Faltbares iPhone: Foxconn macht letzte Anpassungen – Start im September wackelt noch

Philipp Briel
Philipp Briel · 3 Min. Lesezeit
iPhone Ultra
Dieses Bild wurde mithilfe von KI generiert.

Apples erstes faltbares iPhone soll im September 2026 gemeinsam mit der iPhone-18-Pro-Reihe auf die Bühne kommen – doch die Fertigung ist noch nicht in trockenen Tüchern. Laut einem Bericht von Digitimes nimmt Auftragsfertiger Foxconn derzeit „letzte Anpassungen“ an der Massenproduktion vor, während der exakte Marktstart des faltbaren iPhone weiter offen bleibt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Foxconn führt laut Digitimes „letzte Anpassungen“ an der Massenproduktion durch.
  • Die Vorstellung wird weiterhin für September 2026 erwartet – zusammen mit dem iPhone 18 Pro.
  • Größte Baustellen bleiben die Scharnier-Mechanik und die Display-Haltbarkeit.
  • Der Startpreis dürfte über 2.000 US-Dollar (über 2.300 Euro) liegen.

Foxconn steuert das faltbare iPhone von der Entwicklung bis zur Serie

Apple hat Foxconn dem Bericht zufolge damit beauftragt, das Gerät von der Produktentwicklung (New Product Introduction) bis in die Massenproduktion zu begleiten. Ausschlaggebend seien Foxconns Erfahrung mit präzisen Strukturbauteilen und dem Feintuning großer Stückzahlen. Eine Branchenquelle geht sogar so weit, Foxconn als einzigen Apple-Partner zu bezeichnen, der die angepeilten Produktionsziele realistisch erreichen kann.

Widersprüchliche Signale aus der Lieferkette

So ganz zum bisherigen Nachrichtenfluss passt der Bericht allerdings nicht. Foxconn hatte die Testproduktion bereits im April gestartet, und nach gelösten Problemen an Scharnier und Platine hob Apple die Bestellung auf rund zehn Millionen Einheiten an. Erst vor zwei Wochen hieß es, das Gerät sei ohne Verzögerung in der Serienfertigung. Der aktuelle Digitimes-Bericht spricht dagegen von einer möglichen Verzögerung um ein bis zwei Monate durch die technische Validierungsphase – Scharnier-Struktur und Display-Haltbarkeit blieben die kniffligsten Punkte.

Dass Apple hier besonders hohe Maßstäbe anlegt, ist bekannt: Der Konzern wartete mit dem Projektstart, bis Display-Partner Samsung ein nahezu faltenfreies Innendisplay liefern konnte. Genau dieses Thema treibt auch die Konkurrenz um – erst kürzlich hat Samsung seine neue Foldable-Generation rund um das Galaxy Z Fold8 Ultra vorgestellt. Und schon zuvor gab es Berichte über eine mögliche Verzögerung des faltbaren iPhone.

Das steckt im faltbaren iPhone

An den erwarteten Eckdaten ändern die Produktionsmeldungen nichts. Das intern auch als „iPhone Ultra“ gehandelte Gerät setzt auf ein aufklappbares Book-Style-Design:

Merkmal Erwartete Angabe
Formfaktor Book-Style (aufklappbar)
Innendisplay ca. 7,7–7,8 Zoll
Außendisplay ca. 5,5 Zoll
Dicke (aufgeklappt) ca. 4,5 mm
Vorstellung September 2026 (mit iPhone 18 Pro)
Startpreis über 2.000 US-Dollar (über 2.300 Euro erwartet)
Fertigung Foxconn (NPI bis Massenproduktion)

Marktstart: September bleibt wahrscheinlich, aber knapp

Trotz der offenen Fragen ist September 2026 weiterhin der wahrscheinlichste Termin für die Vorstellung. Der Verkauf dürfte kurz darauf folgen, anfangs aber wohl mit begrenzter Verfügbarkeit. Analyst Ming-Chi Kuo rechnet ohnehin mit Lieferengpässen und hohen Wiederverkaufspreisen zum Start. Wer auf das erste faltbare iPhone spekuliert, sollte sich also auf ein knappes Angebot und einen stolzen Preis einstellen.

Quellen: Digitimes, MacRumors, 9to5Mac