Apple hat den Beats 360 bereits ein erstes Firmware-Update spendiert, obwohl der Over-Ear-Kopfhörer offiziell noch gar nicht existiert. Genau das gilt als deutlichstes Zeichen dafür, dass die Vorstellung kurz bevorsteht. Zusammen mit Farb-Leaks, Preisangaben aus dem Handel und Fotos von Prototypen ergibt sich inzwischen ein fast vollständiges Bild des kommenden Modells.
Das Wichtigste in Kürze
- Firmware-Version 4A203 wurde am 8. September 2026 für die Beats 360 veröffentlicht, obwohl das Produkt noch nicht angekündigt ist.
- Erwarteter Preis: 299,99 US-Dollar, in Europa vermutlich um die 300 Euro.
- Vier Farben sind bislang aufgetaucht: Black, Cloud, Sky und Pink.
- ANC, IPX4-Schutz, austauschbare Ohrpolster und freihändiges Siri sollen mit an Bord sein.
- Eine Vorstellung wird für die kommenden Wochen erwartet, wahrscheinlich losgelöst vom iPhone-Event.
Was die Beats 360 mitbringen sollen
Nach aktuellem Kenntnisstand handelt es sich bei den Beats 360 um einen Over-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC), der preislich zwischen den Beats Studio Pro und den AirPods Max liegen soll. Beats bewirbt die Geräuschunterdrückung als bis zu 1,75-mal effizienter als beim Studio Pro von 2023. Diese Zahl muss sich allerdings erst im Praxistest bestätigen. Auffällig ist zudem, dass die bisherigen Leaks keinen Hinweis auf Apples H2-Chip liefern, den sich viele Interessenten erhofft hatten. Ohne den H2-Chip dürfte bei Funktionen wie adaptivem Audio oder besonders effizienter Akkunutzung Luft nach oben bleiben. Auch der verwendete Bluetooth-Codec, der für die tatsächliche Klangqualität ebenfalls eine Rolle spielt, ist noch nicht bekannt. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu aptX und aptX HD.
Das Gehäuse orientiert sich offenbar an den AirPods Max: ein schlankes, teleskopisches Kopfband, austauschbare Ohrpolster in den Varianten Performance Knit und UltraPlush sowie eine mitgelieferte Tasche aus Ripstop-Gewebe. Ein Ladekabel oder Netzteil liegt laut den Leaks nicht bei. Mit einem IPX4-Rating wären die Beats 360 zudem die ersten schweiß- und wasserfesten Over-Ear-Kopfhörer aus dem Hause Apple, was sie zusätzlich für Sport und Pendelalltag interessant machen könnte. Wer lieber ohrumschließende Sport-Kopfhörer von Beats nutzt, kennt das robuste Design bereits von den Powerbeats.
Spezifikationen im Überblick
| Merkmal | Erwartete Ausstattung |
|---|---|
| Bauform | Over-Ear, faltbar, teleskopisches Kopfband |
| Geräuschunterdrückung | ANC, laut Beats bis zu 1,75× effizienter als Studio Pro |
| Schutzklasse | IPX4 (schweiß- und wasserfest) |
| Sprachassistent | Freihändiges Siri („Hey Siri“ oder „Siri“) |
| Ohrpolster | Austauschbar, Performance Knit & UltraPlush, weitere Farben Volt und Navy |
| Farben | Black, Cloud, Sky, Pink |
| Lieferumfang | Tragetasche aus Ripstop-Gewebe, kein Ladekabel/-adapter |
| Preis (Leak) | 299,99 US-Dollar, EU vermutlich ca. 300 Euro |
Preis und Farben: Was der Handel schon verraten hat
Mehrere Händler hatten Produktseiten zu den Beats 360 vorzeitig online gestellt und dabei sowohl den Preis als auch die vier Farbvarianten Black, Cloud, Sky und Pink offengelegt, bevor die Seiten wieder verschwanden. Der genannte Preis von 299,99 US-Dollar läge unter dem regulären Preis der Beats Studio Pro von 349,99 Dollar. Für den europäischen Markt gibt es noch keine offizielle Bestätigung, Händlerangaben deuten aber auf einen Umrechnungskurs von rund 300 Euro hin. Wer nicht bis zur Vorstellung warten möchte, findet die aktuellen Beats Studio Pro bereits jetzt bei Amazon.
Wann kommen die Beats 360?
Der Name Beats 360 taucht seit August 2026 in Leaks auf, unter anderem durch Einträge in Zulassungsdatenbanken in den USA, Brasilien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie durch Fotos von Prototypen, die Fußballprofis wie Lamine Yamal und Antonee Robinson bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 trugen. Das Firmware-Update 4A203 vom 8. September 2026 gilt als stärkstes Indiz dafür, dass Apple die Vorstellung für die kommenden Wochen plant. Eine Präsentation im Rahmen des iPhone-Events am selben Abend gilt als unwahrscheinlich: Frühere Beats-Modelle wurden meist unabhängig von den großen Apple-Keynotes vorgestellt, oft ohne große Vorankündigung. Apple treibt derzeit ohnehin mehrere Hardware-Projekte parallel voran, wie zuletzt auch neue Patentanmeldungen rund um ein Mixed-Reality-Headset gezeigt haben.
Beats 360 vs. AirPods Max 2: Zwei Wege zum gleichen Ziel
Mit den Beats 360 dürfte Apple eine günstigere Alternative zu den AirPods Max ins Portfolio holen, ohne das margenstärkere Premium-Modell zu kannibalisieren. Wo genau die Grenze zwischen beiden Produkten verläuft, hängt stark davon ab, ob der H2-Chip tatsächlich fehlt: Käufer, die auf adaptives Audio und maximale ANC-Leistung Wert legen, dürften trotzdem eher zu den AirPods Max greifen. Wer in erster Linie ein alltagstaugliches, wasserfestes Modell zum günstigeren Preis sucht, ist mit den Beats 360 möglicherweise besser bedient. Einen direkten Vergleich zur Konkurrenz außerhalb des Apple-Kosmos liefert unser Test der Sony WH-1000XM3, die seit Jahren als Referenz bei aktiver Geräuschunterdrückung gelten.
Fazit
Zwischen Firmware-Update, Handels-Leaks und Prototyp-Sichtungen bleibt kaum noch Raum für Zweifel: Die Beats 360 stehen kurz vor der Ankündigung. Offen ist vor allem, ob Apple beim Preis für Europa unter der 300-Euro-Marke bleibt und ob der fehlende H2-Chip sich im Alltag bemerkbar macht. Sobald Apple offizielle Details nennt, aktualisieren wir diesen Artikel.