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Übernahme: Canva schnappt sich Adobe-Konkurrenten Affinity

Mit Software-Lösungen wie Affinity Photo, Designer und Publisher bietet Serif eine leistungsstarke und vergleichsweise günstige Alternative zum Adobe-Ökosystem um Photoshop und Co an. Wie Serif-CEO Ashley Hewson in einem Blogbeitrag jetzt verraten hat, wurde das eigene Unternehmen von der Online-Grafikplattform Canva übernommen. Ein Wechsel zu einem Abo-Modell sei aber zumindest in näherer Zeit nicht geplant.

Canva übernimmt Affinity

Paukenschlag in der Kreativ-Software-Branche: Canva, bislang vor allem durch seine kostenlosen oder günstigen Online-Lösungen zur Grafikbearbeitung bekannt, übernimmt die Affinity-Sparte von Serif mit den Tools Photo, Designer und Publisher und will sich damit noch mehr als direkter Konkurrent zu den Adobe-Lösungen wie Photoshop positionieren.

Die Affinity-Produkte erfreuen sich in der kreativen Branche enormer Beliebtheit. Vor allem, weil sie ohne Abo-Zwang und Cloudanbindung zu einem Festpreis angeboten werden und den teurere Adobe-Programmen in Nichts nachstehen.

Canva, das im Jahr 2019 bereits die freie Bilddatenbank Pixabay übernommen hatte, zählt aktuell rund 175 Millionen monatliche Nutzer aus 190 Ländern und zeichnet sich vor allem durch besonders einfache Gestaltungsmöglichkeiten aus, die sich an diejenigen richten, die mit wenigen Schritten und ohne großes Know-How Grafiken erstellen wollen.

Affinity Photo
Affinity Photo V2 ist eine leistungsstarke Bildbearbeitungssoftware. (Bild: Serif)

Gemeinsam wolle man Affinity auf ein neues Level heben, so Hewson in der Stellungnahme. „Die zusätzlichen Ressourcen [von Canva] bedeuten, dass wir viel mehr in viel kürzerer Zeit abliefern können. Des Weiteren können wir neue Horizonte für Affinity-Produkte erschließen, die uns eine ganze Welt neuer Möglichkeiten eröffnen, die vorher nie möglich gewesen wären,“ führt Hewson weiter aus.

Das rund 90-köpfige Serif-Team aus Großbritannien soll weiter bestehen bleiben und unabhängig weiter agieren können. Kündigungen soll es nicht geben, das habe Canva bereits zu Beginn der Verhandlungen bestätigt.

Übernahme im dreistelligen Millionenbereich

Details zum offiziellen Übrenahmepreis teilten beide Unternehmen nicht mit. Laut Bloomberg soll sich die Übernahme allerdings im dreistelligen Millionenbereich in britischen Pfund bewegen. Ein guter Deal für Serif und die Affinity-Programme, die rund drei Millionen Nutzer vorweisen kann.

Gemeinsam will man auch neue Zielgruppen erschließen und in Kombination mit den Programmen von Serif sowohl Kreativ-Neulinge als auch -Profis ansprechen. Die bekommen mit der Bildbearbeitungssoftware Affinity Photo, dem Vektor-Designer und dem Publishing-Tool Affinity Publisher drei leistungsstarke Lösungen an die Hand, die zudem durch die Online-Anwendungen von Canva ergänzt werden. Lediglich ein Adobe Premiere-Gegenpart im Bereich der Videobearbeitung fehlt dem Portfolio bislang noch.

An der Preisgestaltung von Affinity soll sich erfreulicherweise nichts ändern, wie aus den FAQ von Serif hervorgeht. Alle Apps sollen auch weiterhin im Einzelkauf angeboten werden. Besitzer der Programme können diese, wie bisher, weiterverwenden, dürfen sich aber auf einige spannende Gratis-Updates und Erweiterungen von V2 freuen.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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