AOC GAMING 25G4ZR: 260 Hz im 24,5-Zoll-Format für 159 Euro

Philipp Briel
Philipp Briel · 5 Min. Lesezeit
AOC GAMING 25G4ZR
Bild: AOC GAMING

AOC hat mit der GAMING 25G4ZR einen neuen 24,5-Zoll-Monitor vorgestellt, der mit 260 Hz übertakteter Bildwiederholrate (240 Hz nativ) und einem Fast-IPS-Panel aufwartet. Der Clou: Das bislang eher hochpreisig besetzte E-Sport-Format soll ab Juli 2026 für 159 Euro UVP zu haben sein. Damit schließt AOC die letzte Lücke in seiner G4-Reihe, die inzwischen von 260 bis 420 Hz reicht.

TL;DR

  • Format: 24,5 Zoll (62,2 cm), Full HD (1920 x 1080), Fast IPS
  • Tempo: 260 Hz übertaktet (240 Hz nativ), 1 ms GtG, 0,3 ms MPRT
  • Ausstattung: Adaptive Sync, Low Input Lag, Flicker-Free, Low Blue Light
  • Preis: 159 Euro UVP (149 CHF), Marktstart Juli 2026

24,5 Zoll: Warum E-Sport-Profis auf dieses Format schwören

Es gibt einen Grund, warum viele Profispieler bei CS2, Valorant oder Rainbow Six Siege nicht zu 27-Zoll-Monitoren greifen, obwohl die eigentlich mehr Bildfläche bieten: 24,5 Zoll gilt in der Szene als Sweetspot. Die Fläche reicht, um die komplette Spielszene aus kurzer Distanz im Blick zu behalten, ohne dass der Kopf bei schnellen Bewegungen ständig mitwandern muss. Wer schon mal auf einem großen Curved-Monitor gezockt hat, kennt das Problem: Am Bildschirmrand verliert man schnell die Übersicht.

AOC platziert das 24,5-Zoll-Format bislang vor allem in seinen teureren Serien. Mit der 25G4ZR wandert die Größe nun auch in die günstigere G4-Reihe. „Der 25G4ZR ist der ideale Einstieg: die richtige Größe und echte Geschwindigkeit, ohne den hohen Preis“, sagt César Acosta, Senior Gaming Product Manager bei AGON by AOC.

Technische Daten der AOC GAMING 25G4ZR

Kern der Ausstattung ist das Fast-IPS-Panel, das nativ mit 240 Hz läuft und sich im OSD auf 260 Hz übertakten lässt. Die MPRT-Reaktionszeit liegt bei 0,3 ms, die GtG-Reaktionszeit bei bis zu 1 ms. Laut Herstellerhandbuch unterstützt der Monitor zudem MBR Sync, also die gleichzeitige Nutzung von Adaptive Sync und Backlight-Strobing für zusätzlich reduzierte Bewegungsunschärfe, auch wenn AOC das Feature in der Pressemitteilung selbst nicht erwähnt.

Bei den Farbwerten bewegt sich die 25G4ZR im für Fast-IPS-Panels üblichen Rahmen: 121 Prozent sRGB und 92 Prozent DCI-P3 bei 8 Bit Farbtiefe. Die Helligkeit liegt bei 300 cd/m², der Kontrast bei 1000:1. Eine offizielle HDR10-Kennzeichnung ist vorhanden, dürfte angesichts der Werte aber eher als Kompatibilitätsfeature denn als echtes HDR-Erlebnis zu verstehen sein. Die Leistungsaufnahme gibt AOC mit rund 18 Watt an.

Spezifikation AOC GAMING 25G4ZR
Bildschirmgröße 24,5 Zoll (62,2 cm)
Auflösung 1920 x 1080 (Full HD)
Panel Fast IPS
Bildwiederholrate 240 Hz nativ, 260 Hz übertaktet
Reaktionszeit 1 ms GtG, 0,3 ms MPRT
Farbraum 121 % sRGB, 92 % DCI-P3, 8 Bit
Helligkeit / Kontrast 300 cd/m² / 1000:1
Sync-Technologie Adaptive Sync, MBR Sync
Anschlüsse 2x HDMI 2.0, 1x DisplayPort 1.4, Kopfhörerausgang
Ergonomie 130 mm Höhenverstellung, Neigung, Schwenk, Pivot, VESA 100×100
Leistungsaufnahme ca. 18 Watt
Preis (UVP) 159 Euro / 149 CHF
Verfügbarkeit ab Juli 2026

Ausstattung für lange Gaming-Sessions

Der Standfuß lässt sich um 130 mm in der Höhe verstellen, neigen, schwenken und dank Pivot-Funktion auch in die Vertikale drehen. Wer lieber einen Monitorarm nutzt, kann auf die VESA-Aufnahme (100 x 100 mm) zurückgreifen. Bei den Anschlüssen bleibt AOC bei der bekannten Ausstattung der G4-Reihe: zwei HDMI-2.0- und ein DisplayPort-1.4-Eingang sowie ein Kopfhörerausgang. Wer die 25G4ZR an einer aktuellen Konsole betreiben will, sollte das im Hinterkopf behalten, HDMI 2.1 gibt es hier nicht.

Für kompetitive Runden gibt es den Low-Input-Lag-Modus, der nicht notwendige Verarbeitungsschritte überspringt und so die Eingabeverzögerung senkt. Flicker-Free-Technik und ein Low-Blue-Light-Modus sollen zusätzlich die Augen bei mehrstündigen Sessions schonen. Eine offizielle Nvidia-G-Sync-Zertifizierung listet AOC für die 25G4ZR aktuell nicht, Adaptive Sync für FreeSync-fähige Grafikkarten funktioniert aber wie gewohnt.

Einordnung in die AOC G4-Serie

Die 25G4ZR ist nicht die erste 24,5-Zoll-Option in AOCs Line-up. Wer mehr Tempo will, findet mit der 25G4SXU aus der G4-Serie ein Modell mit bis zu 310 Hz, muss dafür allerdings tiefer in die Tasche greifen. Wer es lieber etwas ruhiger und günstiger mag, wird eher bei der G42-Serie mit 180 Hz fündig, die AOC parallel im Programm hat. Die 25G4ZR positioniert sich preislich und leistungstechnisch genau zwischen diesen beiden Extremen und dürfte damit für Umsteiger von 144-Hz-Monitoren besonders interessant sein.

Falls du gerade allgemein auf der Suche nach einem neuen Bildschirm bist und nicht nur nach diesem einen Modell schielst, lohnt sich auch ein Blick in unsere Monitor-Kaufberatung mit aktuellen Empfehlungen.

Preis und Verfügbarkeit

Die AOC GAMING 25G4ZR soll ab Juli 2026 für 159 Euro UVP erhältlich sein. Zum Redaktionsschluss ist der Monitor bei deutschen Händlern noch nicht gelistet, ein Preisverfall unter die UVP ist angesichts der Preispolitik bei früheren G4-Modellen aber durchaus wahrscheinlich, sobald der Monitor eine Weile im Handel steht.

FAQ zur AOC GAMING 25G4ZR

Wie viel kostet die AOC GAMING 25G4ZR?

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 159 Euro beziehungsweise 149 Schweizer Franken.

Wann kommt die AOC GAMING 25G4ZR in den Handel?

AOC plant den Marktstart für Juli 2026.

Unterstützt die AOC GAMING 25G4ZR G-Sync?

Eine offizielle Nvidia-G-Sync-Kompatibilität listet AOC bislang nicht. Adaptive Sync für FreeSync-Grafikkarten wird unterstützt.

Was ist der Unterschied zwischen 240 Hz und 260 Hz bei der 25G4ZR?

240 Hz sind die native Bildwiederholrate, die der Monitor ab Werk liefert. Die 260 Hz erreichst du erst, wenn du den Übertaktungsmodus im OSD manuell aktivierst.

Fazit

Mit der GAMING 25G4ZR macht AOC ein Format zugänglich, das lange fast ausschließlich in teureren Serien zu finden war. 260 Hz, ein Fast-IPS-Panel und ordentliche Ergonomie für 159 Euro sind auf dem Papier ein starkes Paket, gerade für Umsteiger von 144-Hz-Monitoren. Ob die Bildqualität und die tatsächliche Verarbeitung dem Preis gerecht werden, kann aber erst ein ausführlicher Test zeigen, sobald erste Exemplare verfügbar sind.