Mit einem neuen Hochleistungsantrieb erweitert DJI sein Engagement im E-Bike-Segment. Die aktuelle Generation des Avinox-Motors bringt deutlich mehr Leistung, neue Akkuoptionen und zusätzliche digitale Funktionen. Besonders die Spitzenleistung von bis zu 1500 W sowie ein Drehmoment von 150 Nm sorgen für Aufmerksamkeit in der Branche. Damit rückt DJI näher an die Leistungsgrenzen dessen, was bisher bei E-Bikes üblich ist – und sorgt gleichzeitig für Diskussionen über zukünftige Standards und Regularien.
Highlights
- Neue Avinox-Motoren erreichen bis zu 1500 W Spitzenleistung und 150 Nm Drehmoment
- Verbesserte Akkus mit 600 Wh, 700 Wh und 800 Wh Kapazität, erstmals entnehmbar
- Überarbeitete Kühlung, leiser Betrieb und neue Displays mit erweiterten Smart-Features
- Leistungsstarker Antrieb könnte Diskussionen über E-Bike-Regulierungen neu anstoßen
Mehr Leistung und neue Varianten für unterschiedliche Einsätze
DJI erweitert sein Avinox-System um zwei neue Motorvarianten, die sich vor allem in ihrer maximalen Leistung unterscheiden. Während das Basismodell für hohe Effizienz und kräftige Unterstützung ausgelegt ist, richtet sich die stärkere Version an besonders leistungsorientierte E-Mountainbikes und anspruchsvolle Offroad-Einsätze. Die leistungsstärkere Variante kann kurzzeitig bis zu 1500 W abrufen und erzeugt dabei ein Drehmoment von bis zu 150 Nm.
Werte in dieser Größenordnung sind im E-Bike-Bereich bislang selten und zeigen, wie stark sich elektrische Fahrrad-Antriebe in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben. Zum Vergleich: Viele etablierte Systeme bewegen sich deutlich unterhalb dieser Leistungsgrenzen. Neben der reinen Motorleistung wurde auch an der thermischen Stabilität gearbeitet. Eine überarbeitete Kühlstruktur sowie zusätzliche Sensorik sollen verhindern, dass der Motor bei längerer Belastung an Leistung verliert.

Gleichzeitig wurde der Geräuschpegel optimiert, sodass der Antrieb trotz hoher Leistung relativ leise arbeiten soll. Ein weiterer Fortschritt betrifft das Energiesystem. Die neue Generation unterstützt mehrere Akkugrößen – darunter Varianten mit 600 Wh, 700 Wh und 800 Wh. Im Gegensatz zur ersten Generation lassen sich die Akkus nun aus dem Rahmen entnehmen, was das Laden deutlich praktischer macht und längere Touren mit Ersatzakkus erleichtert.
Neue Softwarefunktionen und moderne Bedienung
Neben der Hardware hat DJI auch die digitale Seite des Systems weiterentwickelt. Neue Displays und eine überarbeitete App ermöglichen eine detaillierte Steuerung des Motors sowie umfangreiche Fahrdaten.
Ein interessantes Feature ist die Möglichkeit, die Motorunterstützung dynamisch anzupassen. In Verbindung mit kompatiblen Sensoren kann das System beispielsweise die Leistung abhängig von physiologischen Daten wie der Herzfrequenz regulieren. Dadurch lässt sich das Training gezielter steuern oder eine konstante Belastung während der Fahrt halten.
Für Fahrradhersteller dürfte außerdem interessant sein, dass DJI sein System relativ flexibel gestaltet hat. Die Schnittstellen sollen so ausgelegt sein, dass die neuen Komponenten auch in bestehende Rahmenkonzepte integriert werden können. Gleichzeitig bleiben bestimmte Teile der neuen Generation mit älteren Avinox-Systemen kompatibel. Mit dieser Kombination aus Leistung, modularer Hardware und Softwareintegration positioniert sich DJI zunehmend als ernstzunehmender Anbieter im E-Bike-Antriebsmarkt – einem Segment, das bisher stark von spezialisierten Fahrradzulieferern dominiert wurde.
Fazit
Der neue Avinox-Motor zeigt deutlich, dass DJI seine Ambitionen im E-Bike-Bereich weiter ausbaut. Besonders die Kombination aus hoher Spitzenleistung, modularen Akkus und erweiterten Softwarefunktionen hebt das System von vielen bestehenden Lösungen ab. Gleichzeitig könnten die extremen Leistungswerte neue Diskussionen über technische Grenzen und gesetzliche Vorgaben für E-Bikes auslösen. Preise für konkrete Fahrradmodelle mit dem neuen Antrieb stehen noch nicht fest, erste Bikes mit dem System werden jedoch voraussichtlich in den kommenden Monaten auf den Markt kommen.