AWOL LuxVision vorgestellt: Weltweit erster 4K-120-Hz-UST-Beamer mit optischem Lens-Shift

Philipp Briel
Philipp Briel · 5 Min. Lesezeit
AWOL LuxVision Ultrakurzdistanz-Beamer in Silber-Gold-Optik von vorne

AWOL Vision bringt zur IFA 2026 in Berlin den LuxVision an den Start, das neue Flaggschiff der Ultrakurzdistanz-Serie Aetherion. Der Hersteller bewirbt ihn als weltweit ersten UST-Beamer mit 4K-Auflösung bei 120 Hz und optischem Lens-Shift und kombiniert das mit RGB-Dreifachlaser-Technik und 6.000 ISO-Lumen Helligkeit. Aus wenigen Zentimetern Abstand zur Wand sollen so Bilddiagonalen von bis zu 200 Zoll möglich sein.

TL;DR: Der AWOL LuxVision ist ein neuer Ultrakurzdistanz-Beamer mit nativer 4K-Auflösung bei bis zu 120 Hz, RGB-Dreifachlaser-Technik und 6.000 ISO-Lumen Helligkeit. Das Wurfverhältnis von 0,18:1 erlaubt Bildgrößen bis 200 Zoll aus kurzer Distanz, ein optischer Lens-Shift positioniert das Bild nachträglich, ohne dass dabei Bildschärfe verloren geht. Für Gamer gibt es 1 ms Eingabeverzögerung, VRR, ALLM und Dolby Vision Gaming über drei HDMI-2.1-Anschlüsse. Die UVP liegt bei 5.999 Euro, der Marktstart ist für etwa Oktober 2026 geplant. Zu sehen ist der LuxVision vom 3. bis 8. September am AWOL-Stand H22-113 auf der IFA.

Neue Markendachmarke: Aetherion und Valerion unter AWOL Vision

Der Auftritt auf der IFA 2026 ist zugleich der erste große Messeauftritt seit dem Relaunch der Marke im Juni 2026. AWOL Vision hat damals eine überarbeitete Markenidentität unter dem Motto „Bring Wonder Home“ eingeführt und führt seither zwei Produktlinien unter einem gemeinsamen Dach: die Ultrakurzdistanzserie Aetherion, zu der etwa der im Juni gestartete Aetherion Pro gehört, und die Langdistanzserie Valerion, die zuletzt mit dem Valerion Pro 2 in neuen Farbvarianten erschien.

Bild: AWOL

Der LuxVision ergänzt die Aetherion-Reihe nun nach oben und übernimmt die Rolle als neues Topmodell. AWOL Vision wurde 2020 gegründet und hat sich auf großformatige Heimkino-Displays spezialisiert, mehr über die Marke gibt es auf der Website des Herstellers.

4K bei 120 Hz: fast eine Milliarde Pixel pro Sekunde

Kernstück des LuxVision ist ein DLP-Chip, der 4K-Inhalte mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde darstellt und dabei nach Herstellerangaben knapp eine Milliarde Pixel pro Sekunde verarbeitet. Das soll schnelle Szenen, etwa bei Sportübertragungen oder Rennspielen, scharf und ohne sichtbares Ruckeln wiedergeben.

AWOL LuxVision
Bild: AWOL

Für Gamer nennt AWOL Vision eine Eingabeverzögerung von 1 ms sowie Unterstützung für ALLM, variable Bildwiederholraten (VRR) und Dolby Vision Gaming. Angeschlossen wird über drei HDMI-2.1-Anschlüsse und einen DisplayPort, ein 4-Kanal-HDMI-Multiview soll zudem mehrere Quellen gleichzeitig auf die Leinwand bringen.

RGB-Dreifachlaser und 110 Prozent Rec. 2020

Die Helligkeit von 6.000 ISO-Lumen erzeugt der LuxVision über eine RGB-Dreifachlaser-Lichtquelle, die laut AWOL Vision 110 Prozent des Rec.-2020-Farbraums abdeckt. Dynamisches Tone Mapping und eine siebenstufige dynamische Blende sollen Kontraste und Lichtstimmungen szenengenau anpassen, bei hellem Tageslicht ebenso wie beim abendlichen Filmabend. Unterstützt werden außerdem Dolby Vision, IMAX Enhanced, der Filmmaker Mode und 3D-Inhalte.

0,18:1-Wurfverhältnis und optischer Lens-Shift

Mit einem Wurfverhältnis von 0,18:1 kommt der LuxVision auch bei sehr geringem Abstand zur Wand auf Bildgrößen von bis zu 200 Zoll. Neu gegenüber bisherigen Aetherion-Modellen ist der vertikale optische Lens-Shift: Per Knopfdruck lässt sich das Bild nachträglich positionieren, ohne dass dabei Pixel zugeschnitten oder das Bild digital skaliert werden, wie es bei rein digitaler Bildkorrektur sonst üblich ist. Eine motorisierte Objektivabdeckung und ein streulichtarmes Objektiv sollen zusätzlich für ein sauberes, störungsfreies Bild sorgen.

Anti-RBE-Technologie soll Regenbogeneffekt reduzieren

Ein bekanntes Problem vieler Ein-Chip-DLP-Projektoren ist der sogenannte Regenbogeneffekt, kurz aufblitzende Farbsäume in schnellen, kontrastreichen Szenen. AWOL Vision setzt beim LuxVision auf die zweite Generation seiner Anti-RBE-Technologie, die einen Algorithmus zur Formatanpassung mit einer TÜV-zertifizierten Reduzierung des schädlichen Lichtanteils kombiniert. Das soll den Regenbogeneffekt und die damit verbundene Ermüdung der Augen bei 2D- und 3D-Inhalten spürbar verringern, vor allem in schnellen, kontrastreichen Szenen.

Design: vom Parthenon inspiriert

Optisch orientiert sich der LuxVision am Parthenon in Athen: Die vertikalen Lamellen an der Front greifen den Rhythmus der antiken Säulen auf und übertragen ihn in eine skulpturale Formsprache fürs Wohnzimmer. Über anpassbare CMF-Optionen, also Farbe, Material und Oberflächenfinish, soll sich der Beamer an unterschiedliche Einrichtungsstile anpassen lassen.

AWOL LuxVision
Bild: AWOL

Technische Daten des AWOL LuxVision im Überblick

Spezifikation Wert
Auflösung / Bildrate 4K (3.840 × 2.160) bei bis zu 120 Hz
Helligkeit 6.000 ISO-Lumen (RGB-Dreifachlaser)
Farbraum 110 % Rec. 2020
Kontrast / Blende 7-stufige dynamische Blende, dynamisches Tone Mapping
Wurfverhältnis 0,18:1
Bildgröße bis zu 200 Zoll
Lens-Shift Vertikaler optischer Lens-Shift per Knopfdruck
Eingabeverzögerung 1 ms
Gaming-Features ALLM, VRR, Dolby Vision Gaming
Anschlüsse 3× HDMI 2.1, 1× DisplayPort, 4-Kanal-HDMI-Multiview
HDR / Bildmodi Dolby Vision, IMAX Enhanced, Filmmaker Mode, 3D
Besonderheiten Anti-RBE-Technologie 2. Generation (TÜV-zertifiziert), motorisierte Objektivabdeckung
UVP 5.999 € / 5.999 $ / 4.999 £
Marktstart Voraussichtlich Oktober 2026

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung für den AWOL LuxVision liegt bei 5.999 Euro, umgerechnet rund 5.999 US-Dollar beziehungsweise 4.999 britische Pfund. Der Marktstart ist laut AWOL Vision für etwa Oktober 2026 geplant, ein genaues Datum nennt der Hersteller bisher nicht. Wer sich das Gerät vorab ansehen möchte, findet es vom 3. bis 8. September am AWOL-Stand H22-113 auf der IFA in Berlin. Weitere technische Details bietet die offizielle Produktseite von AWOL Vision.

Fazit

Mit dem optischen Lens-Shift schließt AWOL Vision eine Lücke, die UST-Nutzer bislang meist nur über digitale Bildkorrektur und die damit verbundenen Schärfeverluste umgehen konnten. In Kombination mit 4K bei 120 Hz und den Gaming-Features positioniert sich der LuxVision als Allrounder für Heimkino-Abende und Konsolenzocker gleichermaßen. Ob die Anti-RBE-Technologie den Regenbogeneffekt tatsächlich spürbar reduziert und wie sich die Farbtreue bei HDR-Inhalten in der Praxis schlägt, muss ein Test erst noch zeigen. Bei einer UVP von 5.999 Euro tritt der LuxVision im gehobenen Preissegment gegen etablierte Triple-Laser-UST-Beamer an.