Arctic bringt mit dem Fan Controller eine kompakte Lüftersteuerung, die bis zu zehn PWM-Lüfter einzeln regelt – und das softwaregesteuert unter Windows und Linux. Anders als einfache Fan-Hubs verteilt das Gerät nicht ein einziges Signal auf alle Anschlüsse, sondern spricht jeden Lüfter separat an. Preislich startet der Controller bei rund 12 Euro, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 16,99 Euro.
Zehn Lüfter, jeder einzeln geregelt
Der Kern der Arctic-Lüftersteuerung ist die getrennte Ansteuerung: Statt alle Lüfter mit derselben Drehzahl laufen zu lassen, lässt sich für jeden Kanal eine eigene Kurve festlegen. Dazu meldet der Controller die Drehzahl jedes angeschlossenen Lüfters per RPM zurück. Als Software nennt Arctic unter anderem Fan Control, SpeedFan und SignalRGB – festgelegt auf ein Programm ist das Gerät nicht.
Die kleine Box misst 86 × 55 × 14 mm und wird per Klebestreifen oder magnetisch im Gehäuse befestigt. Strom bezieht sie über SATA, die Daten laufen über einen USB-2.0-Header vom Mainboard.
Die technischen Daten im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kanäle | 10, einzeln adressierbar |
| Strom pro Kanal | bis zu 2 A |
| Gesamtausgang | max. 4,5 A |
| Anschluss (Strom / Daten) | SATA / USB-2.0-Header |
| Maße | 86 × 55 × 14 mm |
| Montage | magnetisch oder selbstklebend |
| Betriebssysteme | Windows, Linux (ab Kernel 7.2) |
Die 4,5 A Gesamtleistung klingen zunächst knapp, liegen aber deutlich über dem, was übliche Gehäuselüfter ziehen: Ein 140-mm-PWM-Lüfter kommt meist auf etwa 0,2 bis 0,4 A. Wer viele Lüfter für einen guten Airflow verbaut, stößt damit kaum an Grenzen. Passend dazu unser Ratgeber, wie man den optimalen Airflow im Gehäuse erreicht.
Für wen sich der Fan Controller lohnt
Zielgruppe sind vor allem Nutzer, denen die Lüfteranschlüsse auf dem Mainboard ausgehen oder die ihre Lüfter an CPU-Kühler, Radiator und verschiedenen Gehäusepositionen unterschiedlich regeln wollen. Als reine Nachrüstlösung ist der Controller unabhängig vom verbauten Board und Gehäuse – wer schon länger auf Arctic-Kühlung setzt, kennt den Preis-Leistungs-Kurs der Marke etwa von der verlängerten Garantie auf die AiO-Wasserkühlungen.
Linux-Support ab Werk
Bemerkenswert ist die Linux-Anbindung: Arctic hat den Treiber selbst beigesteuert, statt ihn der Community zu überlassen. Das Gerät meldet sich als USB-HID-Gerät, der hwmon-Treiber liest die Drehzahlen aus und setzt die PWM-Werte. Ab Linux-Kernel 7.2 ist die Steuerung damit direkt nutzbar.
Preis und Verfügbarkeit
Der Arctic Fan Controller ist ab sofort erhältlich. Im Arctic-Webshop gibt es ihn zum Start mit 25 Prozent Rabatt für rund 12 Euro, dazu ist er bei Amazon, eBay und ausgewählten Partnern gelistet. Die UVP nennt Arctic mit 16,99 Euro.
Fazit
Für unter 15 Euro bekommt man mit dem Arctic Fan Controller eine flexible Lüftersteuerung, die zehn Lüfter unabhängig regelt und dabei sogar an Linux gedacht hat. Wer mehr Anschlüsse oder feinere Kontrolle über seinen Airflow braucht, findet hier eine günstige Nachrüstlösung ohne Bindung an ein bestimmtes Ökosystem.
