Seit dem 25. Juni 2026 zahlst du im Apple Store deutlich mehr: Das MacBook Pro ist je nach Modell 300 bis 400 Euro teurer geworden, das Apple TV 4K legt um bis zu 110 Euro zu, und auch iPad sowie diverse Speicher-Upgrades kosten jetzt mehr. Es ist Apples erste große Apple-Preiserhöhung seit dem Beginn der DRAM-Krise – und sie trifft fast das gesamte Sortiment. iPhone, Apple Watch und AirPods bleiben vorerst außen vor.
TL;DR – das Wichtigste in Kürze
- MacBook Pro 16″: +400 Euro auf 3.399 Euro. 14″-Modell: +300 Euro auf 2.199 Euro.
- MacBook Air: +200 Euro (ab 1.399 Euro), MacBook Neo: +100 Euro (ab 799 Euro).
- iPad Air: +150 Euro, iPad Pro: +200 Euro.
- Apple TV 4K mit 128 GB: von 189 auf 299 Euro – ein Plus von 58 Prozent.
- RAM-Upgrades kosten jetzt 220 statt 200 Euro pro Schritt.
- Grund ist die weltweite Speicherknappheit, ausgelöst durch den KI-Boom.
Warum Apple die Preise erhöht
Apple-CEO Tim Cook hatte die Preisrunde schon Mitte Juni angekündigt und sie als praktisch unvermeidbar bezeichnet. Der Hintergrund ist eine handfeste Speicherkrise: Die Preise für DRAM (Arbeitsspeicher) und NAND-Flash (SSD- und Gerätespeicher) sind massiv gestiegen.
Schuld ist vor allem der KI-Boom. Rechenzentren saugen einen Großteil der weltweiten Speicherproduktion auf, wodurch für klassische Unterhaltungselektronik weniger übrig bleibt. PC Games Hardware und andere berichten seit Monaten über stark gestiegene RAM- und SSD-Preise im PC-Markt. Laut Marktforschern von TrendForce kletterten die DRAM-Preise im ersten Quartal 2026 um rund 98 Prozent, für das zweite Quartal wird ein weiterer Sprung erwartet.
Apple hat die Mehrkosten lange selbst geschluckt. Dank großer Abnahmemengen und langfristiger Lieferverträge kam der Konzern bislang glimpflicher davon als kleinere Hersteller. Doch irgendwann ist Schluss mit Abfedern – und genau diesen Punkt hat Apple jetzt erreicht.
Die neuen MacBook-Preise im Überblick
Am deutlichsten trifft es die Profi-Notebooks. Das 16-Zoll-MacBook-Pro klettert um satte 400 Euro auf 3.399 Euro, beim 14-Zoll-Modell sind es 300 Euro mehr. Auch die Speicher-Upgrades ziehen an: Ein RAM-Schritt kostet jetzt 220 statt 200 Euro. Das summiert sich schnell – ein 14″ MacBook Pro mit M5 Pro, 48 GB RAM und 2 TB SSD landet so bei rund 4.359 Euro.
| MacBook-Modell | Preis bis 24. Juni | Preis ab 25. Juni | Aufpreis |
|---|---|---|---|
| MacBook Neo (256 GB) | 699 € | 799 € | +100 € |
| MacBook Neo (512 GB) | 799 € | 899 € | +100 € |
| MacBook Air 13″ | 1.199 € | 1.399 € | +200 € |
| MacBook Air 15″ | 1.499 € | 1.699 € | +200 € |
| MacBook Pro 14″ | 1.899 € | 2.199 € | +300 € |
| MacBook Pro 16″ | 2.999 € | 3.399 € | +400 € |
| Mac mini M4 | 949 € | 949 € | ±0 € |
| Mac mini M4 Pro | 1.699 € | 1.899 € | +200 € |
| iMac (16 GB / 256 GB) | 1.499 € | 1.799 € | +300 € |
Wer mit einem Neukauf liebäugelt, sollte den Markt im Blick behalten. Das MacBook Neo bei Amazon war zum Start der Preisrunde teils noch zum alten Kurs gelistet – solche Restposten verschwinden aber meist zügig.
iPad: Air und Pro werden spürbar teurer
Beim Tablet zieht Apple ebenfalls an. Das iPad Air kostet 150 Euro mehr, das iPad Pro sogar 200 Euro. In der Spitze bedeutet das: Ein 13-Zoll iPad Pro mit 2 TB Speicher liegt nach der Anpassung bei stolzen 2.999 Euro.
| iPad-Modell | Preis bis 24. Juni | Preis ab 25. Juni | Aufpreis |
|---|---|---|---|
| iPad Air 11″ | 649 € | 799 € | +150 € |
| iPad Air 13″ | 849 € | 999 € | +150 € |
| iPad Pro 11″ | 1.099 € | 1.299 € | +200 € |
| iPad Pro 13″ | 1.449 € | 1.649 € | +200 € |
Apple TV 4K: prozentual der größte Sprung
Absolut gesehen sind die Aufschläge bei MacBook und iPad höher. Prozentual aber trifft es das günstige Apple TV 4K am härtesten. Das Modell mit 128 GB springt von 189 auf 299 Euro – ein Plus von 110 Euro oder satten 58 Prozent. Gerade bei einem ohnehin günstigen Gerät fällt so ein Aufschlag richtig ins Gewicht.
| Apple TV 4K | Preis bis 24. Juni | Preis ab 25. Juni | Aufpreis |
|---|---|---|---|
| Apple TV 4K (64 GB) | 169 € | 229 € | +60 € |
| Apple TV 4K (128 GB) | 189 € | 299 € | +110 € |
Was die Apple-Preiserhöhung für Käufer bedeutet
Kurz gesagt: Warten lohnt sich nicht unbedingt. Branchenexperten rechnen erst 2027 oder 2028 mit einer spürbaren Entspannung am Speichermarkt, weil die zusätzlichen Produktionskapazitäten schlicht noch nicht da sind. Sinken die Komponentenpreise irgendwann wieder, ist zudem fraglich, ob Apple das an die Kundschaft weitergibt – Preissenkungen waren in der Vergangenheit die Ausnahme, nicht die Regel.
Wer ein bestimmtes Modell im Auge hat, fährt aktuell oft besser mit Händler-Aktionen oder Restbeständen zum alten Preis als mit dem Listenpreis im Apple Store. Und wenn du ohnehin noch wartest: Spannend bleibt, ob Apple mit der nächsten Hardware-Generation nachlegt. Gerüchte über ein neues MacBook Ultra mit OLED und Touchscreen kursieren bereits, und auch beim MacBook Pro mit OLED-Display und M6-Chip dürfte das Preisniveau eher steigen als fallen.
Fazit
Die Apple-Preiserhöhung ist happig, aber sie kommt nicht aus dem Nichts. Die Speicherkrise drückt die gesamte Branche, und Apple gibt die Kosten nun offen weiter, statt sie weiter selbst zu tragen. Für dich heißt das: MacBook, iPad und Apple TV sind ab sofort teils mehrere Hundert Euro teurer, das iPhone bleibt vorerst verschont. Wenn ein Kauf ansteht, vergleiche Preise genau und greife eher zu Aktionen, denn ein schnelles Ende der hohen Preise ist nicht in Sicht.
