ASUS bekommt seine ProArt-OLED-Reihe komplett: Zum bereits erhältlichen PA279CDV gesellt sich ab Herbst der größere ProArt PA329CDV. Beide Monitore setzen auf ein 4K-QD-OLED-Panel mit 120 Hz und werkskalibrierter Farbgenauigkeit und richten sich an Fotografen, Videoeditoren und alle, die täglich mit Farbe arbeiten.
Zwei Größen, ein Konzept
Der PA279CDV ist mit 26,5 Zoll das kompaktere Modell und bereits für 799,90 Euro im deutschen Fachhandel gelistet. Der PA329CDV wächst auf 31,5 Zoll und soll laut ASUS Anfang des vierten Quartals 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz starten, einen Preis nennt der Hersteller dafür bislang nicht. In den USA ruft ASUS für das größere Modell 899 US-Dollar auf, was einen ähnlichen Abstand zum kleineren Bruder erwarten lässt wie bei den bisherigen US-Preisen von 699 Dollar für den PA279CDV.
Wer sich schon jetzt für den PA279CDV interessiert: unseren ausführlichen Artikel zum Marktstart in Deutschland gibt es bereits seit Juli, inklusive Details zur macOS-Integration und dem BlackShield-ähnlichen Kratzschutz.
Technische Daten im Vergleich
Beide Monitore teilen sich den Großteil ihrer Ausstattung, unterscheiden sich aber bei Größe, Pixeldichte und Gewicht:
| Spezifikation | PA279CDV | PA329CDV |
|---|---|---|
| Bildschirmdiagonale | 26,5 Zoll | 31,5 Zoll |
| Auflösung | 3840 × 2160 Pixel (4K UHD) | |
| Panel | QD-OLED | |
| Bildwiederholrate | 120 Hz | |
| Helligkeit (HDR-Peak / SDR) | 1.000 / 250 Nits | 1.000 / 300 Nits |
| Kontrast | 1.500.000:1 | |
| Farbraum | 99 % DCI-P3, 100 % sRGB, 100 % Rec. 709 | |
| Farbtiefe | 10 Bit (1,07 Mrd. Farben) | |
| Farbgenauigkeit | Delta E < 1,5 | |
| Reaktionszeit | 0,1 ms (GTG) | |
| Pixeldichte | 166 ppi | 140 ppi |
| Gewicht (mit Standfuß) | 5,6 kg | 7,05 kg |
| Garantie | 3 Jahre, inklusive Einbrennschutz | |
Bei der Helligkeit lohnt ein genauerer Blick: 250 beziehungsweise 300 Nits im SDR-Betrieb und 1.000 Nits HDR-Spitzenhelligkeit sind für ein aktuelles QD-OLED-Panel eher durchschnittlich. ComputerBase merkt in seiner Einordnung der beiden Modelle zu Recht an, dass neuere QD-OLED-Panels mit RGB-Streifenstruktur diese Werte inzwischen übertreffen. Für die Farbarbeit selbst, wo es vor allem auf Delta E und Abdeckung ankommt, spielt das aber eine untergeordnete Rolle.
Anschlüsse, KVM und Mac-Integration
An Anschlüssen bieten beide Monitore USB-Typ-C mit 96 Watt Power Delivery, zwei DisplayPort-1.4-Buchsen mit DSC für Daisy-Chaining, einen HDMI-2.1-Port sowie einen USB-3.2-Hub mit einem weiteren USB-C- und drei USB-A-Anschlüssen. Eine Auto-KVM-Funktion erlaubt es, Tastatur und Maus zwischen zwei angeschlossenen Rechnern hin- und herzuschalten, praktisch etwa für alle, die parallel an einem MacBook und einem Windows-Rechner arbeiten.
Für macOS-Nutzer gibt es einen eigenen Farbmodus namens M Model-P3, der die Darstellung an die Charakteristik eines MacBook-Displays angleicht, dazu Unterstützung für die Helligkeitstasten der Mac-Tastatur und Apples ProMotion-Technologie. Die passende Steuersoftware ASUS DisplayWidget Center gibt es auch für macOS ab Version 12, wer mehr zu den aktuellen Funktionen des Tools wissen möchte, findet sie in unserem Artikel zum jüngsten Update mit KI-Agent-Steuerung.
OLED-Schutz und Ergonomie
Gegen Einbrennen setzt ASUS auf sein OLED-Care-Paket aus Pixel Shift, Screen Saver, automatischer Helligkeitsreduktion über einen Näherungssensor und einer Erkennung statischer Elemente wie Taskleisten oder Logos. Die Schutzfolie auf dem Panel soll laut Hersteller 2,5-mal kratzfester sein als bei den Vorgängermodellen. Beim Standfuß hat ASUS die Stellfläche um ein Drittel verkleinert, dazu kommen Neigung, Schwenkung, Höhenverstellung und eine 90-Grad-Drehung ins Hochformat, ergänzt durch eine VESA-100×100-Aufnahme für alternative Halterungen.
Preis, Verfügbarkeit und Adobe-Bundle
Der ProArt PA279CDV ist ab sofort im deutschen, österreichischen und Schweizer Fachhandel sowie in Online-Shops für 799,90 Euro erhältlich. Der PA329CDV folgt planmäßig Anfang des vierten Quartals 2026, einen DACH-Preis hat ASUS noch nicht kommuniziert. Neukäufer beider Modelle erhalten außerdem ein dreimonatiges kostenloses Adobe-Creative-Cloud-Abo mit Zugriff auf Lightroom, Photoshop, Premiere Pro, Illustrator, Adobe Substance 3D, Adobe Stock und Acrobat Standard, einlösbar bis zum 31. August 2027. Wer bereits mit ASUS-Monitoren der High-End-Reihe liebäugelt, findet in unserem Bericht zum PA27USD und PA32USD die Eckdaten der noch teureren Alternative mit 240 Hz und Dolby Vision.
Fazit
Mit dem ProArt PA329CDV schließt ASUS die Lücke, die der PA279CDV bislang offen ließ: eine größere Arbeitsfläche bei identischer Farbtreue und identischem Funktionsumfang. Für Einzelplatzarbeit im Homeoffice reicht der kleinere PA279CDV für 799,90 Euro schon jetzt völlig aus, wer mehr Bildfläche für Videoschnitt oder Bildbearbeitung braucht, wartet am besten auf den Preis des PA329CDV im Herbst. Ein High-End-Panel mit RGB-Streifenstruktur darf man bei beiden nicht erwarten, für die tägliche Farbarbeit mit Delta E unter 1,5 spielt das aber kaum eine Rolle.
