Der BYD Song Ultra EV sorgt aktuell für mächtig Aufsehen auf dem Elektroauto-Markt. Der chinesische Hersteller BYD hat mit dem neuen Elektro-SUV ein Fahrzeug vorgestellt, das vor allem durch seinen extrem niedrigen Einstiegspreis und eine revolutionäre Schnellladetechnik besticht. In nur 20 Tagen nach Vorverkaufsstart wurden bereits über 21.500 Bestellungen verzeichnet – ein starkes Signal für die enorme Nachfrage.
BYD Song Ultra EV startet bei umgerechnet 19.000 Euro
Am 26. März 2026 hat BYD den Song Ultra EV offiziell in China auf den Markt gebracht. Der Einstiegspreis liegt bei 151.900 Yuan, was umgerechnet rund 19.000 Euro entspricht. Die teuerste der vier verfügbaren Ausstattungslinien kostet 179.900 Yuan (ca. 22.500 Euro). Damit positioniert sich das Elektro-SUV deutlich unter dem ursprünglich erwarteten Vorverkaufspreis von rund 30.000 Euro und unterbietet viele Konkurrenten in diesem Segment spürbar.
Für den Antrieb sorgt ein einzelner Elektromotor an der Hinterachse. Je nach Variante leistet der Motor 240 kW (322 PS) oder 270 kW (362 PS). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. BYD setzt beim Song Ultra EV also auf Heckantrieb, was beim Beschleunigen für eine bessere Traktion sorgen dürfte.
Blade Battery 2.0 und bis zu 710 km Reichweite
Herzstück des Song Ultra EV ist die neue Blade Battery 2.0 – die zweite Generation von BYDs bekannter Lithium-Eisenphosphat-Batterietechnik. Die Energiedichte wurde gegenüber der Vorgängerversion um 12 Prozent gesteigert. Zur Wahl stehen zwei Akkugrößen: 68,4 kWh mit einer CLTC-Reichweite von bis zu 605 km und 82,7 kWh mit bis zu 710 km. Wie bei BYD-Modellen üblich, dürfte die Alltagsreichweite nach europäischen WLTP-Standards allerdings etwas niedriger ausfallen.
Flash Charging: In 5 Minuten von 10 auf 70 Prozent
Das wohl beeindruckendste Feature des Song Ultra EV ist die neue Flash-Charging-Technologie. Laut BYD lässt sich der Akku in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent laden. Für eine Ladung von 10 auf 97 Prozent sollen lediglich neun Minuten nötig sein. Selbst bei extremer Kälte von minus 30 Grad Celsius verlängere sich die Ladezeit nur um etwa drei Minuten. Die maximale Ladeleistung beträgt dabei bis zu 1.500 kW. Falls diese Werte in der Praxis bestätigt werden, wäre das Laden kaum länger als ein herkömmlicher Tankstopp – ein enormer Vorteil gegenüber vielen aktuellen Elektrofahrzeugen, die oft 20 bis 30 Minuten für einen vergleichbaren Ladevorgang benötigen.
Technische Daten des BYD Song Ultra EV
| Spezifikation | Details |
|---|---|
| Antrieb | Einzelner Elektromotor, Heckantrieb |
| Leistung | 240 kW (322 PS) / 270 kW (362 PS) |
| Höchstgeschwindigkeit | 210 km/h |
| Akkukapazität | 68,4 kWh / 82,7 kWh (Blade Battery 2.0) |
| Reichweite (CLTC) | 605 km / 710 km |
| Ladezeit (10–70 %) | ca. 5 Minuten (Flash Charging) |
| Ladezeit (10–97 %) | ca. 9 Minuten (Flash Charging) |
| Max. Ladeleistung | bis zu 1.500 kW |
| Abmessungen (L × B × H) | 4.850 × 1.910 × 1.670 mm |
| Radstand | 2.840 mm |
| Plattform | e-Platform 3.0 Evo (800V) |
| Preis (China) | ab 151.900 Yuan (ca. 19.000 €) |
Üppige Ausstattung für ein günstiges E-Auto
Auch beim Interieur will BYD beweisen, dass günstig nicht gleich spartanisch sein muss. Im Innenraum dominiert ein 15,6-Zoll-Zentraldisplay, ergänzt durch ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument und ein 26-Zoll-Head-up-Display. Das Infotainment-System läuft auf BYDs hauseigenem UI 7.0 und unterstützt eine Vier-Zonen-Sprachsteuerung. Je nach Ausstattungslinie gibt es beheizte, belüftete und sogar massierende Sitze. Der Fahrersitz ist achtfach elektrisch verstellbar, und die Vordersitze lassen sich zusammen mit der Rückbank zu einer nahezu ebenen Liegefläche von etwa 1,80 Metern umklappen.
Wer die Option „God’s Eye B“ dazubucht, erhält ein LiDAR-basiertes Assistenzsystem mit 27 Sensoren und einer Rechenleistung von 254 TOPS. Dieses unterstützt teilautonomes Fahren auf Autobahnen und in der Stadt sowie automatisches Einparken. Laut ersten Verkaufsdaten entscheiden sich rund 45 Prozent der Käufer für dieses Zusatzpaket.
Konkurrenz und Marktstart in Europa
In China positioniert sich der Song Ultra EV als direkter Konkurrent zu Modellen wie dem Tesla Model Y, dem Xpeng G6, dem Leapmotor C11 und dem Deepal S7. Interessanterweise zeigt sich laut Branchenberichten, dass auch BYDs eigener Sealion 06 EV zum internen Rivalen des Song Ultra EV wird – rund 50 Prozent der Interessenten vergleichen die beiden Modelle miteinander.
Ob und wann der BYD Song Ultra EV nach Europa kommt, ist derzeit noch offen. BYD bringt neue Modelle üblicherweise zuerst in China auf den Markt und prüft anschließend eine Expansion. In Europa wäre mit einem Marktstart frühestens in ein bis zwei Jahren zu rechnen – vermutlich zu einem höheren Preis durch Importzölle und Steuern. Das Unternehmen hat aber bereits angekündigt, das Flash-Charging-Netzwerk bis Ende 2026 auch auf internationale Märkte auszuweiten.
BYD ist auf dem europäischen Markt kein Unbekannter mehr. Der chinesische Hersteller hat in den vergangenen Jahren mit Modellen wie dem BYD Yangwang U9 auch am oberen Ende der Preisskala für Aufmerksamkeit gesorgt.
Fazit: BYD Song Ultra EV setzt neue Maßstäbe beim Preis-Leistungs-Verhältnis
Mit dem BYD Song Ultra EV zeigt der chinesische Hersteller eindrucksvoll, wohin die Reise bei Elektro-SUVs gehen kann. Ein Einstiegspreis von umgerechnet rund 19.000 Euro, eine Reichweite von bis zu 710 Kilometern und Ladezeiten von nur fünf Minuten – das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Natürlich muss sich die Flash-Charging-Technik erst in der Praxis beweisen, und die CLTC-Reichweiten dürften in Europa etwas geringer ausfallen. Dennoch: Sollte BYD den Song Ultra EV zu einem wettbewerbsfähigen Preis nach Europa bringen, dürfte das den Markt ordentlich aufmischen. Für den Moment bleibt europäischen Interessenten nur, gespannt abzuwarten.