DJI Osmo Pocket 4 Pro vorgestellt: 3x-Zoom und 17-Stufen-Dynamikumfang für anspruchsvolle Vlogger

Philipp Briel
Philipp Briel · 3 Min. Lesezeit
DJI Osmo Pocket 4 Pro
Bild: DJI

DJI erweitert seine beliebte Pocket-Serie nach der Pocket 4 (unser Test) um ein neues Spitzenmodell. Die DJI Osmo Pocket 4 Pro bringt erstmals eine zusätzliche Telekamera mit 3-fachem Zoom in das kompakte Vlogging-Format und richtet sich an Content Creator, die mehr kreative Möglichkeiten bei gleichzeitig hoher Mobilität suchen. Neben dem neuen Kameramodul bietet die Pro-Version einen erweiterten Dynamikumfang, professionelle Farbprofile und ein helles OLED-Display für Aufnahmen unter unterschiedlichsten Bedingungen.

  • Neue 3x-Telekamera mit 60-mm-Brennweite und f/1.8-Blende
  • 1-Zoll-Hauptsensor mit bis zu 17 Stufen Ultra-High-Dynamic-Range
  • 2-Zoll-OLED-Touchscreen mit 1.000 Nits Helligkeit
  • 4K-Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde

DJI Osmo Pocket 4 Pro erweitert das Pocket-Konzept um einen optischen Tele-Zoom

Die größte Neuerung der DJI Osmo Pocket 4 Pro ist die zusätzliche Telekamera. Während frühere Modelle primär auf eine einzelne Weitwinkelkamera setzten, integriert DJI nun ein zweites Objektiv mit einer äquivalenten Brennweite von 60 mm. Dadurch lassen sich Motive näher heranholen, ohne auf digitalen Zoom zurückgreifen zu müssen.

Die Telekamera verfügt über eine lichtstarke f/1.8-Blende und basiert auf einem 1/1,28-Zoll-Sensor. Trotz des kleineren Sensors im Vergleich zur Hauptkamera verspricht DJI eine hohe Lichtempfindlichkeit. Im Fotomodus reicht der ISO-Bereich bis 25.600, bei Videoaufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen sogar bis ISO 51.200.

DJI Osmo Pocket 4 Pro
Bild: DJI

Unverändert bleibt die Hauptkamera mit ihrem 1-Zoll-Sensor, einer Brennweite von 20 mm und einer Blende von f/2.0. Laut den veröffentlichten technischen Daten erreicht die Kamera einen Dynamikumfang von bis zu 17 Stufen. Damit übertrifft die Pro-Version die reguläre Osmo Pocket 4 und soll insbesondere bei kontrastreichen Szenen mehr Bildinformationen erhalten.

Zusätzlich unterstützt die Kamera das Farbprofil D-Log 2, wodurch professionelle Farbkorrekturen und ein erweiterter Bearbeitungsspielraum in der Nachproduktion möglich werden. Für Videografen und Vlogger eröffnet dies zusätzliche kreative Möglichkeiten bei der Erstellung hochwertiger Inhalte.

DJI Osmo Pocket 4 Pro setzt auf OLED-Display und leistungsstarken Drei-Achsen-Gimbal

Neben der Kameraausstattung setzt DJI weiterhin auf die bewährte Kombination aus kompaktem Gehäuse und integriertem Drei-Achsen-Gimbal. Dieser sorgt für stabile Videoaufnahmen auch während der Bewegung und zählt seit Jahren zu den größten Stärken der Pocket-Serie.

Der integrierte OLED-Touchscreen misst 2 Zoll und erreicht eine Helligkeit von bis zu 1.000 Nits. Dadurch bleibt das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Die Auflösung von 556 × 314 Pixeln entspricht dem Niveau des Standardmodells.

Für Zeitlupenaufnahmen unterstützt die Kamera 4K-Videos mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde. Dadurch lassen sich schnelle Bewegungen besonders flüssig darstellen. Der Akku bietet mit 1.545 mAh die gleiche Kapazität wie bei der Osmo Pocket 4.

Die zusätzliche Telekamera wirkt sich jedoch auf die Abmessungen aus. Mit 230 Gramm fällt die Pro-Version rund 20 Prozent schwerer aus als das Standardmodell und ist zudem etwas höher gebaut. Im Alltag bleibt die Kamera dennoch deutlich kompakter als viele spiegellose Kameras oder klassische Vlogging-Setups.

Die bisher vorgestellten Modelle erscheinen in den Farbvarianten Classic Black und Pearl White. Aktuell erfolgt der Verkaufsstart zunächst in China, ein globaler Marktstart wird noch für dieses Jahr erwartet.

Fazit

Mit der DJI Osmo Pocket 4 Pro erweitert DJI seine kompakte Vlogging-Kamera um eine sinnvolle Telekamera und professionelle Videofunktionen. Besonders der neue 3x-Zoom, der hohe Dynamikumfang und die Unterstützung von D-Log 2 machen das Modell für ambitionierte Content Creator interessant. Die Kamera ist derzeit zunächst in China erhältlich und startet dort zu einem Preis von umgerechnet rund 520 Euro. Ein internationaler Marktstart wird im Laufe des Jahres erwartet.

Quelle: DJI