Die Apple Keynote 2026 dürfte am Mittwoch, dem 9. September stattfinden. Darauf deutet ein internes Memo hin, mit dem Apple gerade Store-Mitarbeiter für die Organisation eines Presse-Events im Apple Park anwirbt. Vorgestellt werden sollen iPhone 18 Pro und Pro Max, Apples erstes faltbares iPhone sowie die Apple Watch Series 12.
Das Wichtigste in Kürze:
- Apple sucht intern Store-Mitarbeiter für ein Presse-Event in der „ersten Septemberhälfte“.
- Als wahrscheinlichster Termin gilt Mittwoch, der 9. September 2026, der 8. September bleibt möglich.
- Erwartet werden iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max, ein faltbares iPhone sowie Apple Watch Series 12 und Ultra 4.
- Es wäre die erste große Hardware-Keynote unter John Ternus, der am 1. September CEO wird.
- Die Standardmodelle sollen erst im Frühjahr 2027 nachrücken.
Ein internes Memo verrät die Event-Woche
Apple verlost aktuell Plätze unter US-Store-Mitarbeitern, die beim Presse-Event im Apple Park aushelfen wollen. Bloomberg-Journalist Mark Gurman, dem das Memo vorliegt, nennt die Aufgaben: Warteschlangen organisieren, Gäste einchecken, Besucher zu ihren Plätzen bringen und dem Sicherheitspersonal zur Hand gehen. Reise und Unterkunft zahlt Apple. Wer bereits auf der WWDC oder beim iPhone-Event des Vorjahres im Einsatz war, ist ausgeschlossen. Bewerbungsschluss ist der 8. August, die Gewinner erfahren am 17. August Bescheid.
Ein konkretes Datum steht nicht in dem Papier. Die Mitarbeiter lesen dort nur, dass das Event in der ersten Septemberhälfte liegt. Für die Terminsuche reicht das trotzdem, denn der Kalender lässt Apple kaum Spielraum.
Warum der 9. September als Termin für die Apple Keynote 2026 gilt
Der 7. September ist in den USA Labor Day, also Feiertag. Angereiste Journalisten brauchen zudem einen Puffertag. Damit fällt der Wochenanfang aus, und es bleiben Dienstag, der 8., und Mittwoch, der 9. September. Gurman hält beide für möglich, tendiert aber zum Mittwoch. Apple hat seine iPhone-Keynotes in den vergangenen Jahren fast ausnahmslos auf einen Dienstag oder Mittwoch gelegt.
Die offizielle Einladung dürfte rund zwei Wochen vorher verschickt werden, also um den 25. oder 26. August. Folgt Apple dem gewohnten Ablauf, starten die Vorbestellungen am Freitag danach (11. September) und der Verkauf eine Woche später am 18. September. Bestätigt ist davon bislang nichts.
iPhone 18 Pro: Das steckt in den neuen Pro-Modellen
Optisch bleibt Apple den bisherigen Leaks zufolge beim Look des Vorgängers und feilt nur an Details. Die Dynamic Island soll schrumpfen, die Weitwinkelkamera eine variable Blende bekommen. Das Pro Max fällt etwas dicker aus, weil mehr Akku hineinwandert.
| Merkmal | Erwartete Angabe |
|---|---|
| Modelle | iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max |
| Chip | A20 Pro (2-nm-Fertigung) |
| Kamera | Weitwinkel mit variabler Blende |
| Display | kleinere Dynamic Island |
| Neue Farbe | Dark Cherry |
| Software | iOS 27 mit überarbeiteter Siri |
| Preis | 100 bis 200 US-Dollar über dem Vorgänger |
Das faltbare iPhone eröffnet eine neue Kategorie
Der eigentliche Aufreger des Abends dürfte Apples erstes Foldable sein, das in Leaks meist als iPhone Ultra läuft. Erwartet werden ein rund 7,8 Zoll großes Innendisplay im 4:3-Format, ein 5,5-Zoll-Außenbildschirm und eine Rückkehr zu Touch ID, weil für Face ID im schmalen Rahmen kein Platz ist. Preislich stehen 2.000 bis 2.500 US-Dollar im Raum.
Ob das Gerät zeitnah in den Handel kommt, ist die offene Frage. Auftragsfertiger Foxconn nimmt noch letzte Anpassungen an der Massenproduktion vor, Scharnier und Display-Haltbarkeit gelten als kniffligste Punkte. Analyst Ming-Chi Kuo rechnet mit Lieferengpässen und hohen Wiederverkaufspreisen zum Start. Eine Vorstellung im September mit Verkaufsstart deutlich später wäre also keine Überraschung.
Apple Watch Series 12 und Ultra 4 im Doppelpack
Neben den iPhones stehen die Apple Watch Series 12 und eine neue Watch Ultra auf dem Zettel. Erwartet werden ein schnellerer S-Chip, längere Laufzeit und zusätzliche Gesundheitsfunktionen. Bei der Ultra kursieren Gerüchte über ein dünneres Gehäuse und eine Blutdruck-Warnung, wobei manche Signale aus der Lieferkette auch auf 2027 deuten. Ein OLED-iPad-mini könnte ebenfalls im September dazukommen.
Erste große Keynote unter CEO John Ternus
Die Veranstaltung hat noch eine zweite Ebene. Am 1. September 2026 übernimmt John Ternus den CEO-Posten von Tim Cook, der als Executive Chairman bleibt und sich unter anderem um politische Kontakte kümmert. Ternus arbeitet seit 2001 bei Apple und verantwortete zuletzt das Hardware-Engineering für iPhone, iPad, Mac und AirPods. Cook beschrieb ihn bei der Bekanntgabe im April als jemanden mit „dem Verstand eines Ingenieurs und der Seele eines Innovators“.
Acht Tage nach dem Amtswechsel würde Ternus also seine erste Herbst-Keynote als CEO moderieren, und das mit einer neuen Produktkategorie im Gepäck. Der Zeitpunkt ist für Apple günstig: Im dritten Geschäftsquartal 2026 hat der Konzern gerade einen Rekordumsatz von 109,4 Milliarden US-Dollar gemeldet.
Was Apple auf später verschiebt
Auffällig ist, was im September fehlt. Das Standard-iPhone 18 soll laut Lieferketten-Berichten erst im Frühjahr 2027 erscheinen, gemeinsam mit einem Nachfolger des iPhone Air. Apple würde damit erstmals seit über einem Jahrzehnt seinen September-Rhythmus aufbrechen und die Keynote komplett den margenstarken Pro- und Foldable-Modellen überlassen.
Für Oktober zeichnet sich eine zweite Welle ab, vermutlich ohne große Bühne: neue Macs mit M6-Chip, ein aktualisiertes Apple TV, ein neuer HomePod mini und ein Smart-Home-Display. Auch das sind bislang nur Berichte, keine Ankündigungen.
Fazit: Der 9. September ist ein guter Tipp, aber keine Gewissheit
Für die Apple Keynote 2026 spricht viel für Mittwoch, den 9. September. Das Memo an die Store-Mitarbeiter belegt allerdings nur die Event-Woche, den genauen Tag leitet Gurman aus Kalender und Gewohnheit ab. Sicherheit gibt es erst mit der offiziellen Einladung, die Ende August auf apple.com/apple-events auftauchen dürfte. Wer auf das faltbare iPhone wartet, sollte sich außerdem darauf einstellen, dass zwischen Vorstellung und Verfügbarkeit einige Wochen liegen können.
Quellen: WinFuture, Apple Newsroom
