Die Grenzen zwischen klassischem PC-Zubehör, Produktivitäts-Tool und Smart-Home-Zentrale verschwimmen zunehmend. Mit dem Decokee Quake Zusatzdisplay soll genau hier angesetzt werden: ein kompaktes Zweitdisplay, das nicht nur Informationen anzeigt, sondern aktiv in Workflows, Gaming-Setups und vernetzte Haushalte eingreifen kann. Aktuell wird das Gerät über eine Crowdfunding-Kampagne via Kickstarter finanziert und wirbt mit KI-Funktionen, Touch-Bedienung und breiter Software-Integration. Doch was steckt hinter dem ambitionierten Konzept – und wie realistisch sind die Versprechen?
- 8,8 Zoll Touchdisplay mit 1.920 × 480 Pixeln im ultrabreiten Format
- KI-gestützte Funktionen für Makros, Zusammenfassungen und Medieninhalte
- Steuerung von PC-Anwendungen und Smart-Home-Geräten über APIs
- Drehregler mit RGB-Beleuchtung zur Status- und Funktionsanzeige
Decokee Quake Zusatzdisplay als vielseitige Kommandozentrale
Im Kern präsentiert sich das Decokee Quake Zusatzdisplay als erweiterter Kontrollpunkt für den Desktop. Das 8,8 Zoll große IPS-Panel setzt auf ein ungewöhnliches Seitenverhältnis und eignet sich damit weniger für klassische Fenster, sondern vielmehr für Statusanzeigen, Bedienelemente oder Dashboards. Mit einer Helligkeit von 450 cd/m² und neigbarem Gehäuse soll das Display auch bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen gut ablesbar bleiben. Der Touchscreen unterstützt bis zu fünf gleichzeitige Eingaben und erlaubt zusätzlich die Nutzung frei belegbarer Touch-Keys.

Ergänzt wird das Display durch einen seitlich platzierten Drehregler mit integrierter RGB-Beleuchtung. Dieser dient nicht nur zur Navigation oder Lautstärkeregelung, sondern kann auch visuelles Feedback über den aktuellen Status liefern – etwa bei laufenden Prozessen, aktiven Profilen oder Systemmeldungen. Angeschlossen wird das Aluminiumgehäuse über HDMI und USB 2.0, was eine einfache Integration in bestehende Setups ermöglicht. Laut Hersteller werden Windows und macOS offiziell unterstützt, während Linux-Support zumindest in einer Beta-Phase vorgesehen ist.
KI-Funktionen, Makros und Smart-Home-Integration
Ein zentrales Verkaufsargument des Decokee Quake Zusatzdisplays sind die beworbenen KI-Funktionen. So sollen sich per Spracheingabe individuelle Makros erstellen lassen, die sowohl im produktiven Umfeld als auch beim Gaming zum Einsatz kommen können. Meetings können automatisch zusammengefasst, Sprachnotizen per Knopfdruck erstellt und sogar Videos oder Wallpaper generiert werden. Wie zuverlässig und lokal diese Funktionen arbeiten, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt allerdings offen, da belastbare Praxistests noch fehlen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Über eine API-Anbindung soll zudem die Integration ins Smart Home gelingen. In Verbindung mit Home Assistant lassen sich verschiedenste Geräte steuern, von Licht über Sensoren bis hin zu komplexeren Automationen. Perspektivisch sind Plugins für Anwendungen wie Discord sowie eine direkte Steuerung von OBS geplant, was insbesondere für Streamer und Content-Creator interessant sein dürfte. Diese Erweiterungen sind allerdings noch Zukunftsmusik und abhängig von der weiteren Entwicklung nach dem Launch.
Fazit: Spannendes Konzept mit Crowdfunding-Risiko
Das Decokee Quake Zusatzdisplay kombiniert Hardware-Bedienung, KI-Ansätze und Smart-Home-Integration zu einem ambitionierten Gesamtpaket. Die Idee einer kompakten Desktop-Kommandozentrale wirkt schlüssig und adressiert gleich mehrere Anwendungsbereiche. Gleichzeitig gilt es, die typischen Risiken einer Crowdfunding-Kampagne zu berücksichtigen. Insbesondere bei Software-Features, deren Qualität sich erst im Alltag beweisen muss. Unterstützer erhalten das Gerät aktuell ab rund 233 Euro zuzüglich Versand, die Auslieferung ist für Mai 2026 geplant.
