DJI Osmo Pocket 4P vorgestellt: Kompakte Gimbal-Kamera bringt Kinoqualität nach Cannes

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Min. Lesezeit
DJI Osmo Pocket 4P
Bild: DJI

Mit der neuen DJI Osmo Pocket 4P setzt DJI ein deutliches Zeichen in Richtung professioneller mobiler Filmproduktion. Die Präsentation auf dem Filmfestival in Cannes zeigt, dass die kompakte Gimbal-Kamera nicht mehr nur als Zubehör für Vlogs und Social Media gedacht ist, sondern zunehmend als ernstzunehmendes Werkzeug für Filmschaffende positioniert wird. Im Vergleich zur Osmo Pocket 4 (unser Test) gibt es verbesserte Bildqualität, neue Porträtfunktionen und ein erweitertes Kreativ-Ökosystem sollen die Grenzen zwischen mobiler Kamera und professioneller Filmtechnik weiter auflösen.

  • DJI präsentiert die neue Osmo Pocket 4P erstmals in Cannes
  • Neues Imaging-System mit erweitertem Dynamikumfang für filmreife Aufnahmen
  • Verbesserte Porträt- und Zoomfunktionen für kreative Videoaufnahmen
  • Integration in DJIs professionelles Film- und Power-Ökosystem

DJI Osmo Pocket 4P soll professionelle Filmtechnik mobiler machen

Mit der Osmo Pocket 4P knüpft DJI an seine langjährige Erfahrung im Bereich Stabilisierung und mobiler Kameratechnik an. Bereits 2015 brachte das Unternehmen die erste Gimbal-Kamera auf den Markt und etablierte sich später mit der kompakten Osmo-Pocket-Serie im Bereich mobiler Content-Produktion. Die neue Generation verfolgt nun einen deutlich ambitionierteren Ansatz.

Im Mittelpunkt steht ein neues Imaging-System, das laut DJI einen deutlich verbesserten Dynamikumfang ermöglicht. Dadurch sollen Videos selbst unter schwierigen Lichtbedingungen mehr Details und natürlichere Kontraste liefern. Besonders bei Nachtaufnahmen, Innenräumen oder stark wechselnden Lichtverhältnissen dürfte dies ein entscheidender Vorteil sein. Ergänzt wird die Technik durch DJIs bekannte Stabilisierung, die weiterhin zu den wichtigsten Merkmalen der Serie gehört.

Auch die erweiterten Porträtfunktionen stehen klar im Fokus der neuen Kamera. Natürlich wirkende Hauttöne und eine filmische Tiefenwirkung sollen Interviews, Dokumentationen und Vlogs deutlich hochwertiger wirken lassen. Gleichzeitig verbessert DJI die Zoom-Funktionen, um entfernte Motive detailreicher erfassen zu können. Die Kombination aus kompakter Bauweise und professionellen Aufnahmefunktionen könnte vor allem unabhängige Filmschaffende und mobile Creator ansprechen.

Die Vorstellung in Cannes wirkt dabei nicht zufällig gewählt. DJI positioniert die Osmo Pocket 4P bewusst näher an professionellen Filmproduktionen und unterstreicht damit den Wandel der Pocket-Serie vom klassischen Creator-Gadget hin zu einem vielseitigen Produktionswerkzeug.

DJI baut das kreative Ökosystem rund um die Osmo Pocket 4P weiter aus

Parallel zur neuen Kamera stellte DJI in Cannes auch die mobilen Stromlösungen DJI Power 1000 Mini und DJI Power 2000 vor. Beide Produkte sollen längere und flexiblere Produktionsabläufe ermöglichen, insbesondere bei mobilen Drehs oder schnellen Außeneinsätzen.

Die Strategie dahinter ist klar erkennbar: DJI möchte nicht nur einzelne Geräte verkaufen, sondern ein vollständiges Ökosystem für moderne Film- und Content-Produktion etablieren. Dazu gehören inzwischen Kinodrohnen, professionelle Gimbals, Kinokameras, mobile Kamerasysteme und portable Stromversorgungslösungen.

Gerade für kleinere Produktionen oder Solo-Creator könnte dieser integrierte Ansatz interessant sein. Statt mehrere Hersteller kombinieren zu müssen, lassen sich verschiedene Komponenten innerhalb des DJI-Ökosystems direkt miteinander nutzen. Das vereinfacht Workflows und reduziert den technischen Aufwand bei Produktionen unterwegs.

Auffällig ist zudem, dass DJI die Osmo Pocket 4P gezielt als Werkzeug für cineastisches Storytelling bewirbt. Damit reagiert das Unternehmen auf den anhaltenden Trend zu hochwertigem Mobile-Filming und professionellen Vlogs. Die steigende Bedeutung kompakter Kameras im kreativen Bereich zeigt, dass viele Produktionen heute flexibler, schneller und deutlich mobiler umgesetzt werden als noch vor wenigen Jahren.

Fazit

Mit der DJI Osmo Pocket 4P erweitert DJI seine Pocket-Serie deutlich in Richtung professioneller Filmproduktion. Verbesserte Bildqualität, erweiterte Porträtfunktionen und die enge Verzahnung mit dem DJI-Ökosystem machen die kompakte Gimbal-Kamera besonders für mobile Kreative und Filmschaffende interessant. Preise und konkrete Konfigurationen hat DJI bislang noch nicht bekannt gegeben. Der Verkaufsstart soll über den offiziellen DJI-Store sowie autorisierte Händler erfolgen.