Der neue Profi-Controller aus dem Hause ROG ist endlich da: ASUS Republic of Gamers verkauft ab heute den ROG Raikiri II Pro, einen PC-Controller mit 8.000-Hz-Abtastrate, hot-swap-fähigen TMR-Joysticks und einem Vollfarb-Display zur Direktkonfiguration am Gerät. Der Controller kostet 219,90 Euro, die schwarze Version ist ab sofort in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich, Weiß folgt im September.
Kurz zusammengefasst
- 8.000 Hz Polling-Rate per 2,4-GHz-Funk über ROG SpeedNova-Technologie
- Hot-Swap-TMR-Joysticks mit zwei Kraftstufen (50GF/120GF) gegen Stick-Drift
- Dual-Mode-Trigger, Vollfarb-Display, fünf frei belegbare Profile
- Bis zu 79 Stunden Akkulaufzeit im 2,4-GHz-Modus (bei 1.000 Hz, RGB/Vibration aus)
- Nur für Windows 11 – kein Xbox-Support wie beim regulären ROG Raikiri II
- Preis: 219,90 Euro, Schwarz ab sofort, Weiß ab September
8.000 Hz Polling-Rate: Was ROG SpeedNova wirklich bringt
Standard-Controller fragen ihre Eingaben mit 1.000 Hz ab, also tausendmal pro Sekunde. Der Raikiri II Pro schafft im kabelgebundenen Betrieb und über die 2,4-GHz-Funkverbindung das Achtfache: 8.000 Hz. ASUS bezeichnet die dafür zuständige Technik als ROG SpeedNova und wirbt mit einer bis zu 4,6-mal geringeren Latenz als bei konkurrierenden Controllern. In der Praxis heißt das: Der Rechner bekommt Stick- und Tastenbewegungen schneller mitgeteilt, was vor allem in schnellen Shootern, Fighting Games und Rennsimulationen einen kleinen, aber messbaren Vorteil bringen soll.
Wichtig für die Kaufentscheidung: Die 8.000 Hz stehen nur am PC zur Verfügung, per Kabel oder über den beiliegenden 2,4-GHz-Adapter. Bluetooth bleibt bei den üblichen niedrigeren Abtastraten, weil der Standard schlicht nicht mehr Bandbreite zulässt.
Hot-Swap-TMR-Joysticks mit Anti-Drift-Funktion
Stick-Drift ist bei Controllern seit Jahren ein Ärgernis, unabhängig vom Hersteller. ASUS setzt beim Raikiri II Pro auf TMR-Sensoren (Tunnel-Magnetoresistanz) statt klassischer Potentiometer. Die Technik gilt als deutlich weniger anfällig für Drift, weil sie ohne mechanischen Verschleiß an Schleifkontakten arbeitet.
Die Joystick-Module lassen sich zudem ohne Werkzeug austauschen. Im Lieferumfang liegen zwei Sätze mit unterschiedlichem Widerstand: 120GF für ein straffes, präzises Gefühl und 50GF für leichtere, schnellere Bewegungen. Wer lieber hohe oder niedrige Stick-Kappen nutzt, kann auch diese tauschen, ein passendes Werkzeug liegt bei.
Dual-Mode-Trigger, Tastenlayout und Display
Die Trigger arbeiten im Dual-Mode: Per Umschalter lässt sich zwischen einem Mikroschalter mit kurzem Hub für schnelle, digitale Auslösung und einem TMR-Sensor mit vollem Hubweg für analoges Feingefühl wechseln, etwa beim Gas geben in Rennspielen. D-Pad, ABXY-Tasten, Bumper und die hinteren Zusatztasten laufen ebenfalls über Mikroschalter und sollen dadurch spürbar direkter reagieren als Standard-Controller.
Am unteren Rand des Griffs sitzen vier abnehmbare Rücktasten, dazu kommen zwei zusätzliche Bumper in Klauengriff-Position. Wer sie nicht braucht, deckt die Aussparungen mit beiliegenden Blindkappen ab. Zentrales Bedienelement ist ein Vollfarb-Display auf der Vorderseite, über das sich Profile, Tastenbelegung, RGB-Effekte und Vibrationsstärke direkt am Controller einstellen lassen, ohne Software am PC zu öffnen. Fünf Profile lassen sich unabhängig voneinander speichern.
Akkulaufzeit und Konnektivität
Der Raikiri II Pro verbindet sich kabelgebunden per USB-C, per 2,4-GHz-Funk oder über Bluetooth mit dem PC. Bei der Akkulaufzeit nennt ASUS drei Werte, je nach Nutzung: bis zu 79 Stunden bei 1.000 Hz mit deaktiviertem Display, RGB und Vibration, rund 63 Stunden bei voller 8.000-Hz-Abtastrate und etwa 22 Stunden, wenn Display, Beleuchtung und Vibration durchgehend aktiv sind. Das mitgelieferte Case dient gleichzeitig als Ladestation und kann als Reichweiten-Verlängerung für die Funkverbindung genutzt werden.
Technische Daten im Überblick
| Eigenschaft | Spezifikation |
|---|---|
| Kompatibilität | Windows 11 oder höher |
| Konnektivität | Kabelgebunden / 2,4 GHz RF / Bluetooth |
| Anschluss | USB-C, Kabel abnehmbar (USB-A auf USB-C, 1,8 m) |
| Polling-Rate | 1.000 Hz und 8.000 Hz am PC |
| Joysticks | Hot-Swap-TMR-Module, 120GF/50GF, Anti-Drift |
| Trigger | Dual-Mode: Mikroschalter oder TMR-Vollhub |
| Zusatztasten | 4 abnehmbare Rücktasten, 2 Claw-Bumper |
| Display | Vollfarb-Display, 5 Profile |
| RGB | Mehrere Modi, Aura-Sync-Unterstützung |
| Akkulaufzeit | Bis zu 79 Std. (1.000 Hz) / ca. 63 Std. (8.000 Hz) / ca. 22 Std. (Max-Einstellungen) |
| Software | ASUS Gear Link, Armoury Crate |
| Abmessungen | 105 × 65 × 155 mm |
| Gewicht | 270 g |
| Preis | 219,90 Euro / CHF (inkl. MwSt.) |
Preis und Verfügbarkeit
Der ROG Raikiri II Pro kostet 219,90 Euro beziehungsweise Franken. Die schwarze Version ist ab sofort im Fachhandel und in Online-Shops in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich, die weiße Variante soll im September nachziehen. Zum Vergleich: Der Vorgänger ROG Raikiri II für Xbox und PC liegt bei rund 175 Euro, andere High-End-PC-Controller wie der Scuf Omega bewegen sich in einer ähnlichen Preisregion.
ROG Raikiri II Pro vs. ROG Raikiri II: Was ist der Unterschied?
Wer den Namen schon kennt: Den ROG Raikiri II gibt es bereits als Xbox-Wireless-Controller, der auch am PC funktioniert. Die Pro-Version ist eine eigenständige Neuentwicklung ausschließlich für Windows 11 und bringt gegenüber dem Original einige Neuerungen mit: das Vollfarb-Display, die höhere 8.000-Hz-Abtastrate, hot-swap-fähige TMR-Sticks mit zwei Kraftstufen und eine von 50 auf 79 Stunden verlängerte Akkulaufzeit. Dafür fällt der Xbox-Support komplett weg, wer auch auf der Konsole spielen will, ist mit dem regulären Raikiri II besser bedient.
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Fazit
Mit dem ROG Raikiri II Pro positioniert ASUS einen PC-Controller klar im Wettbewerbssegment, in dem sich sonst vor allem Xbox-Elite-Controller und spezialisierte Anbieter wie Scuf bewegen. Die 8.000-Hz-Polling-Rate ist aktuell eines der höchsten Werte im Markt, hot-swap-fähige TMR-Sticks sollen das Drift-Problem lösen, und das Display am Gerät erspart den Umweg über die Software für schnelle Anpassungen. Ob sich der Aufpreis gegenüber dem regulären Raikiri II lohnt, hängt vor allem davon ab, wie wichtig einem die reine PC-Optimierung ist. Wer auch auf der Konsole zocken will, greift weiterhin zum Nicht-Pro-Modell. Als passendes Zubehör dazu bietet sich etwa das ROG Delta S Wireless-Headset an. Dass ASUS die Republic-of-Gamers-Peripherie-Palette derzeit breit ausbaut, zeigt auch die kürzlich vorgestellte ROG Cetra True Wireless Pro.
Quellen: ASUS Pressemitteilung
