balkonkraftwerk-Segment in Richtung kleiner PV-Anlage verschiebt. Besonders clever ist die Rückwärtskompatibilität: Wer schon Anker-Akkus besitzt, nimmt sie einfach mit, und der BP5000 funktioniert auch an älteren Solarbanks der zweiten und dritten Generation. Anker schont damit die Investitionen bestehender Kunden – ein Punkt, an dem Zendure, EcoFlow und Jackery noch keine vergleichbare Ökosystem-Brücke bieten.
Mit der direkten Wärmepumpen-Steuerung stellt Anker eine Funktion vor, die im Balkonspeicher-Segment bislang einmalig ist und die SB4 nahtlos in die Nähe eines vollwertigen Energiemanagement-Systems rückt. Ein Wermutstropfen bleibt: Die Power-Dock-Kompatibilität fehlt zum Marktstart und wird erst per Software-Update nachgereicht. Wer mehrere Solarbank 4 Pro zu einem System verbinden möchte, sollte das einplanen. Für die feste Einbindung einer einzelnen Solarbank ins Hausnetz braucht es das Power Dock dagegen nicht – die vollen 2.500 Watt via PluginPower™ 2.0 stehen über das AC Connection Terminal direkt zum Marktstart bereit.
Der Preis von 1.999 Euro UVP positioniert die Solarbank 4 Pro klar im Premium-Segment, ist pro Kilowattstunde aber konkurrenzfähig. Wer schon ein Power Dock hat, baut sein System nach dem Update auf ein Niveau aus, das vor zwei Jahren noch eine teure Fachinstallation gebraucht hätte. Wer neu einsteigt, bekommt einen Speicher, der in den nächsten drei bis fünf Jahren nicht so schnell zu klein wird – inklusive USV-Funktion, Wärmepumpen-Steuerung und dynamischer Stromtarife.