Apple macht ernst im Rennen um die smarte Brille: Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg-Insider Mark Gurman testet der Konzern derzeit mindestens vier verschiedene Frame-Designs für sein kommendes Smart-Glasses-Projekt. Das Ziel ist klar – ein Konkurrenzprodukt zu den populären Ray-Ban Meta Smart Glasses. Ein Launch wird für 2027 erwartet, eine erste Enthüllung könnte noch in diesem Jahr erfolgen.
- Vier Brillendesigns in Entwicklung: zwei eckige und zwei ovale oder runde Varianten in unterschiedlicher Größe
- Farben in der Prüfung: Schwarz, Ozeanblau und Hellbraun
- Kein AR-Display – Fokus liegt auf Kamera, Mikrofon, Lautsprecher und KI-Features wie Siri und Visual Intelligence
- Apple-Watch-Chip als technologische Basis; Kameras in ovalem Muster mit sichtbaren Kontrollleuchten für mehr Privatsphäre
Vier Designs, mehrere Farben – Apple setzt auf Stilvielfalt
Wie Gurman in seinem „Power On“-Newsletter berichtet, testet Apple aktuell vier unterschiedliche Rahmenformen:
- Eine breite, eckige Fassung im Stil der klassischen Ray-Ban Wayfarer
- Eine schlankere, eckige Variante – ähnlich der Brille, die Apple-CEO Tim Cook selbst trägt
- Eine größere ovale oder runde Fassung
- Eine kleinere, elegantere ovale Variante
Apple plant offenbar, mehrere dieser Designs gleichzeitig auf den Markt zu bringen – in unterschiedlichen Farbkombinationen wie Schwarz, Ozeanblau und Hellbraun. Diese Strategie erinnert stark an den Apple-Watch-Launch von 2015, als Apple von Anfang an eine breite Auswahl an Gehäusen und Armbändern anbot, um möglichst viele Geschmäcker anzusprechen. Das übergeordnete Ziel: ein unverwechselbares Apple-Design, das genauso ikonisch werden soll wie AirPods oder iPhone.
Was die Apple Smart Glasses können sollen
Im Gegensatz zur Vision Pro sind die kommenden Smart Glasses kein Augmented-Reality-Gerät. Apple setzt bewusst auf einen klassischen Brillenlook ohne integriertes Display – damit bleibt AR der Vision-Pro-Linie vorbehalten. Stattdessen handelt es sich um eine Art hybrides Wearable: Die Brille soll über eingebaute Kameras, Mikrofone und Lautsprecher verfügen, mit denen Telefonate geführt, Musik abgespielt sowie Fotos und Videos aufgenommen werden können.
Besonders interessant ist die KI-Integration: Mit Siri und Apples Visual Intelligence soll die Brille in der Lage sein, die Umgebung zu analysieren, Informationen anzuzeigen und auf Sprachbefehle zu reagieren – ähnlich dem, was das iPhone bereits mit der Kamera-KI leistet. Intern läuft das Projekt unter dem Codenamen „N50″ und setzt auf einen modifizierten Apple-Watch-Chip, der auf minimalen Energieverbrauch optimiert ist. Die Frontkameras sind in einem ovalen Muster angeordnet und von sichtbaren Kontrollleuchten umgeben – ein klares Signal nach außen, wenn die Kamera aktiv ist, und damit ein bewusstes Statement in puncto Datenschutz.
Starker Konkurrent Meta – und Apples Antwort
Meta hat mit den Ray-Ban Smart Glasses gezeigt, dass smarte Brillen massentauglich sein können. Das Gerät verbindet modisches Design mit praktischen Features und hat sich als überraschend beliebtes Produkt etabliert. Apple hinkt im Smart-Glasses-Segment noch hinter Meta hinterher – der Konzern hofft jedoch, mit seinem Ruf für überlegenes Design und nahtlose Integration ins Apple-Ökosystem den entscheidenden Unterschied zu machen. Die Tatsache, dass Apple von Anfang an mehrere Designs plant, unterstreicht diesen Ansatz: Während Meta auf eine Partnerschaft mit einem etablierten Brillenhersteller setzt, will Apple das Design vollständig selbst kontrollieren.
Fazit
Apples Smart Glasses nehmen konkrete Formen an: Vier Designs, mehrere Farben und ein klarer KI-Fokus deuten auf ein ernstzunehmendes Konkurrenzprodukt zu den Ray-Ban Meta Glasses hin. Ein Launch ist für 2027 geplant, eine erste Vorstellung möglicherweise noch 2026. Preisangaben gibt es bislang nicht – angesichts Apples Premiumpositionierung ist jedoch davon auszugehen, dass die Brille oberhalb des Einstiegspreises der Ray-Ban Meta (ab ca. 329 Euro) liegen wird