BMW iX3 40: Neues Einstiegsmodell der Neuen Klasse ab 63.400 Euro

Simon Lüthje
Simon Lüthje · 4 Min. Lesezeit
BMW iX3 40 Einstiegsmodell Neue Klasse

Der BMW iX3 40 ist offiziell: Nur wenige Wochen nach dem Marktstart des iX3 50 xDrive in Deutschland schiebt BMW eine günstigere Einstiegsvariante seines elektrischen SUV nach. Das neue Modell setzt auf Heckantrieb, einen kleineren Akku und einen attraktiveren Preis – ohne dabei auf die Kerntechnologie der Neuen Klasse zu verzichten. Ab Sommer 2026 steht der BMW iX3 40 beim Händler.

BMW iX3 40: 320 PS und 800-Volt-Architektur

Unter dem Blech des iX3 40 arbeitet die sechste Generation der BMW eDrive-Technologie (Gen6), die komplett auf eine 800-Volt-Architektur ausgelegt ist. An der Hinterachse sitzt eine stromerregte Synchronmaschine (SSM), die ohne Permanentmagnete und somit ohne Seltene Erden auskommt. Der Motor leistet 235 kW (320 PS) und liefert ein maximales Drehmoment von 500 Nm. Damit sprintet der iX3 40 in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch bei 200 km/h abgeregelt.

Im Vergleich zum Top-Modell iX3 50 xDrive mit Allradantrieb und 345 kW (469 PS) ist der iX3 40 zwar etwas schwächer auf der Brust, bietet aber dennoch mehr als genug Leistung für den Alltag. Interessant: Durch den Wegfall des Frontmotors dürfte der iX3 40 spürbar leichter ausfallen als sein Allrad-Bruder, der laut europäischer Spezifikation rund 2.285 kg auf die Waage bringt.

82,6 kWh Akku und bis zu 635 km Reichweite

Statt der üppigen 108,7 kWh des iX3 50 xDrive kommt der iX3 40 mit einer Hochvoltbatterie mit 82,6 kWh nutzbarem Energiegehalt aus. Die Lithium-Ionen-Rundzellen sind nach dem Cell-to-Pack-Prinzip direkt in den Speicher integriert und bieten laut BMW eine um 20 Prozent gesteigerte Energiedichte gegenüber den prismatischen Zellen der Vorgänger-Generation. Die Batterie ist zudem als struktureller Teil des Fahrzeugs ausgelegt (Pack-to-Open-Body), was Gewicht und Material spart.

Beim kombinierten WLTP-Verbrauch gibt BMW 14,6 kWh pro 100 km an, was einer Reichweite von bis zu 635 Kilometern entspricht. Das sind zwar rund 170 km weniger als beim Allrad-Topmodell, reicht aber für die allermeisten Alltagsfahrer mehr als aus.

Schnellladen mit 300 kW – in 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent

Die maximale DC-Ladeleistung des iX3 40 beträgt 300 kW – etwas weniger als die 400 kW des größeren Modells. Trotzdem hat BMW die Akkukapazität clever gewählt: Die Ladung von 10 auf 80 Prozent dauert mit 21 Minuten exakt genauso lang wie beim iX3 50. In nur 10 Minuten an einer 800-Volt-Schnellladestation sollen bis zu 300 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können.

Serienmäßig ist ein 11-kW-AC-Ladegerät an Bord. Wer häufiger an Wechselstrom-Ladepunkten laden möchte, kann gegen Aufpreis die 22-kW-Variante bestellen. Auch bidirektionales Laden wird unterstützt – der iX3 40 kann somit als Energiespeicher für das eigene Zuhause dienen, was besonders in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage sinnvoll ist.

Technische Daten: BMW iX3 40 vs. iX3 50 xDrive im Vergleich

BMW iX3 40 BMW iX3 50 xDrive
Antrieb Heckantrieb (RWD) Allradantrieb (AWD)
Leistung 235 kW (320 PS) 345 kW (469 PS)
Drehmoment 500 Nm 645 Nm
0–100 km/h 5,9 Sekunden 4,9 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h 210 km/h
Akku (netto) 82,6 kWh 108,7 kWh
Reichweite (WLTP) bis zu 635 km 678–805 km
Verbrauch (WLTP) 14,6 kWh/100 km 17,9–15,1 kWh/100 km
Max. DC-Ladeleistung 300 kW 400 kW
10–80 % Ladezeit 21 Minuten 21 Minuten
Preis (ab) 63.400 Euro 70.900 Euro

Panoramic iDrive und Amazon Alexa+ an Bord

Beim Interieur gibt es keine Abstriche gegenüber dem Topmodell. Der iX3 40 setzt ebenfalls auf das BMW Panoramic iDrive – ein Anzeige- und Bedienkonzept, das ein zentrales Display mit einer Projektion über die gesamte Breite der Windschutzscheibe kombiniert. Gesteuert wird per Touch, physische Bedienelemente oder Sprache. Der BMW Intelligent Personal Assistant wurde zudem um Funktionen auf Basis von Amazon Alexa+ erweitert und ermöglicht eine dialogorientierte Interaktion.

Technisch steuern vier zentrale Rechner die wichtigsten Fahrzeugsysteme. Das Herzstück bildet der Steuerungscomputer „Heart of Joy“, der Antrieb und Fahrdynamik über die Software „BMW Dynamic Performance Control“ regelt. Eine Besonderheit ist die sogenannte Soft-Stop-Funktion, die das Fahrzeug beim Verzögern nahezu ruckfrei zum Stillstand bringt.

Preis, Marktstart und Ausblick

Der BMW iX3 40 ist ab Sommer 2026 in Deutschland erhältlich und startet bei 63.400 Euro. Damit liegt er 7.500 Euro unter dem iX3 50 xDrive, der mindestens 70.900 Euro kostet. Zwar hatte BMW ursprünglich einen Einstiegspreis von rund 60.000 Euro in Aussicht gestellt, der finale Preis fällt nun aber etwas höher aus.

Da der kürzlich vorgestellte BMW i3 auf der gleichen technischen Plattform basiert, ist auch dort eine vergleichbare 40er-Variante zu erwarten. Branchenexperten rechnen dabei mit einer noch höheren Reichweite von rund 700 km und einem etwas niedrigeren Einstiegspreis. Außerdem soll im Laufe des Jahres noch ein sportliches iX3 M60 Topmodell folgen.

Der iX3 40 dürfte insbesondere für Käufer interessant sein, die auf Allradantrieb verzichten können und Wert auf Effizienz sowie einen niedrigeren Einstiegspreis legen. Mit der neuen staatlichen E-Auto-Förderung von bis zu 6.000 Euro, die rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 gilt, wird der Elektro-SUV finanziell nochmals attraktiver.