Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen) und Sport Open Earbuds vorgestellt

Philipp Briel
Philipp Briel · 6 Min. Lesezeit
Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen)
Bild: Bose

Bose hat am 17. September 2026 zwei neue Open-Ear-Kopfhörer vorgestellt: die günstigeren Bose Sport Open Earbuds für 199,95 Euro und die überarbeiteten Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen) für 299,95 Euro. Beide Modelle verzichten bewusst auf aktives Noise-Cancelling und setzen stattdessen auf offenen Klang. Gegenüber den bisherigen Modellen der Reihe verbessern sie aber Akkulaufzeit, Bass und Ladefunktionen. Vorbestellungen laufen ab sofort exklusiv für MyBose-Mitglieder, der reguläre Verkauf startet am 1. Oktober (Ultra Open Earbuds) beziehungsweise am 15. Oktober (Sport Open Earbuds).

Wer sich für Open-Ear-Kopfhörer allgemein interessiert, findet einen Überblick über weitere Modelle in unserem Ratgeber zu den besten Open-Ear-Kopfhörern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bose Sport Open Earbuds: 199,95 €, ab 15. Oktober 2026, IP54-zertifiziert, C-förmiger Silikonbügel, bis zu 7 Std. Akku (+22 Std. im Case)
  • Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen): 299,95 €, ab 1. Oktober 2026, neuer Treiber mit mehr Bass, Cinema-Modus mit Bose TrueSpatial, bis zu 9 Std. Akku (+19,5 Std. im Case)
  • Beide Modelle: Bose OpenAudio-Technologie ohne aktives Noise-Cancelling, Bose SpeechClarity für Anrufe, Bluetooth 5.4 mit Multipoint, kabelloses Laden, individuelle Shortcuts über die Bose App
  • Vorbestellung seit 17. September exklusiv über MyBose, ein Firmware-Update nach Marktstart bringt Google Find Hub, Alexa+ und einen Apple-Music-Shortcut nach

Bose Sport Open Earbuds: offener Klang fürs Training

Die Sport Open Earbuds sind die günstigere und robustere der beiden Neuvorstellungen. Ein C-förmiger Bügel aus mattem, weichem Silikon soll auch beim Laufen, im Workout oder bei schnellen Kopfbewegungen sicher am Ohr sitzen. Bose gibt eine IP54-Zertifizierung an, die Schutz vor Schweiß, Spritzwasser und Staub bietet und sich laut Hersteller einfach abwischen lässt.

Zum Musikhören kommen speziell entwickelte dynamische Treiber zum Einsatz, während die Auto-Volume-Funktion die Lautstärke automatisch an wechselnde Umgebungsgeräusche anpassen soll. Wechselt die Laufstrecke von einer ruhigen Seitenstraße auf eine belebte Hauptstraße, soll die Musik trotzdem gleich laut hörbar bleiben. Zusätzliche strukturierte Tasten sollen auch mit schweißnassen Fingern zuverlässig bedienbar sein. Die Akkulaufzeit liegt bei bis zu 7 Stunden pro Ladung, das kompakte Ladecase mit Wireless-Charging-Funktion legt bis zu 22 weitere Stunden nach. Farblich stehen Schwarz und Rauchweiß zur Wahl, dazu die limitierte Sonderfarbe Eukalyptus Grün.

Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen): mehr Bass, Cinema-Modus und längere Laufzeit

Die zweite Generation der Ultra Open Earbuds behält das charakteristische Manschettendesign des Vorgängers bei, arbeitet aber an dessen bekanntesten Schwachstellen: Ein neu entwickelter Treiber soll für tiefere Bässe und mehr Lautstärke sorgen. Neu hinzu kommt außerdem Multipoint-Unterstützung für zwei gleichzeitig verbundene Geräte.

Als größte Neuerung führt Bose einen Cinema-Modus mit der hauseigenen TrueSpatial-Technologie ein: Er soll Videos und Podcasts eine breitere, immersivere Klangbühne verschaffen, während Dialoge zentriert und klar verständlich bleiben. Am Formfaktor ändert sich wenig, dafür gibt es Detailanpassungen wie eine neu gestaltete Metallkappe mit abgeschrägtem Finish und ein kompakteres Ladecase, das erstmals aufrecht stehen kann und kabelloses Laden unterstützt. Die Akkulaufzeit wächst auf bis zu 9 Stunden pro Ladung plus 19,5 weitere Stunden über das Case. Für Android-Nutzer ist zudem Snapdragon Sound mit dem Codec aptX Adaptive für höhere Audioqualität und geringere Latenz an Bord. Farblich gibt es Schwarz und Rauchweiß sowie die limitierten Editionen Kirsch-Schokolade, Olivgrün und Himmelrosa.

Bose OpenAudio und SpeechClarity: die gemeinsame technische Basis

Technisch setzen beide Modelle auf dieselbe Bose-OpenAudio-Technologie: Ein Schallwandler kombiniert mit einer präzise abgestimmten akustischen Konstruktion soll den Klang gezielt Richtung Ohr lenken, statt ihn breit nach außen abzustrahlen. Die digitale Signalverarbeitung Bose SoundDesign gleicht Klarheit und Bass aus. Anders als Knochenschall-Kopfhörer übertragen beide Modelle den Klang durch die Luft statt über Vibrationen am Schädelknochen, was laut Bose für einen volleren, natürlicheren Klang bei druckfreiem Sitz sorgen soll. Aktives Noise-Cancelling gibt es bei keinem der beiden Modelle. Das offene Design soll bewusst Umgebungsgeräusche wie Verkehr oder Durchsagen durchlassen.

Für Anrufe setzt Bose auf SpeechClarity: Ein zusätzliches Mikrofon pro Earbud soll die eigene Stimme gezielt von Hintergrundgeräuschen trennen und dabei natürlich klingen lassen. Ob diese Versprechen im Alltag halten, muss sich in unabhängigen Tests erst noch zeigen.

Preise, Farben und Verkaufsstart im Überblick

Bose Sport Open Earbuds Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen)
Preis 199,95 € 299,95 €
Verkaufsstart 15. Oktober 2026 1. Oktober 2026
Schutzklasse IP54 IPX4
Akkulaufzeit (Earbuds) bis 7 Std. bis 9 Std.
Akkulaufzeit (mit Case) +22 Std. +19,5 Std.
Bluetooth 5.4, Multipoint 5.4, Multipoint, Snapdragon Sound/aptX Adaptive
Kabelloses Laden Ja Ja
Farben Schwarz, Rauchweiß, Eukalyptus Grün (limitiert) Schwarz, Rauchweiß, Kirsch-Schokolade, Olivgrün, Himmelrosa (limitiert)

Angaben laut Hersteller; die limitierten Sonderfarben sind teils nur in ausgewählten Märkten erhältlich.

Bose App, Shortcuts und geplante Firmware-Updates

Beide Modelle lassen sich über die Bose App einrichten und feinjustieren: Ein anpassbarer Drei-Band-Equalizer, die Auto-Volume-Steuerung sowie individuell belegbare Shortcuts für Spotify Tap und den Sprachassistenten des Smartphones gehören zum Funktionsumfang. Nur bei den Ultra Open Earbuds lässt sich zusätzlich ein Shortcut zum Wechsel zwischen Bose-Immersive-Audio-Profilen belegen. Dazu kommen Bluetooth-Geräteverwaltung und Firmware-Updates direkt aus der App.

Nach dem Marktstart am 1. Oktober will Bose per Firmware-Update weitere Funktionen nachliefern: Unterstützung für Google Find Hub zum Wiederfinden verlegter Earbuds, den KI-Assistenten Alexa+ für freihändige Aufgaben wie Restaurantreservierungen, sowie einen Shortcut für Apple Music.

Was den neuen Bose-Modellen noch fehlt

Trotz der Verbesserungen bleibt eine Lücke, die Kritiker schon bei früheren Bose-Open-Ear-Modellen bemängelt haben: eine automatische Trageerkennung, die Wiedergabe pausiert, sobald man einen Earbud herausnimmt. Wer viel Hörbücher oder Podcasts hört, muss also weiterhin manuell pausieren, sonst verpasst man leicht eine Stelle. Auch aktives Noise-Cancelling gibt es aus Prinzip nicht. Wer das für Bahn oder Büro braucht, ist bei einem geschlossenen Modell wie dem Bose QuietComfort Ultra (2. Gen) besser aufgehoben. Wer stattdessen ein günstigeres In-Ear-Modell mit ANC sucht, findet in unserem Test der Huawei FreeBuds Pro 2 eine Alternative.

Fazit: Für wen lohnen sich die neuen Bose Open Earbuds?

Mit den Sport Open Earbuds und den Ultra Open Earbuds (2. Gen) schärft Bose sein Open-Ear-Portfolio für zwei unterschiedliche Zielgruppen: Sportlerinnen und Sportler, die beim Training nicht komplett von der Umgebung abgeschnitten sein wollen, und Alltagsnutzer, die volleren Klang samt Cinema-Modus für Filme und Podcasts suchen. Beide Modelle bleiben bewusst offen konzipiert und damit eine Nische neben klassischen ANC-Kopfhörern. Wer das mag, bekommt mit den Ultra Open Earbuds (2. Gen) nun mehr Bass, längere Laufzeit und Multipoint, während die günstigeren Sport Open Earbuds vor allem durch Robustheit und Preis punkten. Ob sich die Verbesserungen im Alltag bewähren, zeigen unabhängige Tests nach dem Verkaufsstart am 1. beziehungsweise 15. Oktober.