Epomaker GX1: Der Tastatur-Spezialist wagt sich an ein Gaming-Headset mit 70 Stunden Akkulaufzeit

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Min. Lesezeit
Epomaker GX1
Bild: Epomaker

Das Epomaker GX1 ist das erste Gaming-Headset des chinesischen Herstellers, der bisher vor allem für mechanische Tastaturen bekannt ist. Für 49,99 US-Dollar (aktuell im Launch-Angebot für 44,99 US-Dollar) bekommt man ein kabelloses Headset mit drei Verbindungsarten, offenem Ohrmuschel-Design und einer Akkulaufzeit von bis zu 70 Stunden, wenn man auf die RGB-Beleuchtung verzichtet.

Wer schon mal eine passende Tastatur oder ein Gaming-Headset gesucht hat, weiß: Die Auswahl im Einstiegssegment ist riesig, aber selten wirklich gut ausgestattet. Genau da will Epomaker mit dem GX1 ansetzen.

Technische Daten des Epomaker GX1

Herzstück sind zwei 50-mm-Dynamiktreiber mit virtueller 7.1-Surround-Sound-Verarbeitung. Die restlichen Eckdaten:

Spezifikation Wert
Treiber 50 mm, dynamisch, 20 Hz – 20 kHz
Sound Virtueller 7.1-Surround-Sound
Verbindung 2,4-GHz-Dongle (25 ms Latenz), Bluetooth, Kabel (USB-C zu 3,5 mm / USB-C zu USB-A)
Akku 2.000 mAh, bis zu 70 Std. ohne RGB / 30 Std. mit RGB, Ladezeit ca. 3 Std. 20 Min.
Mikrofon Integriert + abnehmbares Galgenmikrofon mit Rauschunterdrückung (ENC)
Bauform Offenes Design, Kopfbügel siebenstufig verstellbar
Gewicht ca. 320 g
Beleuchtung RGB an den Ohrmuscheln, anpassbar
Farben Schwarz-Grau, Rosa, Weiß
Kompatibilität PC, Mac, PS4/PS5 (ohne Bluetooth-Audio), Nintendo Switch, Android, Xbox Series (nur kabelgebunden)

Tri-Mode-Verbindung: für jede Situation die passende Wahl

Statt sich auf eine Verbindungsart festzulegen, setzt Epomaker beim GX1 auf drei parallele Optionen. Der 2,4-GHz-Dongle liefert mit 25 Millisekunden Latenz die schnellste Verbindung und eignet sich damit am ehesten für kompetitive Shooter. Bluetooth deckt den Alltag ab, etwa wenn das Headset auch am Smartphone oder Tablet laufen soll. Und wer ganz auf Nummer sicher gehen will, greift zum Kabel, per USB-C auf 3,5 mm oder USB-C auf USB-A.

Epomaker GX1
Bild: Epomaker

Eine Einschränkung gibt es bei den Konsolen: PS4 und PS5 unterstützen kein Bluetooth-Audio, hier bleibt nur der Dongle oder das Kabel. Bei der Xbox Series funktioniert ausschließlich die Kabelverbindung, da Microsoft eigene Standards für kabellose Headsets vorschreibt.

Offenes Design statt geschlossener Ohrmuscheln

Ungewöhnlich für ein Gaming-Headset in dieser Preisklasse ist das offene Ohrmuschel-Design. Offene Bauformen klingen in der Regel räumlicher und natürlicher, weil die Luft frei durch die Membran strömen kann. Der Haken: Die Geräuschisolation leidet spürbar, Umgebungsgeräusche dringen nach innen und der eigene Sound nach außen.  Die Abdichtung eines offenen Headsets ist normalerweise nicht besonders gut, man hört also ziemlich viel von der Umgebung mit. Für ruhige Zimmer oder Kopfhörer im Homeoffice ist das kein Problem, in der Bahn oder im Großraumbüro würde ich davon eher abraten.

Wer öfter unterwegs zockt oder ein Headset für die reine Geräuschisolation im Blick hat, sollte deshalb genauer hinschauen, bevor er zuschlägt. Fürs heimische Setup mit PC oder Konsole passt das offene Design dagegen gut zur restlichen Ausstattung.

Preis und Verfügbarkeit

Das GX1 ist ab sofort im offiziellen Epomaker-Onlineshop in den Farben Schwarz-Grau, Rosa und Weiß erhältlich. Regulärer Preis: 49,99 US-Dollar, aktuell reduziert auf 44,99 US-Dollar. Eine offizielle Verfügbarkeit oder Preisangabe für den deutschen beziehungsweise europäischen Markt gibt es zum Start noch nicht, laut Produktseite liefert Epomaker aber auch international. Wer lieber bei Amazon bestellt, findet das GX1 bereits in den USA gelistet, eine deutsche Amazon-Seite existiert bislang nicht.

Im Lieferumfang stecken neben dem Headset das abnehmbare Mikrofon, ein USB-C-auf-3,5-mm-Kabel, ein USB-A-auf-USB-C-Kabel, der 2,4-GHz-Dongle sowie eine mehrsprachige Anleitung. Epomaker gewährt ein Jahr Garantie und 30 Tage Rückgaberecht auf ungeöffnete Ware.

Fazit: Solides Einstiegs-Headset mit ungewöhnlichem Konzept

Mit dem GX1 zeigt Epomaker, dass man auch als Tastatur-Marke ein ordentliches Gaming-Headset zusammenstellen kann, jedenfalls auf dem Papier. Die Tri-Mode-Verbindung, die lange Akkulaufzeit und das abnehmbare ENC-Mikrofon sind für die Preisklasse ungewöhnlich gut ausgestattet. Das offene Design ist Geschmackssache und dürfte vor allem Spieler in ruhiger Umgebung ansprechen, alle anderen greifen besser zu einem geschlossenen Modell. Sobald wir das GX1 selbst in den Ohren hatten, melden wir uns mit einem ausführlichen Test zurück.