Cinebench 2026: Neuer Benchmark bewertet jetzt RDNA 4 und Blackwell

Philipp Briel
Philipp Briel · 3 Min. Lesezeit
Cinebench 2026
Bild: Maxon

Maxon bringt zum Jahresbeginn 2026 ein großes Update seines beliebten Leistungstests heraus. Cinebench 2026 unterstützt erstmals native Tests für die kommenden GPU-Generationen NVIDIA Blackwell und AMD RDNA 4, bringt präzisere CPU-Analysen und eine komplett überarbeitete Benchmark-Engine. Das Tool zielt klar auf die Zukunft – und sorgt für frische Referenzwerte in der Hardware-Welt.

  • Native Unterstützung für Blackwell (RTX-5000) und RDNA 4 (Radeon RX 9000)
  • Neuer SMT-Test für detaillierte CPU-Analysen
  • Überarbeitete Redshift-Engine für realistischere Workloads
  • Neue Bewertungsskala, nicht mit älteren Versionen vergleichbar

Maßstab für die kommende GPU-Generation

Cinebench 2026 läutet eine neue Benchmark-Ära ein. Das Update nutzt eine weiterentwickelte Version der Redshift-Rendering-Engine, um die Leistung kommender High-End-GPUs realitätsnah zu erfassen. Sowohl NVIDIAs Blackwell-Architektur, voraussichtlich als RTX‑5000-Serie, als auch AMDs RDNA‑4‑Chips der Radeon RX 9000-Reihe werden nativ unterstützt.

Cinebench 2026
Bild: Maxon

Damit macht Maxon den Benchmark fit für die Grafikhardware des Jahres 2026 – zu einem Zeitpunkt, an dem beide Hersteller ihre neuen Flaggschiffe auf den Markt bringen. Besonders im Bereich GPU-Rendering gewinnt das Tool an Bedeutung, da es die Rechenleistung und Raytracing-Fähigkeiten moderner GPUs detailliert abbildet. Für Workstation-Betreiber, 3D-Künstler und Technikjournalisten wird Cinebench damit erneut zur zentralen Referenz für Performancevergleiche.

Verfeinerte CPU-Analyse mit SMT-Test

Abseits der Grafikleistung bringt das Update eine der größten Veränderungen für CPU-Tests seit Jahren. Cinebench 2026 verfügt über einen dedizierten SMT-Leistungstest (Simultaneous Multi-Threading), der exakt misst, welchen Mehrwert virtuelle gegenüber physischen Kernen liefern.

Dieses Feature richtet sich vor allem an Enthusiasten und Overclocker, die Unterschiede zwischen Intel- und AMD-Architekturen präzise nachvollziehen wollen. Zudem integriert Maxon nun native Unterstützung für Apples M4- und M5-Prozessoren, wodurch das Tool auch für Mac-Nutzer mit ARM-basierten Chips interessant bleibt. Die Analyse erfolgt mit erhöhter Granularität, was Cinebench 2026 zu einem vielseitigen Werkzeug für Multiplattform-Vergleiche macht.

Neue Engine, neue Scores

Unter der Haube arbeitet eine modernisierte Version der Redshift-Engine mit optimierten Render-Algorithmen und aktuellen Compiler-Technologien. Die Szenen sind komplexer, realistischer und belasten das Gesamtsystem stärker als in früheren Versionen.

Maxon weist ausdrücklich darauf hin, dass die Scores von Cinebench 2026 nicht mit den Ergebnissen früherer Versionen (R23, 2024) vergleichbar sind. Das Bewertungssystem wurde vollständig neu kalibriert, um die gestiegene Rechenlast zeitgemäßer Workflows abzubilden. Damit entsteht ein sauberer Neustart für alle kommenden Benchmarks – eine neue Basislinie für die Hardwaregeneration von 2026.

Fazit

Mit Cinebench 2026 liefert Maxon ein Benchmark-Tool, das dem aktuellen Stand der Technik gerecht wird und sogar den Blick in die Zukunft wagt. Wer reale Vergleichswerte für kommende GPU-Architekturen oder präzise CPU-Analysen sucht, kommt daran kaum vorbei. Das Programm steht kostenlos für Windows 10/11 (x86‑64 und ARM64) sowie macOS 14.7+ bereit – und dürfte in der Hardware-Community schnell zum neuen Standard werden.