Framework hat sein kompaktes 12-Zoll-Notebook überarbeitet: Der Framework Laptop 12 bekommt mit Intels neuer Core Series 3 (Codename Wildcat Lake) frischen Antrieb, dazu Thunderbolt 4, Wi-Fi 7 und laut Hersteller bis zu 70 Prozent mehr Akkulaufzeit beim 4K-Streaming. Die DIY-Edition startet bei 619 Euro, das vorkonfigurierte Modell mit Fedora Linux bei 789 Euro. Vorbestellungen laufen bereits, die ersten Geräte sollen im Oktober 2026 ausgeliefert werden.
Kurz zusammengefasst:
- Neue Prozessoren: Intel Core 3 304, Core 5 320, Core 7 350 (Wildcat Lake)
- Bis zu 70 % mehr Akkulaufzeit, dazu Thunderbolt 4 und Wi-Fi 7
- Neu: Fingerabdrucksensor (ab Core 5) und beleuchtete Tastatur (vorerst nur US-Layout)
- Preise: DIY ab 619 Euro, vorkonfiguriert mit Fedora 44 ab 789 Euro
- Mainboard-Upgrade für Bestandsbesitzer ab 339 Euro, Auslieferung ab Oktober 2026
Framework Laptop 12: Das ist mit Core Series 3 neu
Der Framework Laptop 12 richtet sich seit seiner Einführung an alle, die ein robustes, reparierbares Einsteiger- und Zweitgerät suchen, ohne auf Frameworks Modul-Philosophie zu verzichten. Mit dem Umstieg auf Intels Core Series 3 bekommt das Modell nun drei neue Prozessor-Optionen spendiert: Core 3 304, Core 5 320 und Core 7 350. Sie basieren auf derselben Wildcat-Lake-Architektur wie die größeren Core-Ultra-Series-3-Chips, kombiniert mit Cougar-Cove-P-Cores und Darkmont-LP-E-Cores auf Intels 18A-Fertigungsprozess.

In der Praxis heißt das vor allem: mehr Effizienz statt reiner Rohleistung. Laut Framework liegt der Core 5 320 im Single-Thread-Betrieb auf ähnlichem Niveau wie der Core 5 im deutlich teureren Framework Laptop 13 Pro. Beim Streaming von 4K-Inhalten über Netflix soll die Akkulaufzeit gegenüber dem ursprünglichen Core i5-1334U-Modell um bis zu 70 Prozent steigen, zumindest laut Herstellerangabe. Wie sich das im Alltag anfühlt, muss ein unabhängiger Test erst noch zeigen.
Neue Ausstattung: Fingerabdruck-Sensor und beleuchtete Tastatur
Zwei der am häufigsten gewünschten Features schaffen es jetzt ins Laptop 12: Ab der Core-5-Konfiguration wandert ein Fingerabdrucksensor in den Power-Button, und die Tastatur gibt es erstmals mit Hintergrundbeleuchtung. Nur eben vorerst ausschließlich im US-ANSI-Layout, weitere Sprachlayouts sollen folgen. Wem das nicht reicht: Über die quelloffene ZMK-Firmware lässt sich die Tastatur komplett neu belegen.
Framework Laptop 12 Core Series 3: Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Prozessoren | Intel Core 3 304 / Core 5 320 / Core 7 350 (Wildcat Lake, Intel 18A) |
| Display | 12,2 Zoll Touchscreen mit Stylus-Unterstützung |
| Arbeitsspeicher | Bis zu 64 GB DDR5-6400, austauschbares SO-DIMM |
| Speicher | Bis zu 2 TB M.2-2230-NVMe-SSD |
| Anschlüsse | 2x Thunderbolt 4 (hinten), 2x USB 3.2 Gen 2 (vorne), austauschbare Expansion Cards |
| WLAN | Wi-Fi 7 R2 (Intel BE213), austauschbares M.2-Modul |
| Sicherheit | Fingerabdrucksensor im Power-Button (ab Core 5) |
| Tastatur | Optional hintergrundbeleuchtet, ZMK-Open-Source-Firmware (aktuell nur US-ANSI) |
| Betriebssystem | Windows oder Fedora 44 mit KDE Plasma (vorinstalliert auf ausgewählten Modellen) |
| Akkulaufzeit | Bis zu 70 % länger als beim Core i5-1334U-Vorgänger (4K-Netflix-Streaming) |
Preise und Verfügbarkeit in Deutschland
Für den deutschen Markt nennt Framework folgende Einstiegspreise: Die DIY-Edition ohne RAM und SSD startet bei 619 Euro, das vorkonfigurierte Modell mit Fedora 44, Core 3 304, 8 GB RAM und 512 GB SSD in der Farbe Sage bei 789 Euro. Wer bereits ein Framework Laptop 12 besitzt, kann alternativ nur das Mainboard upgraden. Die neuen Boards sind vollständig abwärtskompatibel zum Original aus 2025, ein kompletter Neukauf ist also nicht nötig. Die Einzelpreise dafür:
| Mainboard | Preis |
|---|---|
| Core 3 304 | 339 Euro |
| Core 5 320 | 509 Euro |
| Core 7 350 | 759 Euro |
Nett für Bestandskunden: Parallel zum Launch hat Framework den Preis des ursprünglichen Laptop 12 aus 2025 gesenkt, der jetzt bereits ab 539 Euro zu haben ist. Vorbestellungen für die Core-Series-3-Modelle sind seit dem 17. August 2026 offen, die erste Auslieferungswelle (Batch 1) ist für Oktober 2026 angekündigt.
Linux und Fedora spielen eine große Rolle
Ungewöhnlich stark rückt Framework beim Laptop 12 den Linux-Support in den Vordergrund. Kein Zufall: Rund 80 Prozent der bisherigen Laptop-12-Käufer sollen laut Unternehmensangabe Linux nutzen. Entsprechend gibt es ausgewählte Modelle jetzt direkt mit Fedora 44 und KDE-Plasma-Desktop vorinstalliert. Fedora-Projektleiter Jef Spaleta kommentierte die engere Zusammenarbeit mit den Worten, es sei großartig zu sehen, dass Framework-Kunden nun die Wahl hätten. Wer die Distribution lieber selbst aufspielt, sollte auf Kernel 7.1 oder neuer achten, denn erst der unterstützt die Core Series 3 und das neue Wi-Fi-Modul BE213 vollständig.
Modularität bleibt das Kernversprechen
Am grundsätzlichen Konzept ändert sich nichts: Mainboard, Fingerabdrucksensor und das Eingabe-Cover lassen sich weiterhin einzeln tauschen und aufrüsten, RAM und SSD sind ohnehin frei zugänglich verbaut. Framework selbst nennt das Laptop 12 eines der am leichtesten zu reparierenden und aufzurüstenden Geräte im eigenen Portfolio, und nach allem, was bisher zu Vorgängermodellen bekannt ist, ist das keine reine Marketingfloskel. Wer bei einem anderen Notebook schon mal vor einem verklebten oder verlöteten RAM-Riegel kapituliert hat, bekommt hier das Gegenmodell.
Einordnung: Was die Community wirklich wollte
ComputerBase hat das Update in einer ersten Einordnung an fünf häufig geäußerten Nutzerwünschen gemessen und kommt zu einem gemischten, aber positiven Fazit: Längere Akkulaufzeit, die beleuchtete Tastatur und der Fingerabdrucksensor wurden umgesetzt, ein deutlich besseres Display und bessere Lautsprecher bleiben dagegen (vorerst) Wunschdenken. Kritisch merken Beobachter außerdem an, dass die Tastaturbeleuchtung nur im US-Layout verfügbar ist und der Fingerabdrucksensor den günstigsten Konfigurationen vorenthalten bleibt.
Fazit
Mit der Core-Series-3-Auflage bleibt der Framework Laptop 12 seinem Kern treu: modular, reparierbar und mit ungewöhnlich gutem Linux-Support. Gleichzeitig schärft Framework genau an den Stellen nach, die Nutzer seit dem Original am häufigsten kritisiert hatten, auch wenn Display und Lautsprecher weiterhin auf der Wunschliste stehen. Für ein kompaktes Zweitgerät oder ein günstiges Einsteigermodell mit einer gewissen Zukunftssicherheit ist der Einstiegspreis von 619 Euro fair. Und wer schon ein Laptop 12 besitzt, kommt mit einem Mainboard-Tausch für 339 bis 759 Euro deutlich günstiger weg als mit einem kompletten Neukauf.
Quellen: Framework-Blog