Mit dem DarkFlash Floatron F1 bringt der Hersteller ein ungewöhnliches Micro-ATX-Gehäuse auf den Markt, das sich optisch klar von klassischen Glaskästen abhebt. Das auffälligste Merkmal: Das Hauptabteil wirkt, als würde es über dem Sockel schweben. Hinter dem futuristischen Look steckt jedoch ein weitgehend klassischer Aufbau. Neben dem Design verspricht das Gehäuse solide Hardware-Kompatibilität, flexible Kühloptionen und RGB-Varianten – allerdings zu einem Preis, der Fragen aufwirft.
- „Schwebendes“ Design mit eingezogenem Unterteil
- Platz für Micro-ATX- und Mini-ITX-Mainboards
- Unterstützung für bis zu 360-mm-Radiatoren
- Varianten mit bis zu sechs PWM-ARGB-Lüftern
DarkFlash Floatron F1 kombiniert Show-Design mit klassischem Innenaufbau
Warum das DarkFlash Floatron F1 seinen Namen trägt, wird beim ersten Blick klar: Das obere Hardware-Abteil scheint optisch über einem schmalen Sockel zu schweben. Technisch handelt es sich jedoch nicht um einen echten Standfuß, sondern um ein bewusst eingezogenes Unterteil, das das Gehäuse schlanker wirken lässt. Der Effekt erinnert an moderne Showcase-Builds, bei denen Komponenten im Mittelpunkt stehen.
Trotz des ausgefallenen Designs folgt das Innenleben einem vertrauten Layout. Netzteil und HDD-Käfig sitzen klassisch im unteren Bereich. Dort ist Platz für ein 3,5-Zoll-Laufwerk sowie zusätzliche 2,5-Zoll-SSDs. Hinter dem Mainboard-Tray befinden sich weitere Montagemöglichkeiten für zwei 2,5-Zoll- oder ein 3,5-Zoll-Laufwerk. Das Gehäuse misst 436 × 240 × 436 mm bei einem Volumen von rund 45,6 Litern und unterstützt Micro-ATX- sowie Mini-ITX-Mainboards.
Auffällig ist die Konstruktion des unteren Bereichs: Der Sockel kann laut Produktbildern als dekorative Ablage dienen. Darüber montierte Lüfter beleuchten den Bereich, was besonders bei RGB-Setups für zusätzliche Inszenierung sorgt. Die I/O-Ports – darunter USB 3.2 Gen 2 Type-C, zweimal USB 3.2 Gen 1 sowie HD-Audio – befinden sich an der Unterseite, was auf eine Platzierung des Gehäuses auf dem Schreibtisch ausgelegt ist.
Kühlkonzept, Platzangebot und Preis: Wie praxisnah ist das Floatron F1?
Im oberen Hauptabteil bietet das DarkFlash Floatron F1 überraschend großzügigen Raum. CPU-Kühler dürfen bis zu 185 mm hoch sein, Grafikkarten bis zu 350 mm lang. Mit fünf Erweiterungsslots ist sogar Platz für breitere GPUs – ein Vorteil gegenüber vielen kompakten mATX-Towern.
Das Kühlkonzept setzt auf einen Luftstrom von unten nach oben. Da die Front durch das Glaskonzept geschlossen ist, können am Boden des oberen Abteils bis zu drei 120-mm-Lüfter Frischluft ansaugen. Weitere Lüfter lassen sich am Heck, im Deckel sowie am rechten Seitenteil montieren. Insgesamt sind je nach Konfiguration mehrere 120- oder 140-mm-Lüfter möglich. Radiatoren werden im Deckel mit bis zu 360 mm unterstützt – ein solides Feature für ein Micro-ATX-Gehäuse dieser Klasse.
DarkFlash bietet mehrere Varianten an: ohne Lüfter, mit drei oder mit sechs vorinstallierten PWM-ARGB-Lüftern. Preislich zeigt sich jedoch ein inkonsistentes Bild. Während die Basisversion ohne Lüfter bei rund 115 Euro startet, kostet die Variante mit drei Lüftern etwa 147 Euro. Überraschend: Die Top-Version mit sechs Lüftern liegt mit rund 130 bis 135 Euro teilweise unterhalb der mittleren Ausführung. Diese Preisstruktur wirkt wenig schlüssig, könnte jedoch auf Marktanpassungen einzelner Händler zurückzuführen sein.
Insgesamt erscheint das Konzept technisch plausibel. Das schwebende Design basiert auf einer optischen Täuschung durch die Gehäuseform, während der Innenaufbau bewährten Standards folgt. Einschränkungen ergeben sich primär durch die geschlossene Front, die stark auf Boden- und Seiteneinlässe angewiesen ist.
Fazit
Das DarkFlash Floatron F1 kombiniert auffälliges Showcase-Design mit solider Micro-ATX-Kompatibilität. Unterstützung für große GPUs, 360-mm-Radiatoren und mehrere RGB-Optionen machen es interessant für Gaming- und Modding-Projekte. Preislich startet das Gehäuse bei rund 115 Euro, die sinnvollste Variante scheint derzeit die Ausführung mit sechs Lüftern ab etwa 130 Euro zu sein. Verfügbar ist das Modell in Weiß und Schwarz im Online-Handel.
Quelle: DarkFlash

