Apple HomePad Leak: Release-Termin, Design und Funktionen im Überblick

Philipp Briel
Philipp Briel · 5 Min. Lesezeit
Mac mini M6
Bild: Apple

Apple bringt sein erstes Smart-Home-Display offenbar schon in zwei Wochen auf den Markt. Das sogenannte Apple HomePad soll laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman am 13. Oktober vorgestellt werden, und zwar gleich in zwei Bauformen: als Tischgerät mit 6-Zoll-Display und als Wandmodell mit fest verbauten Lautsprechern. Was bisher zu Design, Funktionen und möglichen Preisen bekannt ist, lest ihr hier.

Apple arbeitet schon seit Jahren an einem eigenen Smart-Home-Hub mit Bildschirm, ähnlich dem Amazon Echo Show oder dem Google Nest Hub. Mehrere Verschiebungen und interne Diskussionen über das richtige Betriebssystem sollen den Start immer wieder nach hinten verschoben haben. Jetzt scheint es aber konkret zu werden.

Wann kommt das Apple HomePad? Der Release-Termin

Gurman nennt in seinem Bloomberg-Newsletter „Power On“ den 13. Oktober als Starttermin für die neue Gerätefamilie, berichtet unter anderem IT Boltwise. Das wäre nur wenige Wochen nach dem jüngsten Herbst-Lineup mit der Apple Watch Ultra 3 und dem AirTag 2. Apple würde damit innerhalb weniger Wochen gleich mehrere neue Produktkategorien auffrischen, was für das Unternehmen eher ungewöhnlich ist.

Eine offizielle Ankündigung von Apple selbst gibt es noch nicht. Gurman gilt in der Apple-Szene aber als einer der zuverlässigsten Insider, seine Vorhersagen zu Terminen haben sich in den vergangenen Jahren meist bestätigt.

Design: Zwei Displays für zwei Einsatzorte

Intern trägt das Projekt die Modellnummern J490 und J491, die für die beiden Hauptvarianten stehen.

Tischmodell (J490)

Die Tischversion hat ein quadratisches 6-Zoll-Display und erinnert optisch an den iMac G4 aus dem Jahr 2002: ein flacher Bildschirm, der an einem polierten Metallarm über einem runden Standfuß schwebt. Der Fuß selbst enthält die Lautsprecher, erkennbar an ringförmig angeordneten Öffnungen. Das Display soll dabei so dünn wie ein iPhone sein, allerdings mit vergleichsweise breiten Rändern.

Wandmodell (J491)

Die zweite Variante ist für die Wandmontage gedacht. Hier sitzen Lautsprecher und Mikrofone direkt hinter einer flachen, quadratischen Basis, auf der auch das Display verbaut ist. Diese Version eignet sich eher für den Einsatz in Fluren oder in der Küche, wo kein Platz für ein freistehendes Gerät ist.

Eine dritte Variante mit Roboterarm

Zusätzlich soll Apple an einem dritten Modell arbeiten: einem 9-Zoll-Display an einem beweglichen Arm, der sich um 360 Grad drehen und kippen lässt. Dieses Gerät würde dem Nutzer während eines Videotelefonats automatisch folgen können. Ob diese Variante schon am 13. Oktober vorgestellt wird oder erst später folgt, ist bislang unklar.

Funktionen: Siri-KI, Gesichtserkennung und Besuchermodus

Im Zentrum der Software steht eine überarbeitete, KI-gestützte Siri, die auf Apples neuer Sprachassistenten-Architektur aufbauen soll. Dazu kommen Funktionen, die man von Konkurrenzgeräten kennt, aber in Apples eigenem Ökosystem umgesetzt:

  • Gesichtserkennung, damit das Display Nutzer erkennt und personalisierte Inhalte anzeigt
  • Ein Besuchermodus, der private Daten ausblendet, wenn Gäste im Haus sind
  • Steuerung von Thermostaten, Türschlössern und anderem Zubehör über Apple Home
  • FaceTime-Anrufe über eine Frontkamera
  • Widgets, die vom iPhone bekannt sind, direkt auf dem großen Display

Wer zu Hause schon mit smarter Heizungssteuerung experimentiert, findet in unserer Übersicht zu smarter Temperatursteuerung passende Geräte, die sich später vermutlich auch über das HomePad einbinden lassen. Und wer lieber selbst bastelt statt auf fertige Hardware zu warten, kann sich ansehen, wie man ein eigenes Smart Device mit Home Assistant baut.

Nicht nur das HomePad: Auch HomePod mini und Apple TV sollen folgen

Laut Gurman plant Apple den 13. Oktober als größeren Schlag für den Smart-Home-Bereich. Neben dem HomePad sollen an diesem Tag auch eine aktualisierte HomePod mini, die seit 2020 keine Überarbeitung mehr bekommen hat, sowie eine neue Apple-TV-Box erscheinen, die erste seit 2022. Beide Geräte sollen schnellere Prozessoren erhalten, die vor allem die neue Siri-KI flüssiger laufen lassen sollen.

Preis und technische Daten: Was noch offen ist

Zu Preis und verbautem Chip gibt es bislang keine belastbaren Angaben. Angesichts der Display-Größe und der KI-Funktionen wäre ein Einstiegspreis im Bereich von 200 bis 300 US-Dollar plausibel, das ist allerdings reine Spekulation und keine bestätigte Information. Auch zum genauen Prozessor schweigen sich die bisherigen Berichte aus.

Apple gegen Amazon Echo Show und Google Nest Hub

Mit dem HomePad betritt Apple einen Markt, den Amazon mit dem Echo Show und Google mit dem Nest Hub seit Jahren unter sich ausmachen. Beide Hersteller haben dort einen deutlichen Vorsprung bei Preis und Verbreitung. Apples Vorteil dürfte die tiefe Integration in iPhone, Mac und die eigene Hausautomation sein, gerade für Nutzer, die ohnehin schon im Apple-Ökosystem unterwegs sind.

Fazit

Wenn sich der 13. Oktober als Termin bestätigt, würde Apple mit dem HomePad einen lange erwarteten Schritt endlich gehen. Die bisher bekannten Details zu Design und Funktionen klingen stimmig und wurden mehrfach unabhängig voneinander berichtet, offizielle Bestätigungen von Apple selbst stehen aber noch aus. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald es neue Informationen gibt.