ASRock steigt mit der neuen Rock Series in den Markt für AIO-Wasserkühlungen ein. Acht Modelle in 240 und 360 mm, jeweils in Schwarz oder Weiß und mit Display oder ARGB-Beleuchtung, sollen unkomplizierte Kühlung ohne Schnickschnack liefern. Der Hersteller verspricht dazu 0 dB Silent Cooling und sechs Jahre Garantie.
Mit der Rock Series positioniert sich ASRock bewusst zwischen Einsteiger- und Premium-Kühlern. Statt auf möglichst viele Features zu setzen, will die Serie laut Hersteller vor allem eines: eine solide, alltagstaugliche AIO-Wasserkühlung, die sich einfach einbauen lässt und lange durchhält. Das Motto dazu lautet „Solid Starts Simple“.
Acht Modelle, zwei Größen, zwei Editionen
Die Rock Series teilt sich in zwei Radiatorgrößen und zwei Ausstattungslinien auf. Bei den 240-mm-Modellen kommen zwei Lüfter zum Einsatz, bei den 360-mm-Varianten drei. Jede Größe gibt es in Schwarz und Weiß, jeweils als Digital-Edition mit kleinem Display oder als ARGB-Edition mit beleuchtetem CPU-Block. Macht in Summe acht Kombinationen, die sich nur in Größe, Farbe und Anzeige unterscheiden, technisch aber auf derselben Basis laufen.
| Merkmal | Rock Series 240 | Rock Series 360 |
|---|---|---|
| Radiatorgröße | 240 mm | 360 mm |
| Lüfteranzahl | 2 | 3 |
| Farben | Schwarz, Weiß | Schwarz, Weiß |
| Editionen | Digital (Display), ARGB | Digital (Display), ARGB |
| Pumpe | 3-Phasen, 6 Slots, Dual-Side-Inlet | 3-Phasen, 6 Slots, Dual-Side-Inlet |
| Schlauchmaterial | IIR + EPDM | IIR + EPDM |
| Wärmeleitpaste | ASRock Therm-X1 | ASRock Therm-X1 |
| Garantie | 6 Jahre | 6 Jahre |
Zu Preisen, Verfügbarkeit und unterstützten CPU-Sockeln hat sich ASRock bislang nicht geäußert. Auch Angaben zu Pumpendrehzahl, Durchflussrate oder maximaler Lüfterdrehzahl fehlen in der Ankündigung noch komplett.
Display-Modelle zeigen die CPU-Temperatur live an
Die Digital-Editionen bringen ein 1,05 Zoll großes Display direkt auf der Pumpeneinheit mit, das die CPU-Temperatur in Echtzeit anzeigt. Ob sich darüber auch eigene Hintergrundbilder oder zusätzliche Systemwerte einblenden lassen, hat ASRock noch nicht bestätigt. Bei anderen Herstellern gehört das mittlerweile zum Standard, insofern wäre es keine Überraschung, wenn ASRock hier per Software noch nachlegt.
Die ARGB-Variante verzichtet auf das Display und setzt stattdessen auf einen beleuchteten CPU-Block mit einem durchgehenden ARGB-Streifen, der sich mit den Radiatorlüftern synchronisieren lässt. Wer es lieber unauffällig mag, greift zur Digital-Edition, wer Beleuchtung im Gehäuse will, zur ARGB-Version.
0 dB Silent Cooling und die Pumpentechnik dahinter
Kernstück jeder Rock-Series-AIO ist eine 3-Phasen-Pumpe mit sechs Slots und einem beidseitigen Einlassdesign, das für einen gleichmäßigeren Durchfluss sorgen soll. Bei geringer Last sollen die vorinstallierten Lüfter dank „0 dB Silent Cooling“ komplett stehen bleiben, ASRock spricht hier von einem Zero-RPM-Modus. Das kennt man bereits von vielen Luftkühlern und Netzteilen, bei AIO-Wasserkühlungen ist es dagegen noch nicht überall Standard.
Für die Verbindung zwischen Kühlblock und Radiator setzt ASRock auf Schläuche aus IIR- und EPDM-Material, die vor Verdunstung schützen und für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind. Als Wärmeleitpaste kommt die hauseigene Therm-X1 zum Einsatz, vorab aufgetragen auf dem Kühlblock.
Verarbeitung und Garantie
Die Lüfter sind bei allen Modellen bereits werkseitig auf dem Radiator montiert und in einem einheitlichen Rahmen gefasst, dazu kommt ein aufgeräumtes Kabelmanagement. ASRock zielt damit klar auf Einsteiger und Bastler, die eine AIO-Wasserkühlung ohne viel Fummelei einbauen wollen. Die sechs Jahre Garantie sind für dieses Preissegment ein ordentliches Versprechen, sofern der Preis am Ende auch wirklich im Mittelfeld landet.
Einordnung: Lohnt sich die ASRock Rock Series?
Ganz neu ist ASRock im Kühlungsgeschäft nicht, größere eigene AIO-Serien für den Massenmarkt gab es bisher aber nicht. Die Rock Series wirkt wie ein bewusst zurückhaltender Einstieg: keine Gimmicks, sondern solide Technik, die auf dem Papier mit etablierten Marken mithalten kann. Ob das auch in der Praxis funktioniert, muss sich erst noch in Tests zeigen, insbesondere bei Lautstärke und Kühlleistung unter Volllast.
Auffällig ist außerdem, dass ASRock die weiße Variante gleichberechtigt neben Schwarz anbietet und damit dem Trend zu hellen Gehäusebauten folgt, den zuletzt auch ASRocks eigene Radeon RX 9070 XT Taichi White und weiße Kühlkomponenten von Corsair bedient haben. Wer aktuell eine helle Build-Optik plant, bekommt mit der Rock Series potenziell eine passende AIO-Wasserkühlung dazu, sobald Preis und Verfügbarkeit feststehen.
Weitere technische Details und Produktbilder gibt es auf der offiziellen ASRock-Produktseite.