Noise Master Buds Open: Bose-Sound in günstigen Clip-On-Ohrhörern

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Min. Lesezeit
Noise Master Buds Open
Bild: Noise

Mit den Noise Master Buds Open bringt die indische Wearable-Marke Noise gemeinsam mit Bose ein neues Open-Ear-Modell auf den Markt: Clip-On-Ohrhörer mit einer von Bose abgestimmten Klangsignatur, die Ende September 2026 für umgerechnet rund 119 Euro starten sollen. Vorgestellt wurden sie auf der IFA 2026 in Berlin, und sie positionieren sich klar als preiswerte Alternative zu Bose eigenen Ultra Open Earbuds, die mit 299 US-Dollar deutlich teurer sind.

Kurz zusammengefasst: Noise Master Buds Open, Clip-On-Design, „Sound by Bose“-Technologie, ca. 119 € (~140 $ / 100 £), Marktstart Ende September 2026, laut ersten Datenblättern 6 Stunden Akku pro Ladung (22 Stunden mit Case), IPX5, Bluetooth 5.4.

Was sind die Noise Master Buds Open?

Noise ist in Indien einer der größten Anbieter für smarte Wearables und hat bereits mit den Master Buds und Master Buds 2 auf Bose-abgestimmten Klang gesetzt. Die Master Buds Open sind die erste Open-Ear-Variante der Reihe: Statt in den Gehörgang zu wandern, klippen sie sich außen ans Ohr und lassen den Gehörgang frei. Noise-Mitgründer Amit Khatri bringt die Idee dahinter auf den Punkt: Verbraucher sollten nicht zwischen gutem Klang und der Wahrnehmung ihrer Umgebung wählen müssen. Wie gut Bose-Tuning klingen kann, zeigt unser Test der Bose QuietComfort Ultra (2. Generation).

Design: Clip-On statt Ohrstöpsel

Statt eines klassischen In-Ear- oder Bügel-Designs setzen die Master Buds Open auf eine Clip-Konstruktion, die sich an die Ohrmuschel klemmt. Das futuristische Gehäuse gibt es in Silber, Schwarz und Kupfer, im ersten Hands-on von TechRadar wird vor allem der sichere, aber angenehme Sitz gelobt. Die Ohrhörer sollen sich „praktisch gewichtslos“ anfühlen. Mit rund 4 Gramm pro Ohrhörer liegen sie im für offene Bauformen üblichen leichten Bereich. Wie sich das Konzept generell schlägt und welche Modelle es sonst noch gibt, haben wir in unserem Ratgeber zu den besten Open-Ear-Kopfhörern zusammengefasst.

Technische Daten im Überblick

Noise hat bislang nur einen Teil der Spezifikationen offiziell bestätigt, einige Werte stammen aus vorab veröffentlichter Dokumentation und sollten bis zum Marktstart als vorläufig gelten:

Merkmal Wert
Design Open-Ear, Clip-On
Treiber 10 mm
Gewicht pro Ohrhörer ca. 4 g
Bluetooth 5.4, ca. 10 m Reichweite
Schutzklasse IPX5
Akkulaufzeit ca. 6 Std. pro Ladung, ca. 22 Std. mit Case*
Laden USB-C, Case ca. 52 g*
Farben Silber, Schwarz, Kupfer

*Werte laut vorab veröffentlichter Produktdokumentation, offizielle Bestätigung steht noch aus.

Preis und Verfügbarkeit

Bei der Preisangabe gehen die bisherigen Berichte leicht auseinander: TechRadar nennt rund 119 Euro (etwa 140 US-Dollar bzw. 100 britische Pfund), andere Quellen sprechen von rund 105 US-Dollar. Eine offizielle, marktspezifische Preisliste (etwa für Deutschland) hat Noise noch nicht veröffentlicht. Fest steht bislang nur der Zeitrahmen: Die Noise Master Buds Open sollen Ende September 2026 über die Noise-Website sowie große Onlinehändler und den stationären Handel verfügbar sein. Da Indien der Heimatmarkt von Noise ist, dürfte der Launch dort im Fokus stehen; ob und wann ein Verkaufsstart in Deutschland folgt, ist derzeit noch offen.

Ausstattung: Spatial Audio, Gaming-Modus und smarte App

Neben dem Bose-Tuning bringen die Master Buds Open eine Reihe von Software-Features mit, die über die Noise-App gesteuert werden: einen Spatial-Audio-Modus für räumlicheren Klang, einen Gaming-Modus mit niedrigerer Latenz, einen vollständig anpassbaren Equalizer, Mehrpunktverbindung sowie einen „Focus Mode“, der die Touch-Steuerung bei Bedarf sperrt. Dazu kommt ein KI-Assistent für Sprachfragen und Transkription sowie eine Find-my-Device-Funktion.

Erste Eindrücke: Wie klingen die Master Buds Open?

Ein finaler Test steht noch aus, doch TechRadar konnte die Ohrhörer bereits vorab hören. Das Urteil: eine „ordentliche Gesamtleistung“ mit klaren Stimmen, präsentem Bass und gut getrennten Gitarren, wobei die Höhen tendenziell betont wirken. Für offene Bauformen, bei denen der Bass physikalisch bedingt naturgemäß schwerer zu erzeugen ist, ist das ein solides Ergebnis. Ein ausführlicher Vergleich mit anderen Open-Ear-Modellen wird sich aber erst nach dem Marktstart ziehen lassen.

Fazit

Die Noise Master Buds Open zeigen, wohin sich der Open-Ear-Markt bewegt: weg vom Nischenprodukt, hin zu einer günstigeren Alternative für alle, die unterwegs hören und gleichzeitig ihre Umgebung mitbekommen wollen. Mit Bose-Tuning, Clip-On-Design und einem Preis von rund 119 Euro treffen sie preislich einen deutlich zugänglicheren Punkt als die Bose Ultra Open Earbuds selbst. Ob der Klang und die Verarbeitung im Alltag halten, was die ersten Hands-on-Berichte versprechen, zeigt sich erst nach dem Marktstart Ende September 2026. Wir bleiben an dem Thema dran. Wer schon jetzt nach Alternativen sucht, findet in unseren Tests zu den Aiwa Prodigy Air und der Vorstellung der Fairphone Fairbuds weitere aktuelle True-Wireless-Neuheiten.

Quellen: TechRadar, ecoustics.com, SoundGuys