EIZO bringt mit dem FlexScan EV3851X und dem FlexScan EV3451X zwei neue Curved-Ultrawide-Monitore für den Büroeinsatz. Beide setzen auf ein gebogenes IPS-Panel, USB-C-Docking samt KVM-Switch und bekommen als erste Modelle die neue 7-Jahres-Garantie des Herstellers. Der 37,5 Zoll große EV3851X ist ab sofort für 1.784 Euro erhältlich, das 34,1-Zoll-Schwestermodell EV3451X folgt im Herbst 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Curved-Ultrawides: EV3851X mit 37,5″ (UWQHD+, 3.840 × 1.600) und EV3451X mit 34,1″ (UWQHD, 3.440 × 1.440).
- Beide mit USB-C-Dock (94 W Power Delivery), integriertem KVM-Switch und 2,5-GbE-LAN.
- Erstmals 7 Jahre Garantie inklusive Vor-Ort-Austauschservice, rückwirkend auch für vier ältere EV-Modelle.
- EV3851X: ab sofort, 1.784 Euro. EV3451X: ab Herbst 2026, Preis noch offen.
EIZO FlexScan EV3851X: 37,5 Zoll mit UWQHD+ und P3-Farbraum
Der größere der beiden, der EV3851X, löst auf 37,5 Zoll mit 3.840 × 1.600 Pixeln auf. Das ist UWQHD+ im seltenen 24:10-Format und ergibt eine Pixeldichte von rund 111 ppi. Das IPS-Panel ist mit einem Radius von 2.300 mm gebogen, was für ein Curved-Display eher dezent ausfällt. Bei der Bildqualität nennt EIZO einen für IPS hohen Kontrast von 2.000:1 und eine typische Helligkeit von 300 cd/m².
Spannend für alle, die mit Bild und Video arbeiten: Der EV3851X deckt laut Hersteller rund 96 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab und bringt Presets für Display P3, DCI-P3 und BT.709 mit. Über die Tasten an der Vorderseite lässt sich der Farbmodus direkt umschalten. Die Farbtiefe liegt bei 8 Bit. Wer schon den älteren EIZO FlexScan EV3240X mit 4K und USB-C kennt, findet hier ein vertrautes Bedienkonzept im Ultrawide-Gewand.
Das Modell tritt die Nachfolge des EV3895 aus dem Jahr 2020 an und behält dessen Auflösung bei, verbessert aber Details wie den Kontrast. Mit Standfuß wiegt der EV3851X rund 10,3 kg, die typische Leistungsaufnahme gibt EIZO mit 26 Watt an.
EIZO FlexScan EV3451X: 34,1 Zoll mit 100 Hz
Der kleinere EV3451X kommt auf 34,1 Zoll und 3.440 × 1.440 Pixel (UWQHD, 21:9), was etwa 109 ppi entspricht. Die Krümmung ist mit 3.800 mm Radius noch flacher als beim großen Bruder. Der vielleicht wichtigste Unterschied steckt in der Bildwiederholrate: Der EV3451X schafft bis zu 100 Hz, während der EV3851X bei 60 Hz bleibt. Für ein flüssigeres Mausgefühl im Arbeitsalltag ist das ein echter Pluspunkt.
Beim Rest gibt es Abstriche gegenüber dem Topmodell. Der Kontrast liegt bei 1.000:1, dafür leuchtet das Panel mit typisch 350 cd/m² etwas heller. Statt P3 wirbt EIZO hier mit einer breiten sRGB-Abdeckung, die Reaktionszeit beträgt 5 ms (GtG). Zwei 2-Watt-Lautsprecher sind ebenfalls an Bord. Wer das Format generell mag, sollte einen Blick auf den getesteten EIZO FlexScan EV3450XC mit Webcam werfen, der dieselbe UWQHD-Auflösung nutzt.
USB-C-Docking und KVM-Switch in beiden Modellen
Hier sind sich die beiden Monitore einig. Über den USB-C-Anschluss mit DP-Alt-Modus läuft alles über ein Kabel: Bild, Ton, Daten, Netzwerk und bis zu 94 Watt Strom für das Notebook. Damit wird der Monitor zur Dockingstation, und der Schreibtisch bleibt frei von Kabelsalat. Ein zweiter USB-C-Port dient als Downstream mit 15 Watt.
Dazu kommt ein integrierter KVM-Switch. Wer zwei Rechner nutzt, etwa Dienstlaptop und privaten PC, schaltet angeschlossene Tastatur und Maus per Knopfdruck zwischen beiden hin und her. Umstecken entfällt. An weiteren Anschlüssen gibt es DisplayPort, HDMI (zweimal beim EV3451X), drei USB-A-Ports, einen 2,5-GbE-LAN-Anschluss und einen Audioausgang. Beim Thema einfaches Andocken erinnert das Konzept an den sparsamen EIZO FlexScan FLT, der mit nur 6 Watt Verbrauch auffiel.
Technische Daten im Vergleich
| Merkmal | FlexScan EV3851X | FlexScan EV3451X |
|---|---|---|
| Bilddiagonale | 37,5 Zoll | 34,1 Zoll |
| Auflösung | 3.840 × 1.600 (UWQHD+, 24:10) | 3.440 × 1.440 (UWQHD, 21:9) |
| Panel | IPS, curved (2.300R) | IPS, curved (3.800R) |
| Pixeldichte | ca. 111 ppi | ca. 109 ppi |
| Bildwiederholrate | 60 Hz | bis 100 Hz |
| Helligkeit (typ.) | 300 cd/m² | 350 cd/m² |
| Kontrast | 2.000:1 | 1.000:1 |
| Farbraum | Display P3 / DCI-P3 (~96 %) / BT.709 | breite sRGB-Abdeckung |
| USB-C Power Delivery | 94 W | 94 W |
| KVM-Switch | ja | ja |
| LAN | 2,5 GbE | 2,5 GbE |
| Gehäusefarben | Schwarz / Weiß | Schwarz / Weiß |
| Garantie | 7 Jahre | 7 Jahre |
| Verfügbarkeit | ab sofort, 1.784 Euro | Herbst 2026, Preis offen |
7 Jahre Garantie: was wirklich dahintersteckt
Der eigentliche Aufreger dieser Ankündigung ist nicht die Hardware, sondern die Garantie. EIZO gibt auf beide Modelle sieben Jahre, inklusive Vor-Ort-Austauschservice. Bisher waren bei dem japanischen Hersteller fünf Jahre üblich, und das schon seit über zwei Jahrzehnten. Die meisten anderen Anbieter liegen bei zwei bis drei Jahren. Branchenweit ist das nach EIZOs eigener Recherche (Stand Juni 2026) die längste Monitorgarantie überhaupt.
Ein paar Bedingungen gibt es trotzdem. Die Garantie greift alternativ über 30.000 Betriebsstunden, was bei rund zwölf Stunden täglich grob den sieben Jahren entspricht. In den ersten sechs Monaten nach dem Kauf deckt EIZO zusätzlich bestimmte helle Pixelfehler ab. Die längere Laufzeit gilt nicht nur für die beiden Neuen, sondern rückwirkend auch für die Modelle EV2740S, EV2720S, EV2410R und EV2400R, die vorher mit fünf Jahren liefen.
Für Unternehmen, die ohnehin mit langen Hardware-Zyklen planen, senkt das die Gesamtbetriebskosten und passt zum Nachhaltigkeitsversprechen. Bei beiden Monitoren kommt teils recycelter Kunststoff im Gehäuse zum Einsatz, die Verpackung nutzt Formmasse aus Altpapier, und die Kabel stecken in Papier statt Plastik. Dazu gibt es Zertifizierungen wie ENERGY STAR, TCO Certified Generation 10 und EPEAT.
Häufige Fragen zum EIZO FlexScan EV3851X und EV3451X
Was kostet der EIZO FlexScan EV3851X?
Der EV3851X ist ab sofort für 1.784 Euro inklusive Mehrwertsteuer erhältlich. Für den EV3451X hat EIZO noch keinen Preis genannt.
Wann kommt der EIZO FlexScan EV3451X?
Der 34,1-Zoll-Monitor soll ab Herbst 2026 verfügbar sein.
Welcher der beiden eignet sich besser für Bild- und Videobearbeitung?
Der EV3851X, weil er DCI-P3 zu rund 96 Prozent abdeckt und Presets für Display P3 und BT.709 bietet. Der EV3451X zielt eher auf klassische Office-Aufgaben und punktet dort mit 100 Hz.
Lohnt sich die 7-Jahres-Garantie?
Vor allem für Unternehmen mit langen Austauschzyklen. Zusammen mit dem Vor-Ort-Service erhöht sie die Investitionssicherheit deutlich. Privatnutzer profitieren ebenfalls, sollten aber die Grenze von 30.000 Betriebsstunden im Hinterkopf behalten.
Fazit zu den EIZO FlexScan Ultrawide-Monitoren
Der EIZO FlexScan EV3851X und der EV3451X sind solide Business-Ultrawides ohne Gaming-Ambitionen, aber mit allem, was den Büroalltag aufgeräumter macht: USB-C-Dock, KVM-Switch, LAN über ein Kabel und eine ordentliche Ergonomie. Wer Farbarbeit macht, greift zum größeren EV3851X mit P3-Abdeckung, wer Wert auf flüssige Bedienung legt, wartet auf den 100-Hz-EV3451X im Herbst. Das eigentliche Argument bleibt aber die Garantie. Sieben Jahre samt Vor-Ort-Tausch bietet sonst niemand, und es wird spannend, ob die Konkurrenz nachzieht.
Weitere Details liefern die offiziellen Produktseiten zum EIZO FlexScan EV3851X sowie zum EV3451X.
