Firefox 157 ist seit dem 29. September 2026 verfügbar und bringt das größte optische Update seit fünf Jahren mit: Mozilla ersetzt das bisherige „Proton“-Design durch ein neues Design namens „Nova“, holt den beliebten Kompaktmodus zurück und schließt nebenbei 38 als hochriskant eingestufte Sicherheitslücken. Wer automatische Updates aktiviert hat, bekommt die neue Version bereits jetzt angezeigt.
Das Wichtigste zu Firefox 157
– Neues „Nova“-Design für Tabs, Symbolleisten, Farben, Icons, neue Tab-Seite und den privaten Modus – auf Desktop und Mobile einheitlich
– Kompaktmodus ist zurück und lässt sich für kleinere Bildschirme automatisch aktivieren
– Neuer Theme-Picker mit Hintergründen, anpassbarer Tab-Seite und anheftbaren Verknüpfungen
– Ein zentraler Schalter deaktiviert alle generativen KI-Funktionen auf einen Schlag
– 38 hochriskante Sicherheitslücken gestopft, darunter mehrere Sandbox-Escapes
Warum Mozilla nach fünf Jahren neu designt
Das bisherige Erscheinungsbild von Firefox, intern „Proton“ genannt, stammt aus dem Jahr 2021. Mit Firefox 157 löst Mozilla es durch das Projekt ab, das intern als „Nova“ entwickelt wurde und in den vergangenen Monaten bereits über die Nightly-Kanäle getestet werden konnte. Mozilla selbst beschreibt den Anspruch so: Das Design solle „zeitgemäß, aber nicht generisch“ wirken – „freundlicher, aber weiterhin präzise“. Wichtig war dem Unternehmen dabei, dass die Überarbeitung nicht auf Kosten der Performance geht.

Betroffen sind so gut wie alle sichtbaren Bereiche des Browsers: Farben, Icons und Themes wurden überarbeitet, ebenso Tabs und Symbolleisten, die neue Tab-Seite und der private Modus. Auffälligstes Detail sind abgerundete Tabs, die dem Browser ein weicheres Erscheinungsbild geben. Wer auf mehreren Geräten arbeitet, profitiert zudem von einer stärkeren visuellen Angleichung zwischen Desktop- und Mobilversion.
Kompaktmodus ist zurück
Eine der am häufigsten gewünschten Änderungen hat es ins finale Release geschafft: der Kompaktmodus. Er verkleinert Tabs und Symbolleisten spürbar und schafft dadurch mehr Platz für den eigentlichen Seiteninhalt. Auf kleineren Bildschirmen soll Firefox die kompakte Ansicht künftig automatisch vorschlagen, sodass Nutzer sie nicht erst in den Einstellungen suchen müssen.
Wer produktiv mit vielen offenen Tabs arbeitet, kann den Modus über die Anpassen-Ansicht der Symbolleiste aktivieren. Tab-Gruppen, die geteilte Ansicht und vertikale Tabs bleiben als Funktionen erhalten, tauchen in der Oberfläche aber weniger prominent auf als zuvor.
Neuer Theme-Picker und mehr Personalisierung
Mit Firefox 157 überarbeitet Mozilla auch die Möglichkeiten, den Browser optisch anzupassen. Ein neuer Theme-Picker bietet zusätzliche Designs und Hintergrundbilder, die sich unabhängig vom restlichen System auswählen lassen. Die Seite für neue Tabs lässt sich stärker personalisieren: Nutzer entscheiden selbst, welche Inhalte dort angezeigt werden, und können häufig besuchte Seiten als Verknüpfung anheften.
Mozilla betont, dass bei der Entwicklung der neuen Personalisierungsoptionen auch auf Barrierefreiheit geachtet wurde.
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Ein Schalter für alle KI-Funktionen
Parallel zum optischen Redesign hat Mozilla die Kontrolle über KI-Funktionen im Browser vereinfacht. Statt einzelne generative KI-Tools separat abzuschalten, gibt es jetzt einen zentralen Schalter, mit dem sich sämtliche KI-Funktionen auf einmal deaktivieren lassen. Auch die zugehörigen Datenschutzeinstellungen sind in der überarbeiteten Oberfläche leichter auffindbar als bisher.
38 Sicherheitslücken geschlossen
Neben dem Redesign bringt Firefox 157 auch sicherheitsrelevante Korrekturen mit. Mozilla hat insgesamt 38 als hochriskant eingestufte Schwachstellen behoben, darunter mehrere Sandbox-Escapes, Möglichkeiten zur Rechteausweitung in WebGPU- und Grafikkomponenten sowie diverse Use-after-free-Fehler, die im schlimmsten Fall zur Kompromittierung des Systems hätten führen können.
Weitere technische Neuerungen
Abseits von Design und Sicherheit bringt Firefox 157 noch einige kleinere, aber praktische Verbesserungen mit:
– Hardware-beschleunigte Dekodierung für AV1-Streams auf allen unterstützten Systemen
– Eine Sicherheitswarnung, wenn Verschlüsselungsschlüssel geloggt werden
– Korrekturen bei der Video-Ausrichtung über WebRTC auf mobilen Geräten
– Behobene Darstellungsfehler bei HDR-Videos unter Windows
– Bessere Synchronisation von Audio und Video bei veränderter Wiedergabegeschwindigkeit
Update installieren: So kommt ihr an Firefox 157
Firefox 157 steht ab sofort über die automatische Updatefunktion sowie zum Download auf der Mozilla-Website bereit. Wer selbst nachsehen möchte, findet die aktuelle Version über „Menü → Hilfe → Über Firefox“ – dort startet bei Bedarf auch die manuelle Suche nach Updates.
Wer den Browser ohnehin gerade aufräumt, kann bei der Gelegenheit gleich alte Lesezeichen exportieren und sichern oder einen Blick auf die besten Video-Downloader-Add-ons für Firefox werfen. Nutzer, die parallel auch Microsoft Edge einsetzen, finden dort ähnliche Anpassungsoptionen für die Weboberfläche.
Fazit
Mit Firefox 157 wagt Mozilla den größten optischen Schritt seit dem Proton-Design von 2021 und trifft mit der Rückkehr des Kompaktmodus einen langjährigen Nutzerwunsch. Wichtiger als die neue Optik dürften für viele aber die 38 geschlossenen Sicherheitslücken sein – ein Update auf Firefox 157 lohnt sich also unabhängig davon, ob einem das Nova-Design gefällt oder nicht.

